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»In Leipzig kaufe ich Sushi-Zutaten«

Der Dessauer Dagobert über sein Album »Startopology« und das ganze Universum

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Der Albumname erinnert an Prince‘ (RIP) »Musicology«, und ebenso wie der ist Dagobert Howe Soundforscher, stets auf der Suche und überhaupt immer auf Achse. Berufsbezeichnung: Komponist, Songwriter und Sounddesigner. In Dessau betreibt er den Kreativ-Service audiostellar.com. An der FH, wo die Konzertreihe »zdf@bauhaus« produziert wird, ist er seit 2015 Lehrbeauftragter. Am 17. Juni ist »Startopology« auf Dominance Electricity erschienen, im Interview berichtet der Dagonaut aus den unendlichen Weiten seiner Welt.

kreuzer: In wenigen Jahren wollen einige Menschen mit einem »One way ticket« zum Mars fliegen – würdest du selbst gern dabei sein oder reicht es dir, denen deine Musik ins Raumschiff-(Auto-)Radio einzuspeisen?

DAGOBERT HOWE: Erstmal wünsche ich gutes Gelingen! Fantastisches Vorhaben. Ich dachte schon darüber nach, diese Chance zu nutzen und mich selbst zu bewerben. Dann aber dachte ich, wie es sein müsste, den blauen Punkt immer kleiner werden zu sehen, keinen Wald mehr riechen zu können und für eine ganze Weile auf Schokolade verzichten zu müssen – furchtbar! Diese Menschen, die das leisten werden, diesen Verzicht auf quasi alles (ist ja auch nicht ungefährlich) – die haben wohl dann doch mehr Eier als ich.
Nein, es genügt, wenn sie meine Space-Tales dabei hätten und einen dicken Electric-Boogie hinlegten in einer Cupula mit Blick auf unseren Nachbarn oder gar auf den Menschling-verwöhnenden Stern namens Sonne… Muss er nicht fantastisch aussehen, gekleidet im kalten Schwarz des Universums? Ich hoffe, meine nächsten Alben verkaufen sich so gut, dass ich mir einen Sitzplatz bei Virgin Galactic buchen und die bezaubernde Zerbrechlichkeit unseres Planeten mal kurz von außen bestaunen kann. Vielleicht sollte ich ein Crowdfunding-Projekt anmelden, bei dem ich in einer Cupula musizieren dürfte, Geräusche aufnähme, die Eindrücke vertonen und wieder mit auf den Planeten bringen würde.

kreuzer: Am 17. Juni ist deine neue Platte beim Dessauer Indielabel Dominance Electricity. Wie kam es dazu?

DAGOBERT: Yeah! Nun, endlich darf »Startopology« (Sternverkabelt) den Globus rocken und in die Weiten der Galaxis gefunkt werden! Ich warte schon sehr lange darauf. Die Tracks auf dem neuen Album sind entstanden wie immer, aus Lust und Laune und Liebe zu den Sternen – beeinflusst von derzeitigen Lieblingssounds, der Arbeitstemperatur meiner »Old Lady« (Akai MPC3000) und dem Angebot von Vst´s etc. … Meist drängt mich meine »innere Jukebox«, indem sie mir ständig einen Sound/eine Melodie in Dauerschleife vorbrabbelt, mich hinzusetzen und meine Finger walten zu lassen. In diesen überirdisch guten Momenten schließt sich eine Raumblase um mich herum, und man könnte vor mir stehen und schreien, dass die Bude brenne – ich wäre gar nicht da, sondern befände mich im Orbit und ballerte meine Soundkombination in Richtung »Terra Magica«. Im Ganzen geht es eigentlich bei meiner Musik um das Gefühl der Grenzenlosigkeit. Motor dafür ist mein täglicher Ausflug von der Dachterrasse in Richtung Weltall; via Teleskop oder einfach nur per Gedanken. Ich möchte eigentlich jedem dieses starke Gefühl vermitteln: »We are dancin´on the milky way!«. Eine Packung galaktische Gänsehaut, gepaart mit der gebündelten Strahlungskraft des Universums und 12 bar Dampf im Bassbereich sollten ‚meine Kopiloten‘ eigentlich in Richtung Schwerelosigkeit treiben. :)
»Startopology« ist eine Symbiose aus Breakbeat a la Electro, teils Oldschool, teils NuSchool, und »4 to the floor«-Beats mit sphärischen, tragenden Flächen und treibenden Arpeggiatoren-Loops.

kreuzer: Das Album ist wieder bei Dominance Electricity erschienen – wie läuft die Zusammenarbeit mit einem so hochspezialisierten Indielabel eigentlich in der Praxis ab? Stehst Du vor der Tür und meldest »Album fertig«?

