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Der Hass der Mitte

Ein Kommentar zum Rassismus der »weltoffenen« Bürger

NPD-Demo im Dezember in Leipzig-Schönefeld, Foto: Ludwig Ander-Donath Größeres Bild

Die Debatten um Asylbewerberheime und Moscheebau zeigen: Rassistische Ressentiments sind tief in der Gesellschaft verwurzelt.

Leipzig ist eine weltoffene Stadt. Behauptet zumindest der Oberbürgermeister immer wieder. Doch wer einmal dabei war, wenn die Stadt zu einem Informationsabend zum Bau einer Moschee oder auch einer Asylbewerberunterkunft einlädt, der kann an dieser Aussage schon Zweifel bekommen. Denn obwohl bei solchen Veranstaltungen die meisten Besucher mit verschränkten Armen dasitzen und sich mit mehr oder weniger großer Skepsis anhören, was Vertreter der Stadt und ihre Mitmenschen zu sagen haben, gelingt es einer Minderheit oft genug, den Saal in einen Hexenkessel zu verwandeln, durch den Wut und Hass schwappen. Dabei sind es gar nicht nur die dumpfen »Deutsche zuerst«-Sprüche der NPD oder die vollkommen absurden, aber altbekannten »Wir haben nichts gegen Ausländer, aber wollen sie nicht in unserem Viertel«-Phrasen, die erschrecken.

Buh-Rufe gegen moralische Pflicht

Es ist vielmehr die Tatsache, dass, wenn Sozialbürgermeister Fabian bei solchen Versammlungen von der moralischen Pflicht spricht, Menschen, die Hilfe brauchen, aufzunehmen, ein signifikanter Teil der Besucher anfängt zu buhen. Ernsthaft. Zu buhen. Sicherlich: Die NPD und andere ideologisch verfestigte Nazis tun ihr Möglichstes, um die Menge bei solchen Bürgerversammlungen aufzupeitschen. Aber man muss sich mal vor Augen führen, was ein Buh an dieser Stelle bedeutet: Es gibt offenbar Leute in dieser Stadt, die andere Menschen – Männer, Frauen und sogar Kinder – lieber Folter erleiden und einen gewaltsamen Tod sterben lassen wollen, als sie kurzzeitig in ihrer Nachbarschaft wohnen zu lassen. Und das zeigen sie ganz offen und fühlen sich im Recht. Diese Kaltherzigkeit ist es, die Angst macht. Unwillkürlich zieht man den Kopf ein, sinkt tiefer in seinen Stuhl und meint zu begreifen, wie Pogrome entstehen.

Daher ist das Auftauchen der NPD in solchen Fällen eigentlich wahnsinnig bequem. Man hat jemanden, gegen den man demonstrieren und auf den man zeigen kann, mit dem man aber gar nicht erst reden muss. Denn erstens ist deren Position ohnehin klar und zweitens sind das ideologisch gefestigte Nazis, denen man ihren Rassismus und ihre Menschenverachtung auch mit sehr vielen guten Worten nicht ausreden kann. Aber vor allem sind es gesellschaftliche Außenseiter. Indem man ihnen die Schuld gibt, kann man sich sparen, sich mit der Gesellschaft selbst auseinanderzusetzen. Doch genau darin liegt der Fehler.

Nun soll damit nicht gesagt sein, dass man nicht gegen die NPD demonstrieren soll – im Gegenteil.

Bürger sehen sich als Opfer

Es ist notwendig, sich den Nazis in den Weg zu stellen, wo immer sie sind, und ihnen deutlich zu machen, dass man ihre Meinungen und politischen Ziele für abscheulich hält. Mindestens genauso wichtig ist es, den Flüchtlingen, die nach Leipzig kommen – und auch jeder anderen Menschengruppe, die sich den Hass der Nazis zugezogen hat, weil sie nicht in ihre Welt passt –, zu zeigen, dass man sie mit den Hetzern nicht alleine lässt. Insofern war es ein schönes und wichtiges Signal, als am 7. Dezember in Schönefeld 500 Menschen verhindert haben, dass die NPD die frisch eingezogenen Flüchtlinge durch ihre schiere physische Anwesenheit bedroht.

