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Der Frühjahrsrundgang lockt in Spinnerei und Tapetenwerk. Ein selektiver Vorgeschmack

Rundgang-Einladung. Foto: Niels A. Petersen Größeres Bild

Sommer, Sonne, Schlendrian: Mit dieser kleinen Orientierungshilfe meistern Sie den anstehenden Ausstellungsparcours, können ganz ruhig bleiben und mehr als Schönwettermalerei in Augenschein nehmen. Folgen Sie einfach dem Elefanten.

Die Karte zum diesjährigen Frühjahrsrundgang der Spinnerei lädt mit Sonne und Schlendrian ein. Junge Leute genießen den Müßiggang, weit weg von Kunst und trinken, rauchen oder sonnen sich. So könnte ein Wochenende aussehen, aber nicht beim Rundgang, für den noch kühle Temperaturen gemeldet werden. Aber auch das wird die Menschen nicht abhalten, um das Gebotene zu konsumieren.

Das Wochenende beginnt vor dem Samstag auf der Spinnerei bereits am Freitag um 17 Uhr. Dann lädt das Tapetenwerk zum »Tapetenwerkfest 15.0.« ein. Bis Sonntag ist dort einiges zu sehen – unter anderem die Ausstellung »be calm« mit Arbeiten von Selma van Panhuis, Katharina Schilling und Maria Schumacher.

Am Samstag eröffnen dann um 11 Uhr die Galerien ihre Räume, um in der Hauptsache Leipziger Künstler und vor allem Malerei zu zeigen. So sind bei Jochen Hempel Peter Krauskopf, bei Kleindienst Steve Viezens, im Laden Für Nichts Sebastian Gögel, bei Josef Filipp Rayk Goetze zu sehen. Ob es sich dabei um Schönwetter-Malerei handelt, lässt sich nach dem Samstag sagen.

Mit Jörg Herold zeigt Eigen+Art ihren ältesten Künstler, der noch an Bord ist. Seit 1985 stellt Herold in der Galerie aus und seit frühster Zeit steht dabei die Recherche von historischen Zusammenhängen, die er wiederum immer auch an seine eigene Person bindet. Die Wendezeit überbrückte er mit der Figur des Kaspar Hauser, dem der »Dokumentararchäologe« folgte. Im Rahmen dessen ist Herold nun »auf der Suche nach dem Himmelreich der Schlesier«. Die Preisträgerausstellung der 20. Leipziger Jahresausstellung trägt den Titel »Folge der Linie bis zum Elefanten« und Linien wird es zur genüge in den Arbeiten von Bastian Muhr bei b2 zu sehen geben.

Fotografie zeigen archiv massiv mit Edgar Leciejewski und Emanuel Mathias sowie ASPN mit »Notes on Beijing« von Arthur Zalewski. Im Archiv massiv ist zudem schon ein Vorgeschmack auf das nächste fstop im Juni zu finden.

Die Halle 14 wartet mit einer Gruppenausstellung zu Humor in der Kunst auf. Die Eröffnung findet am Samstag um 14.14 Uhr statt. Eine Führung mit Frank Motz und den Künstlern ist für 16 Uhr angekündigt. Schon etwas früher sind die Open Studios in der ersten Etage der Halle 14 geöffnet. Um 13 Uhr findet anlässlich der Kooperation mit der Künstlerresidenz Hospitalfield Arts ein Empfang statt. Die erste Stipendiatin – Delia Baillie – zeigt zudem Arbeiten, die in den letzten Wochen hier entstanden.

Mit Nina Kopp aus Amsterdam und Nam Jinu aus Seoul stellen zwei weitere Stipendiaten aus. Ebenfalls auf dieser Etage ist Stefan Hurtigs »Challenge – a room that« zu sehen. Und einmal in der ersten Etage liegt die Pilotenküche sowieso auf dem Weg, deren Präsentation steht unter dem Titel »Love in 6 Positions«. Ein Kontrastprogramm bildet ein Stockwerk darüber die Gruppenausstellung »War Gamez«.

LIA wiederum stellt mit »Time Travel« die Positionen der aktuellen Stipendiaten vor. Gestartet wird am Samstag um 15 Uhr mit einer Performance der slowenischen Künstlerin Mateja. Wer es bisher noch nicht schaffte, sollte sich in der Werkschauhalle »NSK: Past – Present – Future. 1984 – 2014 – 2045« anschauen. Danach weiß man, was eine Zeitreise ist. Und ein Blick nach Berlin sei auch erlaubt. Dort feiert sich das Gallery Weekend im zehnten Jahr. Ab Freitagabend präsentieren dort über 50 Galerien Neues und Altes, was hier eher weniger zu sehen ist.

http://www.spinnerei.de, http://www.tapetenwerk.de, http://www.gallery-weekend-berlin.de

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