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Nazis in der Erlebnisscheune

Der »Europa-Kongress« der NPD-Jugend tagt statt im Großraum Leipzig im Ilmkreis

Um Größenwahn waren Nazis noch nie verlegen. Selbst jedes zufällige Zusammentreffen von drei Hanseln nennen sie noch großspurig »Demonstration«. Und wenn sie fürs Pflegen von in breiten Bevölkerungsteilen kursierenden Vorurteilen von Schönefeld bis Schneeberg beklatscht werden, meinen sie gleich eine »nationale Erhebung« zu erspähen. Am Samstag (22.3.) nun will die JN, die Jugendorganisation der NPD, einen Konvent der europäischen Rechten veranstalten.

Protzig wurde diese Art Thingspiel, das die Harmonie am rechten Rand symbolisieren soll, für den »Großraum Leipzig« angekündigt. Denn klar: Immer wenn in Deutschland neonazistische Organisationen für urbane Zentren mobilisieren, bekommen sie mehr Zulauf, als wenn für Orte wie die »Erlebnisscheune« Kirchheim geworben wird. Dort wird aber nun das Treffen am Samstag stattfinden, wie antifaschistische Recherchegruppen vor ein paar Tagen herausfanden. Laut Taz werden unter anderem Nick Griffin, Kopf der British National Party, die Partei der Schweden und die Goldene Morgenröte aus Griechenland im Ilmkreis-Ort aufschlagen. Die ursprünglich erwarteten Vertreter der ukrainischen Rechten – die Swoboda-Partei und der Rechte Sektor – haben abgesagt. Verschiedene Gruppen rufen zum Protest gegen den Kongress auf. Auch aus Leipzig wird nach Kirchheim mobilisiert, soll ein Bus fahren, um die Nazis hinter die Ficht zu führen, wie der Blog www.fackelnaus.noblogs.org informiert.

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