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Patrizier IV

Patrizier IV

Alte Liebe rostet ein bisschen

Preis: 40 €

Wenn alte Lieblingsspiele neu aufgelegt werden, gerät der Liebhaber in einen Konflikt. »Patrizier II« aus dem Jahr 2000 war mein Lieblingsspiel. Mein Gott, Monate habe ich als Händler der Hanse verbracht, komplizierte Warenlisten und Handelsrouten erstellt, mir Gefechte mit Piraten geliefert, mittels eigener Manufakturen den Ostseeraum mit billigem Bier überschwemmt und später als gewählter Bürgermeister die Rostocker Stadtkasse veruntreut. Kann Perfektes noch besser werden? Auch im neuen »Patrizier IV« spielt man einen Händler im Nord- und Ostseeraum zur Blütezeit der Hanse. Von London über Bergen bis Nowgorod verlangen insgesamt 26 Hansestädte nach regional kaum verfügbaren Waren und verkaufen ihre eigene Produktion dafür umso günstiger. Das alte »Patrizier II« gilt als Inbegriff der typisch deutschen Wirtschaftssimulation - historisch sehr korrekt, relativ trocken in der Präsentation und komplex in der Tiefe der Warenströme und Dynamik der Preise. Für den neuen Teil hat man sich entschieden, wenig zu ändern. Grafik und Spielsystem sind aufgefrischt, das Original ist aber noch deutlich erkennbar. Das war eine sehr gute Entscheidung. Es ist immer noch ein Spiel, in dem man sehr viel selbst machen, selbst gestalten kann - das ist wohl der Kern seiner Faszination. Weniger gut jedoch sind die Vereinfachungen im Handelssystem. Völlig inakzeptabel ist aber, dass die Spieler sich erst beim Anbieter Kalypso per E-Mail registrieren müssen, bevor sie das Spiel überhaupt starten können. Was soll das? Andreas Raabe


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