Doch es ist nicht das kleine Häuflein an ideologisch gefestigten und parteilich organisierten Nazis, so unappetitlich die auch sind, das Sorge bereitet. Es sind vielmehr diejenigen Bürger der Stadt, die ihrer Angst- und Hasskampagne auf den Leim gehen. Menschen, die sich selbst als Opfer sehen, obwohl ihnen nichts weiter abverlangt wird, als Menschen anderer Herkunft oder Konfession mit der zivilisierten Indifferenz der Großstadt zu begegnen. Und die dann in vermeintlicher Notwehr umso enthemmter losschlagen – oder, was noch häufiger passiert, Aggressionen gegen die vermeintlich »Fremden« mehr oder weniger stillschweigend dulden. Leute, die den Schweinekopf-Anschlag für eine legitime Reaktion auf die angebliche Islamisierung von Gohlis halten. Das sind keine ideologisch gefestigten Nazis, keine politischen Aktivisten, sondern ganz normale Menschen, die sich selbst vielleicht als konservativ, liberal oder gar links beschreiben würden, die die NPD vermutlich ablehnen und doch ein riesiges Bündel rassistischer Ressentiments mit sich herumschleppen. Die ernsthaft der Überzeugung sind, dass sich ihr Leben nachteilig verändert, wenn in ihrer Nachbarschaft Muslime beten oder Flüchtlinge ein temporäres Zuhause finden. Und die dann zutiefst beleidigt sind und sich diffamiert fühlen, wenn man ihren Rassismus auch Rassismus nennt. Davon gibt es leider sehr viele. In dieser Opferkonstruktion kann man den Rassismus der Mitte der Gesellschaft, von dem man so viel liest, live und in Aktion beobachten.

Da geht dann auch ganz nebenbei jeglicher Sinn für Relationen verloren: Hier suchen Menschen Schutz, die Krieg und Folter erlebt haben, die ihr Zuhause und oft genug auch Familienmitglieder und Freunde verloren haben. Und dann gibt es Leute, die im vertrauten Komfort ihrer beschaulichen Reihenhaussiedlung in Leipzig der felsenfesten Überzeugung sind, hier die eigentlichen Opfer zu sein, weil die Verwaltung sie angeblich zwei Wochen zu spät über eine Notunterkunft in ihrem Viertel informiert hat.

Hinter der Angst steckt Rassismus

Wer hier einfach nur fordert, man müsse die Sorgen und Ängste der Anwohner ernst nehmen, wie es die CDU tut, der springt viel zu kurz. Schlimmer noch: Er verharmlost damit – ob absichtlich oder nicht – den Rassismus, der zumeist hinter diesen Ängsten steht. Doch gerade den gilt es besonders ernst zu nehmen und nach Kräften zu bekämpfen.

Klar ist nicht jeder Einwand, den man gegen eine Flüchtlingsunterkunft haben kann, gleich rassistisch. Alte Schulgebäude sind meist eher weniger geeignet, um viele Menschen adäquat zu beherbergen, und oft sind die Zustände in diesen Unterkünften – etwa in der Torgauer Straße – schlicht nicht zumutbar. Und sicher kann man auch kritische Fragen zur Bedarfsplanung und zur Kommunikationsstrategie der Stadt haben. Doch die meisten Argumente, die dieser Opferkonstruktion zugrunde liegen, sind glattweg rassistisch. Wenn Eltern mobil machen, weil eine Unterkunft für Asylbewerber – wie etwa die in Schönefeld – in direkter Nachbarschaft zu einer Schule entsteht, steckt darin die Annahme, dass sich Flüchtlinge durch ihre schiere Anwesen- heit nachteilig auf Kinder auswirken. Das Argument, dass Asylbewerber nur wegen der Sozialleistungen hierherkommen, und nicht etwa, weil sie verfolgt werden, unterstellt ihnen Faulheit und Betrug. Und die Angst vor einem Anstieg der Kriminalität im Umfeld solcher Unterkünfte impliziert, dass deren Bewohner krimineller sind als andere Bevölkerungsgruppen. Dafür gibt es allerdings keinen statistischen Beleg. Kurz: Die Flüchtlinge werden nicht als individuelle Menschen wahrgenommen. Stattdessen werden sie zu einer Gruppe zusammengefasst und dieser Gruppe allein aufgrund ihrer Herkunft (nicht aus Deutschland oder dem »guten« Ausland wie zum Beispiel Schweden) negative Eigenschaften zugesprochen. Das ist die Definition von Rassismus.

Zur Erinnerung: Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht

Wenn die Unterkunftsgegner »Wir sind das Volk« schreien und Andersdenkende »Volksverräter« nennen, dann wollen sie nicht nur ihrer Forderung gegen »die da oben«, die sie angeblich schlecht behandeln, Nachdruck verleihen, sie wollen all jene ausschließen, die nicht in ihre Vorstellung eines homogenen Volkes passen. Dazu gehört auch die Forderung, dass die Stadt erst jedes Problem der deutschen Mehrheitsbevölkerung zu lösen habe, bevor sie über die Hilfe für Nichtdeutsche überhaupt nachdenken darf. Zur Erinnerung: Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht. Und viele der Flüchtlinge sind deshalb hier, weil sie in ihrer Heimat für Bürgerrechte gekämpft haben.

