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Sport

Kneipenkickern oder Bundesliga?

Mit Ehrgeiz und Ambitionen startet der TFC Leipzig in der zweiten Kickerbundesliga

  Kneipenkickern oder Bundesliga? | Mit Ehrgeiz und Ambitionen startet der TFC Leipzig in der zweiten Kickerbundesliga

Im Westwerk trainiert seit April 2008 Leipzigs einziger Tischfußballverein. In einem kleinen Raum im zweiten Stock stehen zwei Kicker-, pardon, Tischfußballtische und einige Möbelstücke. Ein bisschen gemütlicher könnte es ruhig noch werden, aber hier geht es ja in erster Linie um den Sport.

Im Westwerk trainiert seit April 2008 Leipzigs einziger Tischfußballverein. In einem kleinen Raum im zweiten Stock stehen zwei Kicker-, pardon, Tischfußballtische und einige Möbelstücke. Ein bisschen gemütlicher könnte es ruhig noch werden, aber hier geht es ja in erster Linie um den Sport.

Micha Danielzik und einige Gleichgesinnte wollten mehr als das stets gleichbleibende Kneipenkicker-Niveau und beschlossen, sich selbstständig zu machen. Mit guten Tischen, auf denen man sich auch für professionelle Turniere fit machen kann. »Geschicklichkeit, Reaktion und Technik, das sind die Dinge, die eine Rolle spielen«, so beschreibt Danielzik den Tischfußball. Dass die Spieler vom Tischfußball Club (TFC) Leipzig immer up to date sind, was neue Tricks und Kniffe angeht, dafür sorgt ihr Trainer, Ruben Heinrich vom KGB Hannover, der Platz acht der Weltrangliste der Tischfußballer inne hat.

20 Mitglieder zählt der Verein, von denen viele aus dem direkten Umfeld über Mundpropaganda zum TFC gestoßen sind. »Plagwitz hat Zukunft, hier passiert was, und das ist gut für kleine Vereine wie uns«, so einer der Vereinsgründer. Mit den Boxern vom Boxclub Olympia Leipzig 05 e. V. Tür an Tür befinden sich die Tischfußballer im Westwerk in guter Nachbarschaft. Zweimal die Woche wird fleißig trainiert, schließlich spielt der TFC in der zweiten Tischfußball-Bundesliga und will in der Rückrunde Anfang September im hessischen Staufenberg überzeugen. Da geht es nicht nur um den sportlichen Wettkampf, sondern auch ein wenig um Lokalstolz. Das Kicker-Niveau sei nämlich, laut Micha Danielzik, in Ostdeutschland wesentlich niedriger als in Westdeutschland. Dort sei Tischfußball als ernst zu nehmender Sport und nicht einzig als Freizeitspaß viel verbreiteter. Die fehlende sportliche Anerkennung sei aber bundesweit ein Problem – so bemühe sich der DTFB (Deutscher Tischfußballbund e. V.) schon seit längerem darum, dass Tischfußball auch von offizieller Seite als Sport anerkannt wird.

Wer Lust hat, ambitionierten Tischfußball zu spielen, der über die Kneipenkicker-Runde hinausgeht, ist beim TFC Leipzig herzlich willkommen. Auf Bier muss übrigens auch dort nicht verzichtet werden.


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