DAGOBERT: Uhhh… die ganze Sache basiert ja eigentlich auf Freundschaft und ein Dagobert muss nicht an der Tür klingeln. Das müssen die anderen… Ich bin von Anfang an dabei, habe zum Beispiel Sbassship quasi mitentdeckt. Die Zusammenarbeit sieht eigentlich aus wie folgt: Ich klimpere durch den Orbit, speise das frisch entstandene Produkt in das Internet ein und Matthias Weise wackelt mit dem Kopf. Dann kommt ein Text via Skype, dort wird beschrieben, wie er rockt, wann es wohin kommt, dass ich es ja nicht vorher online stellen soll (was ich in Form von Snippets dann doch immer mache), und dann kommt es zum Mastering und Release. Weise ist ebenfalls außerirdisch angesiedelt, deshalb sind eine hohe Qualität der Sounds und Arrangements von Beats und Melodien, der Bezug auf Space, Sci-Fi und futuristischer Technologie Voraussetzungen für den Start seiner Aktivitäten.

kreuzer: Nach dem Album ist vor dem Album: du lässt dir viel Zeit zwischen den LP-Veröffentlichungen – wie erklärt sich das?

DAGOBERT: Eigentlich bin ich hyperproduktiv, einige meiner engsten Freunde aus dem Musikbiz nennen mich Machine. Ich spucke in Perioden von zwei bis vier Wochen täglich irgendwie einen Sound aus, entweder aus dem Electro-Topf, der New-Retro-Kiste oder der Filmmusik-Tüte. Wenn es nach mir ginge, könnte man alle drei Monate ein Release haben. Nur ist da auch die finanzielle und administrative Seite des Musikgeschäfts… eine Sache fällt mir wieder ein, weshalb so viel Pause entstand: Anthony Rother wollte sein neues Album bei »uns« releasen, es ging lange Zeit hin und her, bis er es dann doch bei sich releasdte. Releasdte – ist das richtig? Anyway, ich bin deutscher Sternenwanderer, also veröffentlichte.

kreuzer: Das Album ist wieder bei Rand Muzik in Leipzig gepresst worden – wie wichtig ist das Vinylformat für Dich?

DAGOBERT: Sehr wichtig! Seit mehr als 20 Jahren sammelte und spielte ich das schwarze Gold, genoss sehr das Gefühl, diese Scheiben wirbeln zu lassen, den Sound einfach anfassen zu können. Ich finde es auch dahingehend sehr wichtig, da eben nicht alle ein solches Fabrikat zu Stande bringen, und man sich somit auch etwas abheben kann von dem Schwarm Musikschaffender, welche die Erdbewohner zu spamen mit digitaler Soße. Klar muss man mit der Zeit gehen, und wir tun es ja ebenso. Ich spiele sogar mittlerweile auch meist von Konsole, da in den meisten Klubs kaum noch Turntables stehen. Die Zeiten, in denen man nur Vinyl spielen konnte, waren sehr gut, Du musstest etwas können, die Musik zu einem Teil von dir machen durch stetiges wirkliches Zuhören: Wo ist ein Break, wie weit kann ich es pitchen, wieviel Zeit bleibt zum Mixen etc… Wir waren noch nicht synch-button-, filter- und pre-mixing- verwöhnt ;)
Ich hoffe sehr, dass sich dieses Format noch lange hält. Der Sound einer Platte ist eben doch der wärmste, der Druck ist fett und die Frequenzen meist satt. Das drehen der Labels hat eine hypnotische Wirkung, der Geruch der »beclubten« Rillen ist einzigartig und das manchmalige Geritze an den Fingerkuppen durch Cover oder Inlay ist wie das Kraulen am Ohr für einen Hund. Nun, auch wenn alle Vinyls irgendwann von diesem Planeten verbannt sein sollten – eines fliegt gülden durchs Universum und wird hoffentlich ewig unsere Abhörtechnologie aufzeigen. Wer weiß, vielleicht kommen ja bald Bookinganfragen von Gliese oder ähnlichen erdverwandten Planeten, welche diese Technologie aufnahmen und dick drauf abgehen?!

kreuzer: Du bist viel unterwegs, warst gerade in München, Dessau ist Labelstandort und Geburtsort – wo bist du zu Hause?


