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Leisure Suit Larry (1987)

Leisure Suit Larry (1987)

Point & Click eines Sexkranken

Der unwiderstehliche Larry Laffer steigt aus dem Taxi aus und betritt die räudige Kaschemme, in deren Obergeschoss heute Beischlaf vollzogen werden soll. Die Hormone des Protagonisten im Spiel »Leisure Suit Larry« sind die Triebfeder seiner Handlungen. Um in den ersten Stock über der Bar zur Prostituierten zu gelangen, waren Schritte notwendig, die Computerspielgeschichte schrieben. Der bärbeißige Türsteher ließ sich erst nach der Überlieferung des Passwortes dazu überreden, Larry nach oben zu lassen. Außerdem musste der Fernseher auf den Porno-Kanal eingestellt sein. Einen Diamantring fand man im Waschbecken, nur durfte man bloß nicht die Spülung der Toilette ziehen. »Leisure Suit Larry« wartete nämlich mit sehr unüblichen und unerwarteten Todesoptionen auf. Diese erste Episode des Frauenhelden und sexkranken Larry war nur der Auftakt einer Reihe von Point & Click-Adventures, die vor Anzüglichkeiten und makabrem Humor strotzten. Die Hürde der Altersüberprüfung in Form von Fragen zur Allgemeinbildung stellte jugendliche Spieler vor unüberwindliche Probleme - wenn man die Tastenkombination zur Umgehung nicht kannte. Ebenso neuartig war die Etablierung des sogenannten »Boss-Key«, der das Spiel mit einem einzigen Tastendruck versteckte und stattdessen eine öde Kalkulation auf dem Bildschirm ausgab. Insgesamt veröffentlichte die Firma Sierra sieben Teile der Larry-Saga. Teil vier fiel aus, da der Schöpfer der Serie, Al Lowe, nach dem dritten Teil versichert hatte, dass es keinen vierten geben werde. Stattdessen machte man einfach mit »Leisure Suit Larry 5« weiter. Die Spiele aus der Larry-Reihe wurden in Sammlungen zusammengefasst und sind noch heute erhältlich. Marc Bohländer


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