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Einbruch bei »Wagner Reloaded«

Die Aufführung des Show-Spektakels wird verschoben

Muskel-Wagner und die Juden: Szene aus »Wagner Reloaded« Größeres Bild

Die Wiederaufführung des Spektakels »Wagner Reloaded« muss verschoben werden. Schuld daran sind Einbrecher, die Teile der Requisite, des Bühnenbilds, Technik und Kostüme mitnahmen oder zerstörten.

»Die Künstler als auch wir als Veranstalter sind geschockt«, sagte der Projektmanager der Show Thomas Guggi am Dienstagabend. »Durch den Einbruch und die angerichteten Schäden wurde die Arbeit von zwei Jahren zerstört.« Dabei geht es nicht nur um Sachwerte: Durch den Diebstahl mehrerer Unikate wie Kostüme und Requisiten seien ideelle, künstlerische Werte verloren gegangen.

Der Einbruch wurde am Montagabend bemerkt, die Kriminalpolizei ermittelt. »Dabei wurden nicht nur einzelne Gegenstände beschädigt, die angerichteten Schäden betreffen den gesamten Ablauf der Produktion«, erklärte Guggi. »Wir können einen sicheren Ablauf der Show nicht mehr garantieren.«

Derzeit wird nach einem Ersatztermin gesucht. Alle bereits verkauften Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Mit »Wagner Reloaded« inszenierte der Berliner Choreograf und Kopf hinter der Show Gregor Seyffert das Leben und Werk des Komponisten als cross-konzeptionelles Spektakel aus Tanz, Musik der finnischen Cello-Rockband Apocalyptica und Mega-Show, die vom Publikum gefeiert wurde, aber von unseren Kritikern als »missglückter Versuch, Wagners Antisemitismus zu kommentieren« gesehen wurde.

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