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Natürlich und lecker

Das Bio-Cateringunternehmen Sonnenmahl kocht für Kinder – alternativ und täglich frisch

Gesund, abwechslungsreich, vegetarisch und aus Bio-Produkten – so kann das Essen von Kindern und Schülern sein. Jana Haase vom Catering-Unternehmen Sonnenmahl beweist, dass das bei ihrer Versorgung in acht Leipziger Kitas und an zwei Schulen funktioniert. „Wir bieten tagesfrisch zubereitete vegetarische Gerichte und ergänzend auch einmal wöchentlich Speisen mit Fleisch an“, erklärt die junge Unternehmerin ihr Konzept, das sie gemeinsam mit der vegetarischen Köchin Inge Blankenbach und vier weiteren Mitstreitern täglich umsetzt.

Gesund, abwechslungsreich, vegetarisch und aus Bio-Produkten – so kann das Essen von Kindern und Schülern sein. Jana Haase vom Catering-Unternehmen Sonnenmahl beweist, dass das bei ihrer Versorgung in acht Leipziger Kitas und an zwei Schulen funktioniert. „Wir bieten tagesfrisch zubereitete vegetarische Gerichte und ergänzend auch einmal wöchentlich Speisen mit Fleisch an“, erklärt die junge Unternehmerin ihr Konzept, das sie gemeinsam mit der vegetarischen Köchin Inge Blankenbach und vier weiteren Mitstreitern täglich umsetzt.
Morgens um sechs geht es in der Küche am Bayerischen Platz los: Gemüse putzen und schneiden, Kartoffeln schälen, Reis ansetzen, Kräuter zupfen, Quark anrühren, Pudding kochen … Rund 450 Portionen pro Tag bereitet das eingespielte Küchenteam zu. Gegen 10 Uhr stehen die fertigen Speisen in isolierten Thermoboxen zur Abholung durch Fahrer bereit. Punkt 11 Uhr können die ersten Kinder ihr Mittagessen genießen.
„Wir verwenden überwiegend Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau und verzichten auf Zusatzstoffe“, versichert Jana Haase. Obst und Gemüse kauft sie bei Biobauern in der Region, Fleisch in einer Biofleischerei in Dresden, Linsen oder Reis in einem Bio-Großhandelsbetrieb in Erfurt.
Täglich stehen drei Gerichte zur Auswahl, Menü A (mit Bio-Anteil), Menü B (nur Bio) und ein Wochenmenü. Zu jedem Hauptgericht gehören zudem Salat oder ein Dessert. Außerdem werden den Kindern auch Tee und Säfte angeboten. Die Preise für die Kinderportionen liegen bei 2,50 € bzw. 2,80 € für das Fleischgericht. Die Essen für Schüler kosten zwischen 2,30 € (Menü A) bzw. 2,90 € für das Fleischgericht.
Gut funktioniert das Ganze zum Beispiel in der Clara-Schumann-Schule, einer musisch orientierten Privatschule in Leipzig. Die Erzieherinnen Petra Kanitz und Sabine Hoffmann sind zufrieden: „Wir haben unsere Schulversorgung um Bio-Kost ergänzt, weil viele Kinder keine Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe vertragen. Die Speisen von Sonnenmahl sind immer natürlich gewürzt, frisch gekocht und heiß, wenn sie hier ankommen.“ Dass es zusätzlich frisch geschnittenes Obst und Gemüse gibt, freut vor allem jene Kinder, die nicht gern gekochtes Gemüse essen. Wenn sie aber unkompliziert zum Essen frische Gurken- oder Kohlrabistückchen angeboten kommen, greifen sie dann doch gern zu.
Was die Kinder am liebsten mögen? Nudeln, Nudeln, Nudeln – in allen Varianten, aber am liebsten mit Tomatensauce. Gut an kommen immer auch Grießbrei und Spinat. Von der Schule wird aber nicht nur das Essen selbst, sondern die Zusammenarbeit mit dem Bio-Catering-Unternehmen generell gelobt. Das Bestellsystem funktioniert. Monatlich erhalten die Eltern einen Speiseplan und bestellen, was ihr Kind essen möchte. Je nachdem werden dann die Essenmarken ausgeteilt.
War es denn schwer, gegen die großen Cateringunternehmen in den Kitas und Schulen Fuß zu fassen? Jana Haase überlegt nicht lange: „Wir suchen immer den Kontakt zum Elternrat und zur Kita-Leitung bzw. der Schuldirektion. Wir nehmen an Elternabenden teil, stellen unser Konzept vor und bemühen uns, die Eltern zu überzeugen, manchmal sogar in Einzelgesprächen.“ Auch bei organisierten Besuchen in der Küche konnte schon so manches Vorurteil gegen eine vollwertige Bio-Küche aus dem Weg geräumt werden. Preisdiskussionen gibt es dabei auch. Aber meist nur am Anfang. Schließlich bieten andere Firmen in Leipzig Schüleressen ab 1,90 € an. Jana Haase dazu: „Wir zeigen den hohen Anteil an Handarbeit. Das wird sehr geschätzt.“
Ihre Erfahrungen in den ersten Jahren sind durchaus positiv: „Kinder sind offen und neugierig, aber man darf sie mit dem Thema Bio auch nicht überfordern.“ Sie sollten zuerst Speisen bekommen, die sie schon kennen. Viele, vor allem Kleinere, können zum Beispiel mit einer Gemüselasagne nicht viel anfangen. „Es ist besser, ihnen ein Gemüsegericht aus Einzelkomponenten anzubieten“, findet sie. Gab es also anfangs gegen manche Speisen noch Vorbehalte, finden heute auch gesunde Getreidetaler mit Schrot und Gemüse, Dinkelstangen sowie Kartoffel-Gemüse-Puffer dankbare Abnehmer.


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