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Day Of The Month

Am 10. November spielen vier grandiose Bands gleichzeitig – eine Entscheidungshilfe

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Es gibt Tage, da weiß man nicht, was soll man tun. Wohin mit sich? Der 10. November ist so einer. Einer, wo keine Zeit bleibt für das heimelige Hegen und Pflegen der Novemberdepression, sondern die Dringlichkeit besteht, das Haus zu verlassen. Als Allererstes würde man am liebsten alle Booker, Clubbetreiber und sonstige Verantwortliche an einen Tisch holen, um raufzuhauen: Wie konnte das passieren, dass vier grandiose Bands zur selben Zeit in der Stadt spielen? Jetzt muss er sich also entscheiden, der geschätzte Konzertgänger – und ebenso die -gängerin. Wir fassen die Optionen zusammen:

 

Soll es Bianca Casady sein?

Wer? Die eine Hälfte von CocoRosie mit ihrem neuen Soloprojekt

Was kann man da erwarten? Musiker, die sich The C.I.A. nennen. Ein paar Schwarz-Weiß-Videos von Sturm auf Feldern und traurig geschminkten Menschen in Dachzimmern auf großer Leinwand in bestem Ambiente zeigen. Einen Tänzer, der ihre surrealen Songs performt. Ein Wunderland der Konzert-Perfomance.

Style: Basecap und Cabaret-Schminke

Für Freunde von ungestimmten Pianos, verstaubten Schreibmaschinen und Stapeln von Gedichten.

10.11., 21 Uhr, UT Connewitz

 

Sollen es Kitty, Daisy & Lewis sein?

kittydaisylewisWer? Die drei Geschwister Dunham

Was kann man erwarten? Swing und Country wie in den vierziger Jahren, nur lustiger. Guten alten Rock’n’Roll wie in den fünfziger Jahren, nur schicker. Stimmung wie in den sechziger Jahren, nur dreckiger. Wechselnde Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre, Ukulele, Kontrabass, Posaune, Akkordeon, Mundharmonika.

Style: Pettycoat, Anzug, gegelte Haare, rote Lippen

Für Freunde von Whiskey, Leichen im Kofferwagen und »Honululu Rock’n’Roll«.

10.11., 20.30 Uhr, Täubchenthal

 

Sollen es Calexico sein?

calexico_2015Wer? Die »Frankensteins der Instrumente«, die fortwährend neue Instrumente entdecken

Was kann man erwarten? Desert-Rock und Folk. Mundharmonika, Mariachi-Trompeten und Marimbas. Gastmusiker von Iron & Wine bis Band Of Horses. Einflüsse für und von The Notwist, Eric Burdon und den »Herr Lehmann«-Soundtrack.

Style: Karo-Hemd und Jeans

Für Freunde von Kalifornien und Mexiko und der Überwindung dieser Grenze.

10.11., 21 Uhr, Werk 2

 

Sollen es Girls Names sein?

girlsnamesWer? Vier Nordirländer, von denen eine Person einen Mädchennamen (Claire) trägt

Was kann man erwarten? Düstere Zeilen wie »Your nihilism runs through these veins« oder »I hate you all. You and your friends are no friends of mine«. Gitarren und Synthies und die Erinnerung an Ian Curtis.

Style: Alles schwarz

Für Freunde von italienischem Futurismus, russischem Konstruktivismus und das Berlin der Neubauten und Bowie.

10.11., 23 Uhr, Ilses Erika (Tipp: Die fangen an, wenn die anderen schon aufhören)

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