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Hochsommer

Die Kinostarts im Überblick und was sonst Filmisches in der Stadt geschieht

bigfriendlygiant Größeres Bild

Die Kinolandschaft der Stadt geht in die Sommerkino-Großoffensive:
Der Leipziger Verleih Weltkino hat sich mit einem guten Auge und einigem Verhandlungsgeschick auf den Festivals der Kinowelt auf dem Markt etabliert. Nach den Gewinnern von Cannes (»Deephan«) und Berlin (»Taxi Teheran«) bringen sie nächste Woche auch den diesjährigen Berlinalesieger »Seefeuer« in die Kinos. Da darf man sich auch mal selber feiern – mit einem Open Air am Bayerischen Bahnhof. Dort flimmern im Juli noch einmal Highlights aus dem Programm wie »Frank« oder »It Follows« über die Leinwand. Die Moritzbastei punktet derweil mit dem Prinzip »umsonst und draußen« und einer wirklich erstklassigen Filmauswahl, die neben einigen DEFA Klassikern mit »Brazil« auch einen absoluten Lieblingsfilm zu bieten hat. Weiterhin flimmern 2cl, Feinkost, Luru und Scheibenholz unterm Sternenhimmel.

Film der Woche: »Sophiechen und der Riese« ist der deutsche Titel des 1982 erschienenen Kinderbuchs von Roald Dahl (»Charlie und die Schokoladenfabrik«) und man darf mal wieder froh sein, dass sich der englische Originaltitel in die Kinoadaption gerettet hat. Die kommt von niemand geringerem als Steven Spielberg, jenem Kinomagier der Achtziger, der sich in den vergangenen Jahren vor allem erwachsenen Themen widmete. Doch »BFG: Big Friendly Giant«, wie auch die Vorlage des walisischen Autors heißt, hat offenbar seine Phantasie entfacht, mit der er einst Welten erschuf. Ein Hauch von Nostalgie durchweht seine Adaption und doch nutzt Spielberg modernstes Motion Capturing, um die Welt der Riesen zum Leben zu erwecken, in die das kleine Waisenmädchen Sophie stolpert. Der zunächst bedrohlich wirkende titelgebende Gigant entpuppt sich als liebenswerter Hüne, der neben seinen grobspurigen Artgenossen selbst als Zwerg erscheint. Doch gemeinsam legen sie der fiesen Bande, die nächtens kleine Kinder verspeist, das Handwerk.
Die Perfektion, mit der Computertechnik und Realwelt ineinandergreifen ist bahnbrechend, der Detailgrad des BFG schier unglaublich. Seine Seele erhält er aber erst durch das Schauspiel von Mark Rylance (»Bridge of Spies«), der eindrucksvoll beweist, dass CGI eben nicht dafür sorgt, dass seine Profession vom Aussterben bedroht ist. Auch wenn er im dritten Akt ein paar Längen offenbart und sich ein paar oberflächliche Scherze erlaubt, ist der freundliche Riese Kinomagie pur – so wie wir es uns vom Schöpfer von »E.T.« lange gewünscht haben.

