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Edle Weine aus dem Osten

In Leipzig wurde zum ersten Mal der Ostdeutsche Weinpreis vergeben. Er soll Spitzenweinen aus Ostdeutschland mehr Aufmerksamkeit bringen

Wozu brauchen wir einen Ostdeutschen Weinpreis? Stuart Pigott weiß es genau: »Weine aus ostdeutschen Anbaugebieten werden oft unterschätzt. Wir wollen mit diesem Preis den Spitzenweinen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.« Der Weinjournalist hatte sich diesen Preis gemeinsam mit Peter Niemann vom Restaurant Allee – bei einem Glas Wein – ausgedacht und vergangenen Samstag aus der Taufe gehoben.

Wozu brauchen wir einen Ostdeutschen Weinpreis? Stuart Pigott weiß es genau: »Weine aus ostdeutschen Anbaugebieten werden oft unterschätzt. Wir wollen mit diesem Preis den Spitzenweinen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.« Der Weinjournalist hatte sich diesen Preis gemeinsam mit Peter Niemann vom Restaurant Allee – bei einem Glas Wein – ausgedacht und vergangenen Samstag aus der Taufe gehoben. Gesamtsieger ist ein Riesling »Großes Gewächs« 2006 vom Freyburger Edelacker. Der Winzer Bernhard Pawis nahm die Auszeichnung zwar nicht persönlich entgegen, aber die frohe Botschaft, von der amtierenden Deutschen Weinkönigin Katja Schweder telefonisch überbracht, freute ihn schon.

Auf die Frage an Stuart Pigott, ob die vorhandenen Preise – zum Beispiel über Prämierungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft oder die Klassifizierungen des Deutschen Weininstituts – nicht ausreichten, antwortet der Kritiker ganz sachlich: »Unter all diesen Medaillen und Urkunden fallen die Weine aus Ostdeutschland leider oft nicht auf.« Der Ostdeutsche Weinpreis ist offen für Winzer aus den beiden Anbaugebieten in Sachsen und an Saale-Unstrut sowie in Mecklenburg. Der Wein muss zu 100 Prozent aus diesen Regionen und den aktuellen Jahrgängen stammen. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte eine Jury unter Leitung von Stuart Pigott aus mehr als 20 eingesandten Weinen eine Vorauswahl getroffen, von wo es zwölf Weine in die Endrunde schafften.

Die Auswahl traf das Publikum: geladene Gäste des Restaurants Allee, die für ein Ticket je 150 Euro zahlten. »Das sind genau jene, für die wir unsere Weine doch machen«, meinte Elisabeth Born vom Weingut Born in Höhnstedt. Sie gehörte mit ihrer Weißburgunder Spätlese zwar nicht zu den Siegern, freute sich aber über den Auftritt, der allein schon eine Auszeichnung bedeute. Neben dem Gesamtsieger erreichte bei den Rotweinen ein Regent, trocken, 2006, vom Werderaner Wachtelberg von Manfred Lindicke aus Werder die meisten Punkte. Als bester edelsüßer Weißwein behauptete sich eine Riesling Spätlese, 2006, vom Dorndorfer Rappental des Weinguts Klaus Böhme in Kirchscheidungen. Der Erlös des Wettbewerbs geht an den gemeinnützigen Verein Wein hilft, eine Initiative von Stuart Pigott zugunsten von AIDS-Projekten in Südafrika.


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