Wenn man also die Anwohner wirklich ernst nehmen will, dann muss man ihnen geradehe- raus sagen, dass ihre Ängste und Sorgen auf Vorurteilen basieren, die im Kern rassistisch sind. Dabei geht es nicht darum, zu suggerieren, dass jeder, der schon mal auf so ein Klischee hereingefallen ist, ein Unmensch ist und jeden hasst, der anders ist als er. Fakt ist, dass rassistische Vorstellungen tief in unsere Gesellschaft und Kultur eingebettet sind und es großer und dauerhafter Anstrengungen bedarf, um sie loszuwerden. Zur Abwechslung könnte man ja auch all jenen, die jeden Tag Rassismus erleben müssen, zuhören und deren Sorgen ernst nehmen.

Staat lässt keine Normalität zu

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Art und Weise, wie dieser Staat mit Asylbewerbern umgeht, den Abbau von Vorurteilen eher behindert als befördert. Die Unterbringung in Mas- senunterkünften ist, genau wie das Arbeitsverbot und die sogenannte Residenzpflicht, nicht nur unwürdig, sondern schafft zusätzliche Probleme. Sie isoliert die Flüchtlinge, sperrt sie hinter Zäune, verdammt sie zur Untätigkeit und verhindert genau das, was so bitter notwendig wäre: Normalität. Eine Normalität, in der sich Anwohner und Flüchtlinge unbelastet auf Augenhöhe begegnen und kennenlernen können.

Es geht also darum, mit jener Mehrheit ins Gespräch zu kommen, die ihre Vorurteile überdenken kann und will, und ihr klarzumachen, dass sie sich vor etwas fürchtet, das gar nicht existiert. Und dass niemand weniger hat, wenn in dieser Stadt Flüchtlingen geholfen wird – im Gegenteil. Es geht aber auch darum, der unbelehrbaren Minderheit sehr deutlich zu machen, dass Rassismus inakzeptabel ist. Das ist mühselige Kleinarbeit, hier ist wirklich jeder Einzelne gefragt. Denn erstens kann man den Nazis nicht das Feld überlassen und zweitens ist eine Unterkunft in einem Stadtteil, in dem die Stimmung derart feindselig ist, eine Zumutung für jeden Flüchtling. Deshalb verdienen die zahlreichen Hilfsangebote und Willkommensgrüße für die Asylbewerber, die durch die Bürger organisiert wurden, eine breite Unterstützung durch die Stadtgesellschaft.

Am 13. Dezember haben Vertreter von Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Verbänden eine Flüchtlingsresolution verabschiedet, die genau das um Ziel hat. Bei dieser Gelegenheit sagte der OBM: »Leipzig ist weltoffen und tolerant.« Das stimmt aber nur, wenn wir dafür sorgen.

Dieser Text erschien in der Januar-Ausgabe des kreuzer.

Interview mit Sozialdezernent Thomas Fabian über die Unterbringung von Flüchtlingen in Leipzig und die sehr emotional geführte Debatte: http://kreuzer-leipzig.de/2014/01/22/erschreckende-reaktionen/

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Dein Kommentar

5 Kommentare

  1. Thomas Melchior | 25. Januar 2014 | um 19:27 Uhr

    „Unwillkürlich zieht man den Kopf ein, sinkt tiefer in seinen Stuhl und meint zu begreifen, wie Pogrome entstehen.“

    Jap, so ging es mir auch an jenem Abend.
    Wer ein Gefühl dafür bekommen will, „wie Auschwitz sich inmitten von einigermaßen gesitteten und harmlosen Menschen hat abspielen können.“ (Theodor W. Adorno), dem sei dringend ein Besuch bei einer solchen „Informationsveranstaltung“ empfohlen.
    Reinste Pogromstimmung garantiert.

  2. Wissen ole! | 28. Januar 2014 | um 05:07 Uhr

    Hallo,

    @Veyder-Malberg

    Leider stellen Sie die Dinge z. T. falsch dar, ob aus Unwissenheit oder mit Absicht kann ich von hier aus nicht beurteilen.

    Ich greife um es halbwegs kurz zu machen und mich im Falle einer Nichtveröffentlichung nicht zu sehr zu sehr zu ärgern 2 Dinge heraus.