»BFG: Big Friendly Giant«: ab 21.7., Cineplex, CineStar, Regina Palast

»Star Wars« oder »Star Trek«, das ist gewissermaßen die Gretchenfrage für Science-Fiction-Fans. Für J.J. Abrams stellt sie sich nicht: Er war der Regisseur beim erfolgreichen „Star Trek“-Reboot im Jahr 2009, inszenierte dann den neuen »Star Wars«-Film und zeichnet nun als Produzent für den dritten Einsatz der gerelaunchten Enterprise verantwortlich. Auf dem Regiestuhl nimmt Justin Lin Platz, der sich zuvor in der »Fast & Furious«-Franchise austoben durfte. »Star Trek Beyond« kommt pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des von Gene Roddenberrys erdachten Sci-Fi-Universum in die Kinos. Unendliche Weiten. Der Cast bleibt unverändert, »Beyond« lebt wie die beiden Vorgänger vom Zusammenspiel von Chris Pine als Capatin Kirk, Zachary Quinto als Mr. Spock, Karl Urban als Chefarzt McCoy oder Zoe Saldana als Lieutenant Uhura. Scotty-Darsteller Simon Pegg hat sich diesmal sogar als Drehbuchautor versucht und erzählt zusammen mit Doug Jung eine kurzweilige, actionreiche und stellenweise sehr witzig Geschichte. Lediglich der zentrale Konflikt gerät ein wenig uninspiriert und austauschbar: Ein Bösewicht bedroht die Föderation, die Enterprise bricht auf, um den Job zu erledigen. Im Weltall nichts Neues. Was als Rettungsmission beginnt, entwickelt sich schnell zu einem schier aussichtslosen Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, aber das ist ja gerade die Spezialität von Kirk und seiner Crew. »Star Trek Beyond« hat einige tolle Bilder zu bieten, etwa eine atemberaubende Raumstation der Föderation, gegen die Deep Space Nine ganz schön alt aussieht. Schicke Masken, Kostüme und Kulissen ergänzen die opulente Bilderwelt, in der Justin Lin seine rasante Action abfeuert. Das Tempo stimmt, der Plot nimmt schnell und überraschend Fahrt auf und hält die hohe Taktzahl bis zum Ende. Von den epischen Erzählungen aus dem »Star Wars«-Universum ist das neue Abenteuer der Enterprise weit entfernt. Aber so sind die »Star Trek«-Filme schon immer: auch Science statt bloß Fiction, pragmatisch statt episch, mit einem Fokus auf das fiktionale Universum – dieser positiven Utopie, die bei allem Optimismus eine viel plausiblere mögliche Zukunft als »Star Wars« zeigt. »Star Trek Beyond« ist unterhaltsames, zeitgemäßes Popcornkino, das sich seines großen Erbes bewusst ist. Und spätestens mit »Star Trek Beyond« ist das Ensemble auch etabliert in den großen, geradezu legendären Rollen. Die Fönfrisur bei Chris Pine sitzt akkurat wie einst bei Shatner, die bissigen Dialoge zwischen McCoy und Spock funktionieren auch mit Karl Urban und Zachary Quinto. Nur Anton Yelchin als Chekov werden wir leider nicht mehr erleben dürfen. Er starb Anfang des Jahres bei einem Autounfall. ALEXANDER PRAXL

»Star Trek Beyond«: ab 21.7., Cineplex, CineStar, Regina Palast

»The Assassin« taucht tief in die Ära der Tang-Dynastie ein. China, Mitte des 9. Jahrhunderts: Nie Yin-Niang kehrt aus dem Exil in ihre Heimat zurück. Als Kind von zehn Jahren wurde sie in ein Kloster verbannt, um sie aus den politischen Machtspielen rauszuhalten. Dort wurde sie von einer taoistischen Nonne in Martial Arts zu einer Attentäterin ausgebildet. Lautlos und mit tödlicher Präzision geht die mittlerweile erwachsene Frau ihrem Handwerk nach. Nun ist es an der Zeit, zurück zu kehren, mit einem Auftrag im Gepäck, der ihre moralische Standfestigkeit testen soll: sie soll ihren Cousin Tian Jian ermorden, den skrupellosen Gouverneur der größten militärischen Provinz im Norden Chinas. Doch die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit und den politischen Machtinteressen lässt sie zögern.
Mit »The Assassin« hat Hou Hsiao-Hsien seinen ersten Martial Arts Film gedreht, aber man sollte keinen klassischen Wuxia-Streifen erwarten. Er erzählt die shakespearehafte Geschichte aus Machtgier und Intrigen auf seine ganz eigene Art. In langen Einstellungen, die auch die Zwischenräume – den Alltag der Figuren in ihrer Zeit – nicht aussparen, mischt er poetisch langsame, atemberaubend bebilderte Sequenzen mit plötzlichen Ausbrüchen kunstvoll-präziser Kampfchoreographien. Ausführliche Kritik im aktuellen kreuzer.

