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Let’s Plays, aber Lo-Fi

Leigh Alexander widmet sich Spieleklassikern und alten Designformen

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Wenn man heute jemanden fragt, ob derjenige dieses oder jenes Spiel gespielt hat, kann durchaus die Antwort kommen: »Gespielt nicht, aber ich habe ein Let’s Play geschaut.« Dabei handelt es sich um Youtube-Videos, in denen Menschen Computerspiele zocken und das mehr oder minder professionell kommentieren.

In den meisten Fällen ist das ziemlich beknackt, in anderen durchaus unterhaltsam. Und alles steht und fällt mit dem Sujet. Leigh Alexander macht es richtig und spielt wichtige Titel. Dabei kann man noch was lernen, denn die Videos sind zur Hälfte geschichtliche Studien und Analysen, aber auch ursprüngliche Erinnerungen an überholte und verschwindende Spiel- und Design-Ideen.

Die virtuelle Realität ist nah, oder vielleicht auch schon da. Mit Datenbrillen und 3-D-Welten sterben aber auch die Asis nicht aus: Eva Wolfangel berichtet auf »Zeit Online« von digitalen Grapschern. Da sind auch selbstfahrende Autos nicht mehr weit. Um bessere Fahrer zu werden, spielen sie »GTA V«. Der Retronator erklärt indessen endlich mal, was der Unterschied zwischen Pixel und Voxel ist, E-Sports sind auf den Philippinen momentan der Renner. »Killscreen« stellt wichtige Frauen der Videospielindustrie vor.

Wer keinen Bock mehr auf den »Landwirtschaftssimulator« hat, kann im nächsten Jahr »Cattle and Crops« spielen. In Brandenburg finden Bauhaus und Minecraft zu einer Symbiose zusammen. Amy Hennig erklärt, was bei AAA-Titeln so alles schiefläuft. Ein ähnlicher Horror ist das Design von Augen sowie HBO’s Westworld.

Der Schnelldurchlauf: die vernachlässigte Geschichte der Computerspiele für Blinde, die verkannte Kraft des Scheiterns, der Speed-Trip »Thumper«, ein Besuch beim besten Tetris-Zocker der Welt und ein Gangbang im Kleinstadt-Idyll.

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