DAGOBERT: Puuhhh… ich sage immer liebevoll »Kackestadt«, »Poo-City« oder »Shitville«, und wenn man mich fragt, wo das liegt, lautet die Antwort: Es ist die Hämorrhoide am A*****och von Sachsen-Anhalt. Klingt alles schlimmer, als ich es meine. Meine kleine, grüne Stadt Dessau ist oftmals recht langweilig und einfach gestrickt, was wiederum auch gut ist, denn man weiß, wo man hinzugehen hat, wenn es einem mies geht, man Hilfe braucht, wo man chillen kann, oder wo man hingeht, um Freude mit Freunden zu teilen. Diese kleine Stadt ist zudem der Motor meiner Musik! Ohne die ganze Beschränktheit in Sachen »Was brauche ich, was kann ich tun« wäre es mir vielleicht gar nicht möglich, mich stets und ständig an andere Orte zu träumen und die Musik als mein Reiseelement zu nutzen.
Ich war bis vor drei Jahren sehr viel unterwegs, spielte in Clubs in fast ganz Europa, in den USA, in Russland. Jetzt ist der Grund meiner Abwesenheit der Drang, in die Natur zu gehen, hiken, klettern, des Nächtens den Kopf in den Himmel zu strecken, ohne große Lichtverschmutzung frische Luft einzusaugen… Ich denke, es wird vielen widerfahren, man bestimmt mit der Zeit, was man will und braucht, legt dafür Parameter fest und bewegt sich in diesen, baut sie aus – so geschieht das auch mit dem Sound. Electro ist für mich ein toller Spielplatz zum Toben; jetzt kam noch Filmmusik dazu, in welcher ich mein Herz ausschütten kann, sein kann, wie ich will, alle Emotionen herausschreien kann und sie mit anderen teile. Das Ganze geschieht unter dem Alter Ego AUDIOSTELLAR. Schon der Name verrät, worum es hier geht. Und es kommt, wie es kommen muss: Diese beiden Genres werden miteinander verknüpft und kommen irgendwann in eure Ohren, zwei LPs sind quasi schon fertig und 1.436 werden noch folgen …

kreuzer: Was verbindet Dich mit Leipzig, außer, dass du in der Distillery und im Kitchen aufgetreten bist, an der Seite von Laurent Garnier und der DMX Krew?

DAGOBERT: Meine Jugend. Ich bin immer nach L.E. gefahren, habe Leute und Clubs genossen, badete mich in dem vorherrschenden Wachstum. Leipzig war für mich immer viel besser als z. B. Berlin. Ich hatte und habe tolle Zeiten dort, Bekanntschaften sowie Freunde. Ich fahre auch mal gern zum Shoppen hin, kaufe meine Sushi-Zutaten. 
Leider ist das Clubbing/Booking etwas eingeschlafen, dennoch: Leipzig rockt!

kreuzer: Du bist auch Lehrbeauftragter in Dessau, dort, wo immer die Konzertreihe »zdf@bauhaus« aufzeichnet wird. Wie kam es dazu?

DAGOBERT: Nun, ich bin, was ich bin – der bunte Hund der Stadt. Man kennt und schätzt mich als DJ und kreativen Kopf, und ich tue einiges für die Studenten an der FH. Dann kam der angenehm verrückte Prof. Klöckner auf mich zu und fragte, ob er meine Unterstützung für das Großprojekt 4D haben könne. Ich willigte ein und wir arbeiteten zusammen mit 19 (plus minus 2) Studenten an Visuals, basierend auf Processing, und brachten diese in Einklang mit Track-Sets, Sounddesign und Silence, und schrieben eine kleine, gewaltige Geschichte zum Thema Space.
Ich konnte dick mit meiner Kreativität und dem Erdbeerkuchen meiner Elfe (Langzeitfreundin Juliane) punkten.

kreuzer: Wenn du einem Außerirdischen begegnen würdest, welche drei Musikstücke würdest du ihm vorspielen?