»The Assassin«: 24., 26., 28.7., 1./2.8., Cinémathèque in der naTo

Flimmerzeit Juli 2016

 

Weitere Filmtermine der Woche

GlobaLE 2016

Let’s make money

»Let’s make money« folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird. Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert.

21.7., 20Uhr, Universität Leipzig, Campus-Innenhof, Universitätsstraße 1

A world – not ours

Der Regisseur Mahdi Fleifel zeigt das Leben dreier Generationen in Ain el-Helweh, einem palästinensischen Flüchtlingslager im Süd-Libanon, in dem er selbst aufgewachsen ist, bevor er mit seiner Familie nach Dubai und Europa zog.
Seit über 60 Jahren leben dort mehr als 70.000 Menschen auf einem Quadratkilometer zusammen. Der Regisseur verwendet unter anderem Videoaufnahmen seines Vaters aus den Achtziger- und Neunzigerjahren. In sensiblen, humorvollen Porträts werden Familie und Freunde mit ihren täglichen Konflikten geschildert. Ungewöhnlich schwerelos verorten dabei Archivbilder dieses filmische Tagebuch zwischen den politischen Ereignissen und beschreibt das Leben der Menschen vor Ort in sehr persönlicher, liebevoller und oft humorvoller Weise. Hieraus ergibt sich eine Studie einer staatenlosen Gemeinschaft mit starken Erinnerungen an ihr verlorenes Heimatland, in welcher junge Menschen wenig Zukunftsperspektive haben.

22.7., 20 Uhr, Cospudener See (östlicher Nordstrand)

Distopia::021

Der Film Distopia::021 des Filmkollektivs „Cidade Global“ zeigt den Protest und Widerstand gegen Gentrifizierungsprozesse und deren Folgen im Zuge der Fußballweltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016. Beispielhaft wird hier die Vertreibung ärmerer Bevölkerungsschichten in der Millionenmetropole Rio de Janeiro dokumentiert. Mit zeigen wir zwei weiteren Filmen aus unterschiedlichen Ländern zum Thema Gentrifizierung: „Si se puede“ (ES, 51 Min) über Zwangsräumungen in Spanien und „Miete essen Seele auf“ (BRD, 52 Min.) über nachbarschaftlich organisiserten Protest gegen Verdrängung am Kottbusser Tor in Berlin.

23.7., 20 Uhr, Cospudener See (östlicher Nordstrand)

Madiba – Das Vermächtnis des Nelson Mandela

Der Regisseur Khalo Matabane zeichnet in der Dokumentation aus dem Jahr 2013 ein facettenreiches Bild von Nelson Mandela. Sein lebenslanger Kampf gegen Rassismus, Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit machte ihn zu einem Symbol des antikolonialistischen und antiimperialistischen Befreiungskampfes. Über 27 Jahre saß er als politischer Gefangener des ehemaligen Apartheid-Regimes im Gefängnis. 1994 führte er den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) zu einem historischen Wahlerfolg und Südafrika in die Demokratie. Nach längerer Krankheit verstarb Mandela am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren. Millionen Menschen trauerten – nicht nur in Südafrika sondern weltweit. Auch zahlreiche Staatschefs der führenden Nationen, darunter Barack Obama und Angela Merkel kondolierten unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit. Eine sehr zweifelhafte Geste, hatten einst viele Staaten des Westens das Apartheid-Regime gestützt, später neoliberale Wirtschaftspolitiken und die weitere Einbindung Südafrikas in den Weltmarkt forciert. Matabane spricht im Film mit Weggefährten, Apartheid-Opfern, großen Intellektuellen und internationalen Politikern. Er versucht, den eigenen Jugendheld Mandela nicht eindimensional darzustellen, sondern ein vielseitiges Porträt mit allen Ecken und Kanten zu erstellen und Mandelas Botschaft von Freiheit, Vergebung und Versöhnung historisch und aktuell zu interpretieren.

