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»Wie Bio lebst du?«

Die ganze Welt scheint im Bio-Rausch – doch wie »Bio« sind die Leipziger wirklich?

Zwischen Wochenmarktgemüse und Bio-Massenware aus den Supermarktketten hat sich der kreuzer in Leipzig umgehört, wie »Bio« hier eigentlich gelebt wird. Wer schwimmt mit auf der Bio-Welle, und wer steht dem Öko-Lebensgefühl eher skeptisch gegenüber? Acht Leipziger und Leipzigerinnen haben Rede und Antwort gestanden

Zwischen Wochenmarktgemüse und Bio-Massenware aus den Supermarktketten hat sich der kreuzer in Leipzig umgehört, wie »Bio« hier eigentlich gelebt wird. Wer schwimmt mit auf der Bio-Welle, und wer steht dem Öko-Lebensgefühl eher skeptisch gegenüber? Acht Leipziger und Leipzigerinnen haben Rede und Antwort gestanden.

»Eigentlich achte ich gar nicht darauf, außer bei Eiern und Fleisch, da find ich es wichtig. Bionudeln kaufe ich auch. Aber wenn ich mal mehr Geld hab, dann werde ich auch mehr Bio-Produkte kaufen.«
Julia, 23, Medizinstudentin

{bild} »Gar nicht. Ich nehme im Supermarkt das Billigste, also wenn jetzt die Bio-Tomaten mal in der Billigecke stehen, dann würde ich auch Bio-Tomaten kaufen. Obst und Gemüse kauf ich aber auch mal auf dem Wochenmarkt.«
Tony, 25, Student Internationales Management

{bild} »Mal mehr, mal weniger. Generell sollte man es nicht übertreiben, also Richtung Öko-Faschismus. Aus ethischer Sicht befürworte ich Bio-Produkte, schon allein wegen der besseren Tierhaltung. Aber die Massen-Bio-Produkte in den Supermärkten können auch nicht die Lösung sein.«
Henrik, 31, Biologie-Lehrer

{bild} »Ich fahre mit der Straßenbahn, bin schon sehr lange Vegetarierin, achte aber wenig auf Bio-Produkte. Die sind mir zu teuer. Wenn sie billiger wären, würde ich sie aber kaufen.«
Josefine, 18, Freiwilliges Soziales Jahr

{bild} »Ich würde sagen, ich lebe ökologisch. Habe bewusst kein Auto und fahre Fahrrad, esse wenig Fleisch. Aber ich habe entdeckt, dass man die Kalorien von Fleisch auch gut über Gemüse wieder reinholen kann, mit Tofu zum Beispiel.«
Rico, 31, Medizinstudent

{bild} »Wenn ich in Leipzig bin, versuche ich die Markttage abzupassen. Wenn ich in London bin, wo ich den Großteil des Jahres lebe, orientiere ich mich an drei Kategorien: lokal, organisch, fair trade. Ich fänds gut, wenn es Infoblätter für die jeweiligen Städte gäbe, die auflisten würden, was es wo zu kaufen gibt. Und eine unabhängige Bewertung, was Bio ist und was nicht, das wäre auch gut.«
Laura, 25, Tänzerin


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