DAGOBERT: Erst einmal müsste ich bei ihm die Gehörgänge ausmachen und dicke Kopfhörer draufkleben. Dann gibt es Frank Sinatra (Fly me to the moon), Todd Terje (Inspector Norse) und meinen neuesten Audiostellar-Track (NuWorlds) auf die Muscheln. Nebenbei würde ich ihm einen Stick mit Tracks von Daft Punk, HECQ und Nils Frahm in die Tasche schmuggeln.

kreuzer: Die Schublade »Electro« wird im Mainstream nicht mit dem Electro Funk Marke The Egyptian Lover aufgezogen, sondern eher mit Guetta und EDM-Schranz verbunden. Tut dir das weh?


DAGOBERT: Hmm… Ja/Nein. In manchen EDM-Tracks steckt schon eine Portion Electro, eben mit 4×4-Stampf, welcher den Sound an sich zu einer breiteren Masse spült, was wiederum gut für uns ist. Klar, die Krone für das Electro Empire hätten ganz andere verdient, und vielleicht auch das Taschengeld, um neue, futuristische Klangwelten zu finanzieren, aber es ist, wie es ist, und es ist okay für mich. Ich kenne meinen Platz, und der ist jenseits von Verkauf und Trend. Und er ist auch nicht mehr wirklich im Oldschool-Sektor angesiedelt. Ich weiß, ich werde jetzt einer Menge Leute Falten auf die Stirn jagen, aber ich fühle mich mit dem Genre kaum verbunden! Dagobert stand für Electro, und das war für mich damals schon immer zukunftsversierte Musik ohne Grenzen. Oldschool, wie der Name schon sagt, birgt für mich stagnierende Züge, du solltest am besten immer Bass, Bass, Bass reinhauen und Vocoder, dann noch eine tragende Oldschool-Analog-Synth-Fläche einbasteln und das Cover mit ´nem Achtziger-Jahre-Foto von Freunden beim Poplocking. Hmm – nix für mich. Dagobert wird nun MasterArp und schaufelt sich damit einige Grenzen frei, z. B. im Umgang mit Rhythmen, Ambience und Breaks. Wie der Name schon sagt, geht es hierbei viel um den Arpeggiator-Sound, welcher den Beat und die ‚Sphäric‘ trägt, den nötigen Drive gibt, um dir das Schwitzefett vom Unterarm zu raspeln und deine Gänsehaut freizulegen.

Generell darf meines Erachtens alles vermischt und betanzt werden, und dass sollte auch ohne Geringschätzung anderer Genre passieren. Man sollte sich mal hinsetzen und einen hörbaren, bzw. tanzbaren Track basteln. Dann muss man damit umgehen können, was es bedeutet, diesen zu veröffentlichen: Kritik, Spätzündung, schwache Verkaufszahlen, vielleicht Nichtbeachtung. Stunden deiner Zeit, literweise Herzblut fließen dort ein; die Kraft bzw. die Stärke, Gefühle zu zeigen. Das Ganze macht einen doch schon sehr verletzlich und angreifbar. Wenn man das mal zugelassen und erfahren hat – jenseits von dem Hochgelobe und Gefeiere-, wenn es funktionierte, urteilt man eben ganz anders. So, wie es sein sollte. Aber keine Bange: Auf „Startopology“ gibt es ausreichend Oldschool-Einflüsse, aber eben anders verpackt. Ich weiß von dem Glück, Fans weltweit zu haben und bei denen steht man eben auch in einer Pflicht! Sehr gern sogar, nur eben sollten sie mit dir und deinem Tun wachsen, um das Finale der Geschichte mitzuerleben. Auf diesem Weg nochmals Tausend-Sternen-Dank an meine Kopiloten!

kreuzer: Moses P. hat gegen Kraftwerk sozusagen ein »Grundrecht auf Samplen« erstritten. Wie schätzt du als produzierender Musiker dieses Urteil ein?