27.7., 20 Uhr, Clara-Zetkin-Park (Wiese zwischen Glashaus und Sachsenbrücke)

Dicke Luft – Wenn Städte ersticken

Der Film geht der globalen Luftverschmutzung auf den Grund. 90% der Stadtbewohner atmen feinstaubbelastete Luft und sieben Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen der Luftverschmutzung. In China und Indien ist der gesundheitsgefährdende Smog mittlerweile ein Dauerzustand. Mast und Krebserkrankungen sind die Folge. Aber auch europäische Metropolen sind nicht frei von starker Luftverschmutzung und können die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation nicht einhalten. Der Film bespricht die gesundheitlichen Folgen und Umweltprobleme der zunehmenden Verschmutzung der Atmosphäre. Ansätze zur Luftreinhaltung gerade im urbanen Gebiet werden ebenfalls thematisiert.

28.7., 20 Uhr, Clara-Zetkin-Park (Wiese zwischen Glashaus und Sachsenbrücke)

 

Nordkorea im Focus … in der Kinobar Prager Frühling:

Im Strahl der Sonne
Vitaliy Manskiy entlarvt in seinem Dokumentarfilm die grotesken Fäden der Manipulation und wie Nordkoreas Selbstbild schon den Kindern eingetrichtert wird. Dabei sollte zunächst ein Propagandafilm entstehen, zu dem es niemals kam. Stattdessen bietet Manskiys Film, der seine Premiere beim DOK Leipzig feiert, einen einzigartigen Blick hinter die totalitäre Fassade.
22.7., 17 Uhr (auch 24.7., 21.30 Uhr, 2cl – Sommerkino auf Conne Island)

Hana, Dul, Sed – Eins, Zwei, Drei
Nur selten bekommen westliche Regisseure eine Drehgenehmigung für Nordkorea. Brigitte Weich gelang dieses Kunststück. Sie beleuchtet das Leben von vier Fußballerinnen unkritisch, liefert aber dennoch einen spannenden Blick in eine normalerweise hermetisch abgeschlossene Welt.
23.7., 17 Uhr

Camp 14: Total Control Zone
Die wahre Geschichte von Shin Dong-hyuk, der in einem Arbeitslager in Nordkorea aufwuchs. Er verriet Mutter und Bruder, später gelang ihm die Flucht. Komplizierter Film, auch über Wahrheit und Fiktion.
24.7., 20 Uhr

Meine Brüder und Schwestern im Norden
Die Regisseurin Sung Hyung Cho reist als erste südkoreanische Filmemacherin nach Nordkorea, um dort den Alltag festzuhalten.
24.7., 18 Uhr

 

Sommerkino:

Wiener Dog
Preview des neuen Film des Regie-Weirdos Todd Solondz (»Happiness«), die skurrile Lebensgeschichte einer Dackel-Hündin, die im Laufe des Films fünfmal den Besitzer wechselt. »Solondz’ Stärke ist der Blick für die destruktiven Folgen mangelnder Empathie«, schreibt Johannes Schade in der Augustausgabe des kreuzer.
22.7., 21.30 Uhr, Sommerkino auf der Feinkost

Wie im Himmel
Der weltberühmte Dirigent Daniel Dareus kehrt nach einem schweren Kollaps in sein schwedisches Heimatdorf zurück. Eigentlich wollte er sich von der Welt zurückziehen, doch als er das Amt des Kantors antritt, findet er über seine Leidenschaft für die Musik auch zu den Menschen zurück. Bewegendes Drama aus Schweden – Sommerkino im Garten
22.7., 21 Uhr, Pauluskirche Grünau

