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»Kein Mensch ist illegal«

Heftige Wortgefechte bei der Gegendemo zur NPD-Kundgebung in Schönefeld

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Am Montagabend protestierten nach Angaben des Aktionsnetzwerkes »Leipzig nimmt Platz« 500 Menschen gegen eine NPD-Kundgebung in Schönefeld. Etwa 200 Personen nahmen an der Demonstration der rechtsextremen Partei teil, die sich gegen eine geplante Notunterkunft für Asylbewerber in einem ehemaligen Gymnasium in der Löbauer Straße richtete. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Grundschule für einige Monate 120 Flüchtlinge unterbringen möchte.

Auf Seiten der Gegendemonstranten waren Mitglieder aller im Stadtrat vertretenen Parteien vor Ort. Kirchenvertreter sprachen sich für mehr Toleranz und ein friedliches Miteinander aus. Besucher der NPD-Kundgebung hielten Schilder nach oben mit Aufschriften wie »Asylrecht vor Kinderschutz?«, »Wir sind nicht das Sozialamt der Welt« und »Wir sind das Volk«. Beide Gruppen lieferten sich heftige Wortgefechte. Am Rande kam es vereinzelt zu körperlichen Auseinandersetzungen. Nach zwei Stunden löste sich die NPD-Kundgebung auf. Hunderte Gegendemonstranten zogen über die Gorkistraße ab und skandierten Parolen wie »Bleiberecht überall, kein Mensch ist illegal«.

Mehr zum Thema Flüchtlinge in der kommenden kreuzer-Ausgabe.

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