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In der Landesliga der Frauen müssen die RB-Spiele erneut stattfinden

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Die Landesliga im Frauenfußball fängt ihre Saison noch einmal fast bei Null an, denn die Kritik an der RB-Frauenmannschaft und dem Sächsischen Fußballverband (SFV) trug nun erfolgreich Früchte. Die Spiele von RB sind hinfällig und müssen erneut ausgetragen werden.

Am Dienstag trafen sich die Vertreter der Landesliga und des SFV, um über die zahlreichen Proteste der letzten Woche gemeinsam zu beraten. Stellte sich der SFV vor wenigen Wochen gegenüber den vorgetragenen Argumenten noch taub, so lassen die nun verfassten Übereinkünfte die Konzentration auf das Fußballspiel wieder zu.

Nach einer Diskussion konnte sich auf folgende Punkte geeinigt werden:

Alle Mannschaften führen den Spielbetrieb fort.

RB verpflichtet sich, sieben Spielerinnen der Jahrgänge 1999 und jünger in der Startelf aufzustellen. Damit kommt die Mannschaft den Vorgaben der Nachwuchsförderung nach, die bei der Staffeltagung Anfang August erst zum Landesligastart führte. Dies hat zur Folge, dass alle bisherigen Liga- und Pokalspiele von RB neu ausgetragen und somit werden auch die sportrechtlichen Entscheidungen hinfällig werden. Der SFV gewährt Reisekosten und Aufwandsentschädigungen für die Spiele in einer Staffel mit 14 anstelle von 12 Mannschaften. Ein Runder Tisch soll die Kommunikation zwischen Vereinen und Verband befördern.

Die von den Vereinen vorgebrachten Kritikpunkte, die bisher noch keine Klärung erfuhren, werden vom SFV-Präsidium aufgeklärt und mögliche sportgerichtliche Entscheidungen beim nächsten Runden Tisch besprochen.

Das Ergebnis des Abends wurde von allen Seiten positiv aufgenommen. Bodo Lehnig vom Bischofswerdaer FV 08 erklärte: »Der Protest der Vereine richtet sich nicht gegen die Übernahme des Leistungszentrums durch RB Leipzig, gegen den Verein oder die zum Verein gewechselten Spielerinnen. Er richtet sich gegen die Verstöße der Statuten des SFV. Wir erwarten vom Verband, eine rückhaltlose Aufklärung der Vorgänge und die entsprechenden Konsequenzen, um dem Mädchen- und Frauenfußball in Sachsen wieder mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ein erster Schritt dazu wurde heute gemacht.«

Und wir erwarten die nächsten Schritte.

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