Das Leben des Brian
Wahrhaftig kultige Satire auf Bibelverfilmungen und das Leben Christi von der legendären britischen Komikertruppe Monty Python
25.7., 21.45 Uhr, Moritzbastei

Zwei schräge Vögel
Der letzte große Publikumserfolg einer DDR-Komödie wenige Monate vor der Wende 1989. Kabarettistisch angelegt, wirft der Film einen kritischen Blick auf die oft absurde Arbeitswelt des Landes. – Sommerkino
26.7., 21.45 Uhr, Moritzbastei

B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin
Spannende Dokumentation über Musik, Kunst und Chaos im wilden West-Berlin der achtziger Jahre. – Sommerkino
27.7., 21.45 Uhr, Moritzbastei

Brazil
Der Durchschnittstyp Sam Lowry wird zum Spielball der Bürokratie in einer vermeintlich fehlerlosen Gesellschaft. Terry Gilliams geniale Dystopie ist eine ätzende Satire auf den Zukunftsentwurf George Orwells, entstanden im Orwell-Jahr 1984. Ein Meisterwerk voll überbordender Fantasie.
28.7., 21.45 Uhr, Moritzbastei

Sicario
Der Kampf der USA gegen die Drogenkartelle, hart und schonungslos realistisch geschildert aus den Augen einer Frau. Die FBI-Agentin Kate Macer wird Teil einer Spezialeinheit im mexikanischen Grenzgebiet. In unerträglich spannenden Sequenzen schildert Denis Villeneuve (»Prisoners«) einen komplexen Konflikt.
28.7., 21 Uhr, Sommerkino im Scheibenholz

The Big Lebowski
Jeffrey Lebowski ist ein ewiger Hippie, dessen einzige Beschäftigung das Bowlingspielen ist. Als er eines Tages durch eine Verwechslung mit einem Multimillionär gleichen Namens Bekanntschaft mit ein paar unflätigen Kriminellen macht, wird der Dude sauer. Schließlich wurde unter anderem auf seinen Lieblingsteppich uriniert. Also fordert er von dem Multimillionär für das ihm getane Unrecht eine Ersatzleistung.
28.7., 21.30 Uhr, Open-Air-Kino in der Spinnerei

Napoleon Dynamite
Im ländlichen Idaho lebt der exzentrische Teenager Napoleon Dynamite. In der Schule ist er ein Außenseiter und zu Hause läufts auch nicht wirklich besser. Doch in dem neuen Schüler Pedro findet er einen Freund und Gleichgesinnten. Ein eigenwillig-lakonischer, fabelhaft pointierter Humor durchzieht dieses Panoptikum merkwürdiger Gestalten.
29.7., 21.30 Uhr, Open-Air-Kino in der Spinnerei

Frank
Der angehende Musiker Jon schließt sich der Band des exzentrischen Frank an. Dieser läuft permanent mit einem überdimensionalen Pappmaché-Kopf auf seinen Schultern rum. Auch sonst ist die Band mit Namen Soronprfbs nicht ganz ohne. Aber wenn sich jedoch die kreative Flamme entzündet, sind die fünf ein avantgardistischer Schmelztiegel mit einem genialen Frontmann und Gaga-Texten. In einem Landhaus mitten im pittoresken Nirgendwo führt Frank die Bandmitglieder mit seinem Perfektionismus an ihre Grenzen und zu ungeahnter Größe. Eine herrlich absurd-komische Musikkomödie.

