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Editorial 06/2016

Das neue Heft ist da!

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An dieser Stelle veröffentlichen wir das Editorial der Juni-Ausgabe des kreuzer. Chefredakteur Andreas Raabe berichtet, was es im neuen Heft zu lesen gibt.

Als sich im Frühjahr 1991 ein paar Verrückte zusammentaten, um aus der monatlichen Kulturbeilage der Leipziger Wochenzeitung DAZ (Die andere Zeitung) ein selbstständiges Stadt- und Kulturmagazin zu machen, waren sie sich darüber vollkommen im Klaren, dass es wohl eher ein Leidmedium, denn ein Leitmedium werden würde – zumindest ökonomisch. Trotzdem wurde aus der Kulturbeilage Connewitzer Kreuzer der kreuzer, den Sie kennen. Der Name unseres Magazins leitet sich übrigens vom Connewitzer Kreuz ab, in dessen Nähe sich die ersten Redaktionsräume befanden. Tja, 25 Jahre ist der kreuzer nun alt, das ist ganz schön erwachsen. Es gibt eine kleine, feine Geburtstagsdisko am 25. Juni in der Ilses Erika, an den Plattentellern legt das Uwe DJ Team Hits, Pops und Grenzwertiges aus den letzten 25 Jahren auf.

Gibt es eigentlich jemanden, der mit dem kreuzer verheiratet ist? Also, klar, blöde Frage, ich weiß. Aber ich meine so einen wie Verlagsgeschäftsführer Egbert Pietsch, der ja sogar sein Sonntagsfrühstücksei in der kreuzer-Redaktion einnimmt (es gibt hier den besseren Kaffee als zu Hause, sagt er)? Ist da draußen jemand unter Ihnen, werte Leserschaft, der oder die jeden kreuzer der letzten 25 Jahre gelesen und zu Hause gebunkert hat, immerhin 301 Hefte (inklusive diesem)? Die ersten fünf kreuzer-Supersilberhochzeitsfans, die sich melden und tatsächlich mindestens 98 Prozent aller kreuzer besitzen (sechs Hefte dürfen fehlen), bekommen ein Jahr lang den kreuzer gratis nach Hause geliefert: Zwölf Hefte mehr für die Sammlung, komplett und kostenlos! Und wer wirklich alle kreuzer hat, dem spendieren Geschäftsführer Pietsch und ich ein Tiptop-Frühstücksei mit dem vermutlich besten Coffee der Stadt in unseren lederbesesselten Verlagsräumen. Ich bin gespannt, schreiben Sie mir.

300 kreuzer-Hefte zu machen, heißt auch, ein paar gute Geschichten erzählt zu haben, wahre Geschichten, wohlgemerkt. Vielleicht gehört die Story der Familie Khalil dazu, deren Flucht aus Syrien nach Deutschland und schließlich Leipzig wir in unserem Titeltext erzählen. Wir waren auf sie aufmerksam geworden, weil beim F/Stop-Festival für Fotografie, das im Juni startet, eine Ausstellung mit ihren Handyfotos gezeigt wird. Mit Familie Khalil war das Erzählen einfach: Man musste nur zuhören und aufschreiben. Sogar die Struktur dessen, was die Khalils berichteten, folgte ziemlich genau einem der bekanntesten Grundgerüste des Geschichtenerzählens, der sogenannten »Heldenreise«. Gucken Sie das mal im Internet nach! Denn vielleicht ist alles auch nur eine Konstruktion des Erzählers oder besser gesagt: der medialen Aufarbeitung von Wirklichkeit. Auch darum geht es im Titeltext.

Ein Prosit auf die nächsten 25 Jahre!

Andreas Raabe

chefredaktion@kreuzer-leipzig.de

Was sonst noch im Heft steht:  Inhaltsverzeichnis, Monatstipps und Einblicke zeigt die Leseprobe unseres ePapers.

Justified & Ancient, 25 Jahre kreuzer: 25.6., 23 Uhr, Ilses Erika

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