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Kultur

Wie wollen wir morgen arbeiten?

Die Filmreihe »Endlich wird die Arbeit knapp – oder: Die Krise der Arbeitsgesellschaft.« startet mit einer Dokumentation klassischer Lohnarbeiter

  Wie wollen wir morgen arbeiten? | Die Filmreihe »Endlich wird die Arbeit knapp – oder: Die Krise der Arbeitsgesellschaft.« startet mit einer Dokumentation klassischer Lohnarbeiter

Mal sinken die Arbeitslosenzahlen ein bisschen, mal steigen sie ein wenig an. Von fundamentalen Veränderungen kann dabei keine Rede sein. Auch wenn der eine oder andere Politiker noch öffentlich von Vollbeschäftigung träumt, ist sich die Mehrheit der Bevölkerung folgender Tatsache bewusst: Wir können die Arbeitslosigkeit nicht abschaffen, so viele Stellen gibt es nämlich gar nicht.

Mal sinken die Arbeitslosenzahlen ein bisschen, mal steigen sie ein wenig an. Von fundamentalen Veränderungen kann dabei keine Rede sein. Auch wenn der eine oder andere Politiker noch öffentlich von Vollbeschäftigung träumt, ist sich die Mehrheit der Bevölkerung folgender Tatsache bewusst: Wir können die Arbeitslosigkeit nicht abschaffen, so viele Stellen gibt es nämlich gar nicht.

Stattdessen wird es immer mehrere Millionen Menschen geben, die keine andere Wahl haben, als sich auf den Sozialstaat zu verlassen. Das erhöht den Druck auf diejenigen, die (noch) Arbeit haben und deshalb nur zu gerne bereit sind, schlechte Bezahlung und mangelhafte Arbeitsbedingungen zu erdulden. Wenn nicht mehr alle zur Arbeitsgesellschaft zu gehören scheinen, gibt es dann eine überflüssige Masse? Und gibt es Wege, die Freizeit so zu verteilen, so dass nicht die einen zuviel davon haben und die anderen zu wenig?

Darüber dachte auch Lars Meyer von der Filmgarage in Schleußig nach: »Ich habe einen Film über das Thema Grundeinkommen bekommen. Er war Anstoß, mich ein wenig intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen.« Davon ausgehend entstand die Idee, eine Reihe zu diesem Thema zu machen. Hierbei gibt es kein großes Konzept: »Die ganze Filmreihe ist work in process«, wie Meyer betont. In zweimonatigem Rhythmus sollen zunächst Filme gezeigt werden, die sich mit der klassischen Lohnarbeit beschäftigen, erst später soll auch die Auseinandersetzung mit anderen Formen der Arbeit oder mit der Umverteilung von Mitteln erfolgen.

Gestartet wird mit »Katze gut«. Dieser Dokumentarfilm, uraufgeführt 2007, begleitet ein Team von Kranfahrern und Anschlägern auf der Kieler Werft. Dabei wird im Film nicht nur die reibungslose Zusammenarbeit der Kollegen gezeigt, sondern auch deren Sorgen und Ängste, die mit den Themen Rente, Zeitarbeit und Leiharbeit verbunden sind, denn auch auf der Werft wird die Arbeit um- und neustrukturiert.


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