    Sie schreiben von Hass, ich hingegen könnte mir vorstellen das der ein oder die andere sich besser im Islam und in den islamischen Staaten auskennt als Sie.
    Z. B. sind innerhalb der letzten 10 Jahre rd. 1 Million Christen, von rd. 1,5 Mill., also 2/3 aus dem Irak vertrieben worden. Die Verursacher waren keine Hindus, Buddhisten oder Juden. Nein, auch nicht die Anhänger des fliegenden Spaghettimonsters.
    Weltweit werden Christen von NichtHindus, NichtBuddhisten und NichtJuden verfolgt. Im open Doors Index steht zwar auf dem ersten Platz Nordkorea, aber dann kommen 12 islamische Staaten.
    Zufall?
    Der Islam ist die einzige Religion die die Tötung von Apostaten fordert und auch heute noch in 9 Staaten durchsetzt.
    Zufall?

    Einzelnachweise auf Nachfrage sonst wird es hier zu lang, dass liest dann keiner mehr.

    Von rd. 56 islamischen Staaten sind nur 3 leidlich demokratisch.
    Zufall?

    Nach dem HDI (ein Entwicklungsindex) liegt der erste islamische Staat bei Platz 30, der erste islamische Staat ohne Öl bei Platz 60.
    Zufall?

    Nb. Deutschland liegt auf Platz 6. Das bedeutet das wir abfallen wenn wir islamischer werden oder gar islamisiert sind.

    Es gibt so gut wie keine Spitzenuniversitäten in islamischen Ländern, außer eben, Sie ahnen es, es geht um Islam.
    Zufall?

    Selbst das kleine Deutschland mit rd. 80 Millionen Einwohnern hat ein mehrfaches an Nobelpreisen wie die gesamte islamische Welt mit heute 1,3 – 1,5 Milliarden.
    Zufall?

    Sie müssen es nicht verstehen, aber ich bin ähh skeptisch wenn Menschen in mein Land kommen die ein (Leit)Buch mitbringen in dem sie dazu aufgefordert werden mich zu unterwerfen und tributpflichtig zu machen. Und „natürlich“ sind wir minderwertig weil wir den falschen Glauben haben, oder noch schlimmer Agnostiker oder Atheisten sind.

    Wenn Sie meinen das ich ein „hassender“ klar, wenn man weiß wen man hassen muss hat der Tag Struktur (V. Pispers), „ahnungsloser“ , „islamophober“ (ja, krank bin ich auch) Ausländerfeind (klar, deswg. habe ich einige Länder auch islamische besucht). Dann lesen Sie halt das Interview mit Hamed Abdel-Samad in Spiegel online vom Juni 2013. Speziell seine Aussage über den Islam.

    Der Mann ist: Ägypter, Muslim, Sohn eines Imam, Historiker und Politologe (zuletzt München). Hafiz ist er auch auch.

    Das zum Thema Islam.

    Zu den „Flüchtlingen“:
    Ich bevorzuge den Ausdruck Asylbewerber – weil es sich meistens um Asylbewerber oder kurz (ich bekomme nicht nach Zeilen bezahlt) „Asylanten“ handelt.
    Nicht jeder Asylant musste vor politischer Verfolgung oder Folter fliehen.
    Asyl nach Art. 16 GG gibt es nur und ausschließlich bei politischer Verfolgung.
    Ich versuche es an einem Beispiel zu verdeutlichen:
    Die rd. 300 Menschen (alles Männer, alle aus Schwarzafrika) die letztes Jahr von Italien nach Hamburg reisen „durften“ gaben an vor dem libyschen Bürgerkrieg geflohen zu sein. Es war die Rede davon das sie In Boote gesetzt wurden.
    Nehmen wir das als Wahrheit an.
    Sie sind aber keine Libyer, richtig?!
    Sondern vermtl. Nigerianer, Ghanaer, Sierra-Leoner, Elfenbeinküste, Kamerun, Burkina Faso usw.
    Dort findet kein Bürgerkrieg statt, richtig?

    Das heißt diese Menschen könnten in ihre Heimatländer zurück ohne Schaden zu nehmen. Sollte eine politische Verfolgung gegeben sein müsste man das u. a. durch die Papiere prüfen. Ihre Identitäten wollen die allermeisten Lampedusaflüchtlinge (so der oft gebrauchte Ausdruck in der Presse) aber nicht preisgeben. Könnte es daran liegen das sie eine politische Verfolgung in ihren Heimatländern nicht glaubhaft machen können?
    Was meinen Sie Herr Veyder-Malberg?

