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Wasted Land

Stehaufmännchen

Oscar-Nominierung, Sundance-Auswahl, Publikumspreis der Berlinale sowie Amnesty International Film Award: der Preisregen gilt einem Dokumentarfilm, der den brasilianischen Star-Künstler Vik Muniz bei einem ungewöhnlichen Coup begleitet: Auf der weltweit größten Müllkippe, dem Jardim Gramacho von Rio de Janeiro, inszeniert Muniz Fotos mit dortigen Müllsammlern. Die sogenannten »Catadores« leben davon, den Abfall der Millionen-Metropole nach Recycling-Material zu durchwühlen. Der Ort des … weiterlesen

Utopia LTD

Punk‹s not dead

Wie Roboter sehen die drei Hamburger Jungs nicht aus. Der Name ihrer Band »1000 Robota« sei auch weniger eine Anspielung auf sie selbst als auf eine Masse ganz bestimmter Leute, die ihnen morgens in der U-Bahn entgegenkommt. »Wir wollen sagen: Hab bitte deine eigenen Ideen«, sagt Anton direkt und ungekünstelt in die Kamera. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist er ein … weiterlesen

Passione

Jukebox Neapel

John Turturro spukt den meisten wohl eher als Schauspieler im Gedächtnis herum. Vornehmlich in Filmen von den Coen-Brüdern (»Barton Fink«, 1991 oder »The Big Lebowski«, 1998) und Spike Lee (»Jungle Fever«) erschien er an der Bildoberfläche. Doch John Turturro macht auch eigene Filme. Nach seinem schrägen Musical »Romance & Cigarette« (2005) über den untreuen Arbeiter Nick präsentiert der amerikanische … weiterlesen

Joschka und Herr Fischer

Zeitreise

Während Gerhard Schröder in der Wahlnacht vom 27. September 1998 sein strahlendes Perlweißlächeln in die Fernsehkameras wirft, steht der zukünftige Außenminister blass und ernst daneben. »Mir war in der Wahlnacht überhaupt nicht lustig zumute«, sagt Joschka Fischer zwölf Jahre später. Er steht in einer großen Fabrikhalle. Auf gläsernen Projektionsflächen laufen in der Endlosschleife zusammenmontierte Archivaufnahmen, in denen 60 Jahre bundesrepublikanische … weiterlesen

Benda Bilili!

Kongo Social Club

Es war einmal ... Der Dokumentarfilm ist das wahre Märchen von Menschen, die ausgestoßen und vergessen Musik machen, um zu überleben. Und die mit ihren Rhythmen bis nach Europa gehört werden und damit sich und ihren Kindern eine Stimme geben. Fern von musikalischem Sozialkitsch nehmen die französischen Filmemacher Renaud Barret und Florent de La Tullaye kein Blatt vor die Linse. … weiterlesen

Barfuß auf Nacktschnecken

Poetische Verrücktheit

Obwohl das Bild, welches der Titel heraufbeschwört, eher eklig ist, weckt er doch lichte blau-gelbe Assoziationen vom Sommer mit grüner Wiese unter den Sohlen. Der französische, tatsächlich sonnige Film von Fabienne Berthaud führt einen auf eine ähnlich falsche Fährte. Denn Lily, Mädchen vom Lande, ist nicht nur impulsiv und seltsam alterslos, sondern scheint an einer Persönlichkeitsstörung zu leiden, die nach … weiterlesen

Auf brennender Erde

Puzzlespiel

Auf die erste Regiearbeit von Guillermo Arriaga durfte man gespannt sein. Schließlich hat der Mann die Drehbücher zu »Amores Perros«, »21 Gramm« und »Babel« geschrieben, die mit ihrer verschlungenen, multiperspektivischen Erzählweise das Gegenwartskino stark beeinflusst haben. Auch in seinem Regiedebüt »Auf brennender Erde« bleibt Arriaga seiner dramaturgischen Herangehensweise treu. Am Anfang steht mitten in der Wüste ein Wohnwagen in Flammen, … weiterlesen

An einem Samstag

Im nuklearen Bannkreis

»Wir konnten mit so einem Störfall nicht rechnen.« - Ereignisse sind nicht kalkulierbar, kommen immer unerwartet und man kann sich nur unzureichend auf sie vorbereiten. Katastrophen sind die schrecklichste Form eines Ereignisses: Alle Schutzvorkehrungen sind im Zweifelsfall immer ungenügend und die beschränkte menschliche Vorstellungskraft will - als Realismus getarnt - die Katastrophe nicht eingestehen. »An einem Samstag« im sowjetischen Ort … weiterlesen

Herzensbrecher – Les amours imaginaires

Vintage Cinéma

Schon der preisgekrönte Debütfilm »J‹ai tué ma mère« des Quebec-Kanadiers Xavier Dolan hat aufgrund seiner Frische und Leichthändigkeit sehr neugierig auf den nächsten Film gemacht. Nun sprüht auch der ebenfalls ausgezeichnete zweite Langfilm des mittlerweile 22-Jährigen nur so vor jugendlicher Energie und cineastischen Einfällen. Auf wundersame Weise geht es um ewige Themen wie Liebe und Erwartung, erzählt mit Lust am … weiterlesen

Source Code

Und täglich grüßt das Zugunglück

Das Motiv des Zeitreisens - von jeher ein Menschheitstraum; genauso wie das Fliegen. In »Source Code«, dem zweiten Film von David-Bowie-Sohn und »Moon«-Regisseur Duncan Jones bekommt das Zeitreisen eine neue Dimension. Der Hubschrauberpilot Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) erwacht in einem voll besetzten Personenzug. In einem fremden Körper, in einem Gespräch mit einer fremden Frau (Michelle Monaghan). Bevor er sich orientieren … weiterlesen

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