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Ball der gescheiterten Existenz

Nur ein Leutzscher ist ein Pleitier? SG Sachsen Leipzig meldet am Montag Insolvenz an

Symbolbild: SG Sachsen im Aus? Foto: Tobias Prüwer Größeres Bild

Es kam nicht ganz überraschend, den Zeitpunkt hatten viele aber später vermutet. Nach wenigen Wochen der Bücherprüfung sieht der neue Vorstand der SG Sachsen Leipzig keine andere Möglichkeit als den Gang zum Amtsgericht.

»Leutzscher rückt zusammen!«: Unter diesem Motto sollte das Sonntagspiel der Sportgemeinschaft Sachsen Leipzig stehen. In schlechten Zeiten rückt man eben zusammen, spart durch Sperrung einiger Stadionteile für Besucher eine Stange Security-Kosten und schnallt auch ansonsten den Gürtel enger. Das scheint nun nicht mehr auszureichen, um die prekäre Finanzsituation des Vereins, der neben einer Fußballabteilung auch über eine Kegelsektion verfügt. Am Sonntag teilte der Vorstand der SG Sachsen mit, dass es nicht gelungen sei, »eine belastbare Vermögensbilanz des Vereines zu erstellen. Deshalb können wir keine weitere Prognose zur Entwicklung der Zahlungsfähigkeit« abgeben.

Erst seit Anfang April agieren Fred Krabbes und Frank Weser als neue Vorstände und sollten die finanzielle Basis und Möglichkeiten der SG Sachsen prüfen. Wenige Wochen scheinen ausgereicht zu haben, um kein Licht am Ende des Tunnels zu entdecken. Daher werden die beiden am Montag, den 5. Mai, beim Amtsgericht Insolvenz anmelden. »Die Ursachen sind vielfältig«, heißt es. Sie »liegen in der Hauptsache aber im Fehlen von nicht übergebenen Unterlagen. Es ist uns leider nicht möglich, die derzeitige Finanzsituation abschließend einzuschätzen. Weitere Prognosen über den Fortgang können wir erst mit den weiteren Entscheidungen des einzusetzenden Verwalters treffen.«

http://www.sachsen-leipzig.com

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