Startseite / Rezensionen / Musik

Battles

Battles

Gloss Drop

Bewertung: 5 Kreuzer

Wenn man diese Songs sehen könnte, würde man sich verwundert die Augen reiben. Denn auch ohne den ausgestiegenen Multiinstrumentalisten Tyondai Braxton und dessen gepitchte Micky-Maus-Gesänge zelebrieren die Battles auf ihrem Zweitwerk den komplexen Wahnsinn. Der äußert sich wie schon auf dem gefeierten Debüt »Mirrored« vor allem in krumm akzentuierten Takten, die - je nach Hörer - wahlweise Herzrhythmusstörungen oder Trancezustände … weiterlesen

The Dead Trees

The Dead Trees

Whatwave

The Dead Trees fühlen sich an ihrem derzeitigen Aufenthaltsort Los Angeles pudelwohl, da es dort Inspiration wie Freiheit gleichermaßen gut mit ihnen meinen. Von Boston aus hat es sie über Portland dorthin verschlagen. Und auch nach New York haben sie gute Verbindungen, zu international renommierten Lokalmatadoren wie etwa den Strokes. Überall, wo sie wohnen, pflegen sie angenehm-symbiotische Beziehungen zu den … weiterlesen

The Antlers

The Antlers

Burst apart

Während sich The Antlers-Frontmann Peter Silberman für das Debüt »Hospice« einen Winter lang in einer New Yorker Wohnung einschloss, ist der Nachfolger »Burst apart« relativ konventionell entstanden. Und obwohl das berührende Konzept-Meisterwerk um ein todkrankes Mädchen in Sachen Intensität unübertroffen bleibt, erschafft das Trio auch diesmal wieder bezaubernde Klangwelten. Gleich im Opener »I don't want to love« watet die sanfte … weiterlesen

Patrick Wolf

Patrick Wolf

Lupercalia

Man hätte ja nicht gedacht, dass Patrick Wolf überlebt. Er war genau die richtige Person dafür, die Tradition des frühen, aber glamourösen Rockstartods weiterzuführen, dem so viele begnadete und extrovertierte Musiker mit 27 Jahren erlagen. Doch nun stehen sein 28. Geburtstag und seine fünfte Platte ins Haus. Man solle es sich zur Musik seines Albums selbst besorgen, verkündete Patrick … weiterlesen

Amon Tobin

Amon Tobin

Isam

Vorbei die Zeit, als Amon Tobin mithilfe von vertrackten Jazz- und Salsa-Fragmenten zwischen Ambient, Trip Hop und IDM irrlichterte. Zur Jahrtausendwende wilderte der DJ und Produzent noch bevorzugt in seiner Plattenkiste, um verwertbare Samples aufzustöbern. Mittlerweile verfremdet das Aushängeschild des Ninja Tune-Labels lieber Alltagsklänge wie Motorendonner (»Surge«) oder Wassertropfen (»Calculate«). Und so geräuscht es auf »Isam« mehr, als dass es … weiterlesen

Various Artists

Various Artists

Five Years Of Cargo Edition

Cargo Edition ist der kleine Bruder des Leipziger House-Labels Moon Harbour, halb so alt, mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden - wie bei richtigen Geschwistern. Vor fünf Jahren als Spielwiese für reduziertere Tracks gegründet, hat sich der Sound von Cargo Edition immer mehr an den von Moon Harbour angeglichen: funktionaler, europäisch entschlackter House mit anskizzierter Deepness. Da hätte mehr passieren können. … weiterlesen

Bertl Mütter

Bertl Mütter

Mütterkinderlieder

Gustav Mahler allerorten in diesen Wochen: Mit der Mischung aus hochkarätig besetztem Festival, wissenschaftlichem Kolloquium und lesenswertem Begleitbuch zur bisher kaum beleuchteten Leipziger Ära Mahlers hat das Gewandhaus den 100. Todestag des Komponisten nahezu umfassend vermarktet. Lediglich die Auswirkungen des visionären Komponisten auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts bleiben etwas unterbelichtet. Schade, denn auch heutigen Tonsetzern hat Mahler … weiterlesen

Thios Omilos

Thios Omilos

Gallus - Hassler - Schein

Dass fünf ehemalige Thomaner gemeinsam singen, ist nichts Neues: Neben dem Ensemble Amarcord gibt es immer wieder verschiedene Formationen, die ihre Wurzeln im Thomanerchor haben - und in Kleinigkeiten unterscheiden sich die Gruppen meist auch voneinander. Bei Thios Omilos muss man allerdings genauer hinhören, denn Patrick Grahl, Cornelius Frommelt, Tobias Ay, Philipp Goldmann und Emanuel Jessel singen nicht … weiterlesen

Beastie Boys

Beastie Boys

Hot Sauce Committee Part 2

MCA, Mike D und Ad Rock sind zurück. Den Auftakt macht das Stück »Make Some Noise«, das auch wunderbar auf das 92er Album »Check Your Head« gepasst hätte. Die drei Herren sind mittlerweile jeweils Mitte 40, was auch bedeutet, dass sie seit unfassbaren drei Jahrzehnten zusammen Musik machen. Eigentlich sollte das Album bereits vor zwei Jahren unter dem Titel »Hot … weiterlesen