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Nazidemo im Leipziger Osten

Am kommenden Samstag wollen Rechte durch Schönefeld und Sellerhausen marschieren – Gegendemo geplant

Schon wieder haben Neonazis eine Demo im Leipziger Osten angemeldet – diesmal sind es die Jungen Nationaldemokraten, die Jugendorganisation der NPD. Unter dem Motto »Unser Volk stirbt! Volkstod aufhalten!« wollen die Rechten am 25. Oktober durch Schönefeld und Sellerhausen marschieren.

Schon wieder haben Neonazis eine Demo im Leipziger Osten angemeldet – diesmal sind es die Jungen Nationaldemokraten, die Jugendorganisation der NPD. Unter dem Motto »Unser Volk stirbt! Volkstod aufhalten!« wollen die Rechten am 25. Oktober durch Schönefeld und Sellerhausen marschieren.

Wie das Ordnungsamt bestätigte, verläuft die Route der Nazidemo vom Stannebeinplatz durch den Stadtteil Schönefeld zum S-Bahnhof Sellerhausen. Die Anmelder rechnen damit, dass etwa 80 Rechte ihrem Aufruf Folge leisten werden.

Auch die Freien Kräfte Leipzig rufen zu der Veranstaltung auf. In dem Aufruf auf ihrer Website prognostizieren sie den »Volkstod« noch in diesem Jahrhundert, fordern finanzielle Anreize für die Gründung einer (deutschen) Familie und machen in einer reichlich wirren Argumentation die Demokratie für den demografischen Wandel verantwortlich. Demokraten würden der Weitergabe von Leben eine Absage erteilen. Auch die L.E. Blue Caps, ein Fanclub des 1. FC Lok Leipzig, werben auf ihrer Website für den Naziaufmarsch. Die Vereinsleitung von Lok distanzierte sich von den Blue Caps und sprach gegen deren Mitglieder ein Hausverbot für das Bruno-Plache-Stadion aus.

Für den Samstag wurde auch eine Gegendemo unter dem Motto »Kein Bock auf Volksgemeinschaft – Für Freiheit und Menschenwürde« angemeldet. Initiator ist das Bündnis Ladenschluss, das etwa 300 Teilnehmer erwartet. Die Gegendemonstranten treffen sich um 11 Uhr am Hauptbahnhof und wollen über die Brandenburger Brücke, Adenauer Allee, Schönefelder Allee zur Zittauer Straße ziehen, wo um 14 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet. Ein Schönefelder Aktionsbündnis aus Vereinen, Parteien und der evangelischen Kirchengemeinde ruft die Bürger des Stadtteiles ebenfalls auf zu zeigen, dass sie Nazis nicht dulden, und plant zusätzliche Aktionen im Viertel.


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