    Daaaa fällt mir ein: Israel hat Lager gebaut und will relativ rasch 60.000 Schwarzafrikaner, meist Sudanesen, Äthiopier und Eritreer
    Illegale wieder abschieben. Dazu hat es mit Uganda ein Abkommen geschlossen (kurz: Geld gegen „Flüchtlinge“, Illegale wäre der richtige Begriff).
    Also in ein Land verbringen wo diese Menschen nicht herkommen.
    Saudi-Arabien hat es schon gemacht und zw. 50 – 70.000 Illegale (Sie dürfen sie auch Flüchtlinge nennen) nach Äthiopien zurückgeflogen.
    Auf Kosten der äthiopischen Regierung.

    Nächstes mal Zahlenlastiger und zum eher allgemein Rechtlichem.

    MfG.

    ps. T. Melchior
    Sieht man mal wieder das auch Philosophen Unsinn reden können. Auschwitz war im besetzten Polen und Twitter sowie Handykamera
    gab es noch nicht. Sie haben eh verloren —–> Godwins law.

  3. Lars | 29. Januar 2014 | um 13:19 Uhr

    Buh- Rufe sind angesichts des Themas schon sehr krass. Ich finde es eine Selbstverständlichkeit, Kriegsflüctlinge bei uns aufzunehmen. Gerade die Deutschen in ihrer Geschichte müssen sich doch noch daran erinnern, wie sie in Kriegszeiten mit ihrem Hab und Gut ausgewandert sind um dem Naziregime zu entkommen. Aber leider sind es jüngere Generationen, die jetzt jammern, weil sie überhaupt nicht wissen, was Krieg für die Menschen wirklich bedeutet. Wir in Deutschland fürchten nur um unser kleines Bisschen Wohlstand und teilen eben nicht gerne. Gastfreundschaft ist auch nicht die Stärke des Deutschen.
    Wenn dann auch noch Ausländer ohne triftigen Grund einreisen, nur um Sozialhilfe zu schmarotzen, erschweren sie gleichzeitig die Bedingungen für echte Flüchtlinge, die Tod und Folter entgehen wollen. Leider wirft man beide Arten von Asylbewerber in einen Topf. Die Politik sollte die Einreise für Wohlstandsflüchtlinge erschweren und für Kriegsflüchtlinge erleichtern. Meiner MEinung nach wäre es auch an den Deutschen Schulen Pflicht, die Kinder von Heute besser über das Thema Flüchtlinge aufzuklären und sie zu sensibilisieren, denn sie sind es, die in 20 Jahren bei einer solchen Versammlung sitzen.

  4. Onlineredaktion | 29. Januar 2014 | um 13:30 Uhr

    @Wissen ole

    In aller Kürze: In ihrer Argumentation verstehen sie Muslime bzw. Asylbewerber nicht als Einzelpersonen, sondern primär als Teil einer Gruppe. Diese Gruppe stellen sie erstens als homogen und zweitens als schlecht dar. Dabei ignorieren sie die enormen Unterschiede zwischen den Mitgliedern der jeweiligen Gruppe, entmenschlichen sie damit und werten sie ab. Das ist ein klassisch rassistisches Argumentationsmuster.

    Tatsächlich sind die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde in Leipzig weder für die Untaten der iranischen Machthaber noch für die Qualität der Hochschulen oder vermeintliche Entwicklungs- und Demokratiedefizite in der gesamten islamisch geprägten Welt verantwortlich, sondern nur für ihre eigenen Handlungen. Für die Asylbewerber, die hier in Leipzig Schutz suchen gilt dasselbe: Man kann ihnen nur ihre eigenen Taten zur Last legen, und nicht jene, die andere Menschen mit demselben rechtlichen Status begangen haben. Doch dafür muss man sich mit jedem Einzelnen beschäftigen – wie das in einem demokratischen Rechtsstaat nun mal üblich ist. Es ist übrigens weder illegal noch moralisch verwerflich, einen erfolglosen Asylantrag zu stellen. TVM

  5. Thomas Melchior | 1. Februar 2014 | um 18:57 Uhr

    @“Wissen ole!“

    Mit was für einer Ingoranz und Menschenverachtung Sie sich hier zum Thema Holocaust äußern ist unerträglich.
    Als wäre Auschwitz ein isoliertes Ereignis gewesen, das weder von deutschen Tätern aufgebaut und durchgeführt, noch von deutschen Tätern totgeschwiegen und toleriert wurde.
    Die Gegner des NS Regimes wußten sehr zeitig über die Absichten der Nazis und später über die Deportationen und den Massenmord bescheid.
    Genauso die „Nicht-Arier“ in den besetzten Gebieten.
    Und die Schwäbische Hausfrau von damals soll nichts gewußt haben ?
    Was Sie verbreiten ist keine anders geartete Meinung sondern reine Propaganda.