23.7., 19.30 Uhr, Weltkino Open Air im Bayerischen Bahnhof

These Final Hours
In zwölf Stunden geht die Welt unter. Definitiv. James verlässt gerade seine Affäre, um dem Ende an einer Party mit seiner Freundin zu begegnen. Unterwegs durch eine verlassene australische Stadt, begegnet er einigen verwirrten Gestalten und rettet schliesslich das kleine Mädchen Rose vor zwei Männern, die sie als spätere Mahlzeit entführt haben.
25.7., 19.30 Uhr, Weltkino Open Air im Bayerischen Bahnhof

Junges Licht
Ein Sommer im Ruhrgebiet der 60er Jahre: Der Fortschritt der Republik wird hier produziert, mit Kohle und Stahl als Bausteine des Wirtschaftswunders. Der zwölfjährige Julian beobachtet hilft seiner Familie und beobachtet seine Umgebung genau und ist von der frühreifen Marusha fasziniert. An einem besonders heißen Tag ändert sich das Leben von Julian und seiner Familie.
26.7., 19.30 Uhr, Weltkino Open Air im Bayerischen Bahnhof

It follows

Stilvolle Verneigung vor den Horrorfilmen der Achtziger. In der Tradition von Carpenter und Craven zerlegt Regisseur und Autor David Robert Mitchell die zerfallene Vorstadt von Detroit. Hochspannend und mit einem fantastischen Soundtrack unterlegt.

27.7., 19.30 Uhr, Weltkino Open Air im Bayerischen Bahnhof

Out of the Forest – Stimmen aus dem Wald
Bewegende Dokumentation über die Menschen aus Ponar, wo während des Zweiten Weltkrieges hunderttausend Juden ermordet wurden. – einführender Vortrag und anschl. Diskussion mit Ekaterina Makhotina. Im Rahmen einer Reihe zu Filmen über den Holocaust.
28.7., 21.30 Uhr, 2cl – Sommerkino auf Conne Island

 

Shorts Attack
9 Filme in 90 Minuten zum Thema »Reisefieber«.
25.7., 20.30 Uhr, Kinobar Prager Frühling

The Big Country – Weites Land
Zwei Rancher leben seit Jahren in erbittertem Streit um die einzige Wasserstelle des Tals, bis sich der Ostküsten-Gentleman James McKay mutig zwischen die verfeindeten Parteien stellt. Doch obwohl er mit allen Mitteln um eine friedliche Lösung kämpft, ist auch er schließlich gezwungen, Farbe zu bekennen. William Wylers bildgewaltiger Klassiker gilt noch heute als einer der schönsten Filme des Genres. Ein episch breit entwickelter Western mit faszinierenden Landschaftsaufnahmen und hervorragenden Darstellern. – mit Einführung
25.7., 20 Uhr, Cinémathèque in der naTo (OmU)

Bolschoi Babylon
Die Dokumentation wirft nach dem Säure-Angriffs-Skandal des Jahres 2013 einen Blick hinter die Kulissen von Moskaus angesehenem Tanz-Theater.
23./24., 27.7., 19 Uhr, Passage Kinos

Maggie’s Plan
Preview der wundervoll-witzigen Indie-Ensemblekomödie um eine Frau in der Lebens- und Liebeskrise.
27.7., 19.45 Uhr, CineStar
29.7., 21.30 Uhr, Sommerkino auf der Feinkost

One Piece Film: Gold
Der 12. Film der Piraten Bande. Wieder einmal müssen Ruffy und seine Freibeuterkollegen die Welt retten.
27.7., 20 Uhr, CineStar (OmU)

Pornografie und Holocaust
Nach dem großen Erfolg des ersten pornografischen Taschenbuchs »Stalag 13«, das zur Zeit des Eichmann-Prozesses in Israel erschien, entwickelten sich die reißerischen Heftchen Anfang der sechziger Jahre zum Massenphänomen. Gleichzeitig waren diese Heftchen die erste öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust. – mit Einführung. Im Rahmen einer Reihe zu Filmen über den Holocaust.
27.7., 20 Uhr, Cinémathèque in der naTo

The Girl King
Kristina, die junge Königin von Schweden, muss sich gegen die Kräfte ihres Staates stellen, die den Fortschritt verhindern wollen. Historienfilm von Mika Kaurismäki.
27.7., 19.30 Uhr, Passage Kinos

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