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Von rot zu schwarz

Die CDU gewinnt bei der Bundestagswahl beide Leipziger Direktmandate, deutliche Verluste für die SPD.

Bei der Bundestagswahl hat die SPD in ihrer ehemaligen Hochburg Leipzig eine herbe Niederlage einstecken müssen. Ganze 14,1 Prozentpunkte verloren die Sozialdemokraten im Vergleich zur Wahl 2005 und kamen nur noch auf magere 18,2 Prozent der Stimmen. Damit sind sie in Leipzig nach der CDU (28,0 / +3,5) und der Linken (25,5 / +3,0) nur noch drittstärkste Kraft. Mit diesem Ergebnis trennen die Sozialdemokraten in Leipzig nur noch wenige Prozentpunkte von den »kleinen« Parteien FDP (12,3 / + 4,5) und Grüne (12,0 / +3,7).

Bei der Bundestagswahl hat die SPD in ihrer ehemaligen Hochburg Leipzig eine herbe Niederlage einstecken müssen. Ganze 14,1 Prozentpunkte verloren die Sozialdemokraten im Vergleich zur Wahl 2005 und kamen nur noch auf magere 18,2 Prozent der Stimmen. Damit sind sie in Leipzig nach der CDU (28,0 / +3,5) und der Linken (25,5 / +3,0) nur noch drittstärkste Kraft. Mit diesem Ergebnis trennen die Sozialdemokraten in Leipzig nur noch wenige Prozentpunkte von den »kleinen« Parteien FDP (12,3 / + 4,5) und Grüne (12,0 / +3,7).

Doch damit nicht genug: Beide Direktmandate, die 2005 noch an die SPD gegangen waren, fielen jetzt an die CDU. Im Wahlkreis 153 (Leipzig Nord) konnte Finanzbürgermeisterin Bettina Kudla mit 33,3 Prozent die meisten Wähler überzeugen. Sie verwies Barbara Höll (Linke / 26,6) und Daniela Kolbe (SPD / 19,4) auf die Plätze. Die Nebenwirkung dieser Wahl: Leipzig braucht nun mitten in der Finanzkrise eine neue Kämmerin – und zwar bald.

Für die Überraschung des Abends sorgte aber Leipzigs ehemaliger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee. Er konnte sich mit 23,0 Prozent der Stimmen im Leipziger Süden nicht durchsetzen. Stattdessen zieht der bisher weitestgehend unbekannte Thomas Feist (CDU / 28,8) in den Bundestag ein. Auch Mike Nagler, der parteilose Kandidat der Linken bekam mit 25,3 Prozent mehr Stimmen als der ehemals enorm populäre und inzwischen eher glücklose Bundesverkehrsminister. Dennoch wird auch der in den Bundestag einziehen: Er stand an der Spitze der Landesliste der sächsischen SPD.

Trotz aller Einbußen für die SPD: Ginge es bei dieser Wahl alleine nach den Leipzigern, gäbe es aufgrund einer sehr starken Linken keine schwarz-gelbe Regierungsmehrheit, sondern eine Fortsetzung der Großen Koalition. Die Wahlbeteiligung lag in Leipzig mit 66,1 Prozent übrigens deutlich unter der im Bund. 2005 waren in Leipzig noch 74,6 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gegangen.


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