DAGOBERT: Oha, heikel. Moses ist ebenfalls Fan meiner Musik, was mich sehr freut. Er gibt mir somit das zurück, was ich damals gab, z. B. beim Leipziger Easy Auensee Konzert, als ich schreiend in der Masse stand und headbangte, dass mir der Wirsing glühte!
Ich finde es gut, das er so viel Energie und Beharrlichkeit investierte, um am Ende das Ja zum Klauen zubekommen. Klar lebt der Hiphop davon, klar kann man manche Dinge schon energetisch-soundtechnisch nicht nachspielen, klar möchte man die Lieblingssequenzen in Schleife hören und selbst interpretieren, nur bitte: Es muss eben auch gefragt werden, oder? Das birgt natürlich einen riesen Hussel, aber was ist denn mit Geistesgut von Ralf Hütter & Co, welche zudem noch Pioniere der neuzeitlichen Musik sind? Wie würde wohl ein Moses P. reagieren, wenn ich ihm ein Stück wegnähme und veröffentlichte, ohne zu fragen? Sampling ist nur dann gut, finde ich, wenn man es eben auch verstecken kann, den Vibe mitnimmt, ohne direkt Sachen zu vereinnahmen. Ein jeder tut das, es ist heutzutage fast schon unumgänglich, weil ja eben vieles auch schon da war, Sampling Libraries gibt es im Multitonnensegment, aber eben auch mit Lizenzen. Andersherum, warum bekommen wir den Arsch nicht voll von dem Herrn Lynn, weil wir stets und ständig seine Drum-Sounds verwursten? Ich wäre für eine zeitliche Beschränkung. Ist doch gut, wenn jemand deinen Sound so sehr mag, dass es ihn inspiriert, selbst noch etwas daraus zu machen und somit deinen Sound wieder in die Gehörgänge der Neuzeit-User schubst. Eben nur mal anfragen wäre eine feine Sache, wenn man dann veröffentlichen möchte.

kreuzer: Welche Kollabos würden Dich reizen? Kleine Auswahlhilfe: Jean-Michel Jarre, Kraftwerk, Tangerine Dream, Afrika Bambaataa, The Electric Beat Crew und Cybotron sind im Angebot – wen würdest Du bevorzugen und warum?

DAGOBERT: Ganz ehrlich? Keine von den oben Genannten. Klar würde ich gern die Geschichte von den ‚älteren‘ Musikmonstern hören, wie sie eben zu diesem Sound kamen etc… Aber es ist nicht die Sparte von Musik, welche mich durchrockt. Natürlich zolle ich höchsten Respekt eben jenen, auch sie sind Teil meines Werdegangs, ich habe zu EBC gewackelt wie bescheuert und bei Kraftwerk Konzis mir den Hals wund geschrien, aber wie schon erwähnt lege ich Wert auf derzeit trächtige sowie zukünftige freie Musik. Ich würde, mal abgesehen von deren Status, bei Daft Punk durchdrehen und abklappen, deren Weitsicht, Know-how und Präzision einsaugen und befruchten wollen. Kavinsky wäre noch eine Nummer, mit der ich gern ins Real*Electro-Genre reinknattern würde. Das sind eben auch außergewöhnliche Charaktere, mit denen du spielen kannst, ich selbst habe ja diesen LED Suit, in dem ich ab und an auftrete, und den Leuten eben einen Charakter biete, welcher spacig anmutet, um eben auch das volle Gefühl zu vermitteln. Todd Terje wäre auch ein Kandidat, ich denke, ich brauche ein wenig Disco, gepaart mit Electronica. Aber eigentlich brauche ich nur meine Freiheit im Kopf, ab und zu den Wink der Gegenwart, meine Sterne und Berge, die wohlige Nähe meiner Elfe, um genug Energie freizusetzen, die ganze Galaxis zu rocken. Wie wurde mal so schön komponiert? »Space is the place«!

kreuzer: Gibt es Auftritte zum neuen Album und was wirst du dabei live aufführen?

DAGOBERT:
Wenn es dazu kommen sollte, dass ich meinen L.I.S.S. (LightImpulseSpeederSuit) demnächst überstreife und Leute in die Schwerelosigkeit katapultieren darf, lasse ich es euch gern wissen. Dann gibt es Eigenproduziertes in unveröffentlichten Variationen, gepaart mit Bangern, welche eben mich rocken, um euch auf der Milchstraße tanzen zu lassen.
Dagonaut over.

Wir verlosen ein Vinyl-Album von Dagobert »Startopology«. Einfach eine Mail an online@kreuzer-leipzig.de schicken.

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