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Kultur

Zukunftsfaktor Biomasse

Umweltforschungszentrum und Institut für Energetik holen Biomasse-Forschungszentrum nach Leipzig

  Zukunftsfaktor Biomasse | Umweltforschungszentrum und Institut für Energetik holen Biomasse-Forschungszentrum nach Leipzig

Leipzig hat den Zuschlag für das neu zu errichtende Deutsche Biomasse-Forschungszentrum (DBFZ) erhalten. Das Zentrum untersucht ab 2008 die Bedingungen und Folgen der Umwandlung von Biomasse in Energie.

Leipzig hat den Zuschlag für das neu zu errichtende Deutsche Biomasse-Forschungszentrum (DBFZ) erhalten. Das Zentrum untersucht ab 2008 die Bedingungen und Folgen der Umwandlung von Biomasse in Energie. Dadurch werden 80 bis 100 neue Arbeitsplätze für Wissenschaftler und Techniker geschaffen. Für seine Arbeit erhält das Forschungszentrum jährlich 6 bis 7 Mio €, der größte Teil davon setzt sich aus Bundesmitteln zusammen. Obwohl es sich dabei um eine vergleichsweise geringe Summe handelt, ist die Bedeutung des DBFZ für den Forschungsbereich Biomasse immens: »In Zukunft wird in Deutschland auf diesem Gebiet nichts laufen, was nicht mit dem DBFZ abgestimmt ist«, so Georg Teutsch, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Im Forschungszentrum soll unter anderem geprüft werden, welche Folgen die Biomasseerzeugung für Wasser, Boden und die biologische Vielfalt hat. Neben naturwissenschaftlichen Fragen werden aber auch die ökonomischen, politischen und sozialen Aspekte der Energieversorgung durch Biomasse analysiert. Die Vergabe des DBFZ ist die erste größere Ansiedlung nach Amazon in Leipzig und stärkt zudem den Wissenschaftsstandort Sachsen. Ausschlaggebend für die Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministeriums war die bereits vorhandene wissenschaftliche Infrastruktur – neben dem UFZ ist dabei das Institut für Energetik und Umwelt (IE) zu nennen. Für den Standort des DBFZ gibt es bislang verschiedene Optionen – alle sehen aber vor, das Zentrum auf dem Gelände in der Permoserstraße einzurichten, wo beide Institute untergebracht sind, um die dort bereits vorhandene Logistik zu nutzen.


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