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Gut aufgelegt

Die Musik-Rubrik

Jeden Donnerstag stellt die kreuzer-Musikredaktion neue Musik vor – zum Hören, Tanzen, Schwelgen, Spazieren, Joggen, Arbeiten und mehr. In dieser Woche mit: Ufoboys, Kaiser Chiefs, Polarkreis 18.

Jeden Donnerstag stellt die kreuzer-Musikredaktion neue Musik vor – zum Hören, Tanzen, Schwelgen, Spazieren, Joggen, Arbeiten und mehr. In dieser Woche mit: Ufoboys, Kaiser Chiefs, Polarkreis 18.

Kaiser Chiefs –»Off With Their Heads«

Kaiser Chiefs –»Off With Their Heads«

Pop/Rock. Sie haben all die kleinen Rabauken eingeladen, die leckersten Süßigkeiten hingestellt, sich die spannendsten Spiele ausgedacht, aber die Party für Tom und Lea will einfach nicht zünden? Dann ist die Zeit da für »Never Miss a Beat«, das vergnüglichste, süchtigmachendste Kinderlied seit »Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann«. Damit sind die Kleinen nicht nur für den Nachmittag vertan, sie werden nachts auch prima schlafen.
Es ist eigentlich nicht zum Lachen, aber die Kaiser Chiefs, die 2005 mal einen Aufstand prophezeit hatten, sind die hakenschlagenden, purzelbäumigen Klassenclowns des britischen New-Wave-Revivals geworden, mit Krabbelbox-Elektronik und Spielplatzgitarren. Dabei hat Schlagzeuger Nick Hodgson mal richtig tolle Songs geschrieben, »Everyday I Love You Less and Less« zum Bleistift. Thomas Reinhold

Ufoboys – »Airstrip EP« (FM Recordings)

Ufoboys – »Airstrip EP« (FM Recordings)

Deep House. Und wieder mal eine neue Platte auf FM Recordings, dem Label von Andreas Greiner alias Frankman. Seitdem der Leipziger House-DJ und Producer nur noch sporadisch Platten auf seinen Labels FM und Auris Recordings herausbringt, ist die Freude jedes Mal umso größer. Für die Nummer 15 konnte das Duo Ufoboys aus Essen zwei Tracks beisteuern, die sehr souverän und zeitgemäß mit dem etwas aus dem Club-Fokus geratenen Genre Deep House umgehen. Kein Wunder, immerhin ist ein Teil der Ufoboys die große House-Hoffnung Manuel Tur. Mit seinen gerade mal 22 Jahren hat er sich innerhalb der letzten fünf Jahre eine beachtliche Diskografie bei verschiedenen renommierten Labels aufgebaut. Frankman selbst ist mit einem Remix des Tracks »People Move« vertreten. Und er bleibt der Mann für den klassischen deepen House-Sound mit deutlichen Chicago-Reminiszensen. Stetigkeit kann auch eine Tugend sein. Zumindest verliert Frankmans Stil nichts von seinem Reiz. Jens Wollweber

Polarkreis 18 – »The Colour Of Snow«

Polarkreis 18 – »The Colour Of Snow«

Pop. Eins ist gleich klar: Polarkreis 18 haben mit »The Colour Of Snow« ein Album hingelegt, an dem sich die Geister scheiden. Pompöse Pophymnen meinen die einen, matter Mainstream die anderen. Und richtig, wer begeisterter Fan der ersten Platte war, wird sich erstmal wundern. Die jungen Dresdner stehen jetzt auf dem großen Popolymp und hinter ihnen trompetet das ganze Filmorchester Babelsberg, während Sänger Felix Räuber »Ich bin allein, allein« mit seiner immer noch verblüffend femininen Stimme kreischt. Das ist schon groß und voluminös, aber längst nicht mehr so ergreifend und im Kopf bleibend wie das Debüt. Zu viel abgemischt und mehr was für die Menschen im Stadion. Aber es gibt schließlich mehr als genug Menschen, die dort hinwollen. Und dank dem doch sehr geglückten Schlusssong »Happy Go Lucky« – mit dem wir alle versöhnt sind und uns die Hände reichen – kommt man vielleicht auch mit. Juliane Streich


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