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Von Habenichtsen zu Habseligkeiten

Diesen Samstag findet die vierzehnte 24-Stunden-Ausstellung der GalerieRieRiemann statt

Ein leerstehendes Wohnhaus in der Josephstraße 13, mehrere Garagen, ein zweistöckiges Fabrikgebäude und Teile der Nachbarschaftsgärten sind dieses Jahr Schauplatz für die vierzehnte 24-Stunden-Ausstellung.

Ein leerstehendes Wohnhaus in der Josephstraße 13, mehrere Garagen, ein zweistöckiges Fabrikgebäude und Teile der Nachbarschaftsgärten sind dieses Jahr Schauplatz für die vierzehnte 24-Stunden-Ausstellung. Unter dem Motto: »Habseligkeit« stellen über 60 Teilnehmende ihre künstlerischen Beiträge in verschiedenen Behältnissen wie zum Beispiel Koffern, Kisten oder Streichholzschachteln aus.

Die Idee für den diesjährigen Namen entstand aus der Veranstaltung im letzten Jahr, die auf einem sehr großen Geländekomplex stattfand. Im Gegensatz dazu sollte in diesem Jahr alles auf einen eher kleinen Raum beschränkt sein, in den jeder Künstler eine persönliche Habseligkeit stellen kann. Aus dem kleinen Raum ist nun doch wieder ein großer im Leipziger Westen geworden. Doch der Grundgedanke ist geblieben. Ein Schrank wird die Habseligkeiten beherbergen, die gegen einen geringen Obolus käuflich zu erwerben sind.

Schon seit 15 Jahren besteht die GalerieRieRiemann, die mit einem Jahr Pause regelmäßig die Ausstellung organisiert. Auf den Tag genau, nämlich am 27. September 1993, begann das Experiment unter dem Titel »Gefährliche Habenichtse«, das nun schon einen festen Platz in Leipzigs Künstlerszene hat. Mit einem Kuchenbuffet am Nachmittag wird der Geburtstag gefeiert. »Kunst ist für alle da«, lautet das Konzept, das den Schaffenden die Möglichkeit gibt, ihre Kunst an ungewöhnlichen Orten auszustellen, um ein breites Publikum zu erreichen. Über die Hälfte der Teilnehmenden sind alte Bekannte, die schon seit vielen Jahren sehr engagiert dabei sind. Von einer stupiden Kunstausstellung kann hier nicht die Rede sein: Es wird vorgespielt und vorgeführt, vorgelesen und vorgetanzt. Das größte Ausstellungsstück unter den zahlreichen Maschinen- und Aktionskünsten, Grafiken und Fotografien wird eine circa acht Meter hohe Installation aus Metall sein.

Der Eintritt ist wie immer frei, Beginn ist Freitag um Mitternacht, und ab dann laufen die 24 Stunden. Thilo Egenberger, einer der Verantwortlichen: »Wir freuen uns auf viele Besucher und hoffen, dass alle Spaß haben.«

Samstag, 27.9., 0-24 Uhr, Josephstr. 13, Nähe Schaubühne Lindenfels
erreichbar mit Tram 14 (Merseburger Str.), Tram 3/13 (Felsenkeller), Tram 8 (Lindenauer Markt)
http://www.24-Stunden-Ausstellung.de
Kunst

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