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»Auf die Zukunft mit Schampus und Flittchen!«

Livevideo und Tourblog zur Welttournee von The Fuck Hornisschen Orchestra (Teil 5)

Julius Fischer und Christian Meyer sind mit ihrem Literatur-Quatsch-Musik-Duo und berichten exklusiv für kreuzer online von ebenjener. In gesprächsähnlichen Kaskaden schildern sie dabei jeden Dienstag ihre Eindrücke und Erfahrungen der vorangegangen Woche. Dieses Mal geht es um das Ende der Tour, um Abschiedsschmerz und um eine goldene Zukunft.

Julius Fischer und Christian Meyer sind mit ihrem Literatur-Quatsch-Musik-Duo The Fuck Hornisschen Orchestra auf kleiner Welttournee und berichten exklusiv für kreuzer online von ebenjener. In gesprächsähnlichen Kaskaden schildern sie dabei jeden Dienstag ihre Eindrücke und Erfahrungen der vorangegangen Woche. Dieses Mal geht es um das Ende der Tour, um Abschiedsschmerz und um eine goldene Zukunft.

Christian: Wir waren zurück. 29 Tage fort von daheim, fast jeden Tag in einem anderen Hafen und nun waren wir wieder in der Pleißeperle, wo es immer noch am schönsten ist. Wir haben manches erlebt, aber nicht alles, es gab Begegnungen, aber keine intensiven, wir haben gefeiert, aber es ist kein Arzt gekommen. Unsere Tournee war tierisch unspektakulär. Ja, klar, wir haben vor vielen Leuten musizieren dürfen und in Hotelzimmern geschlafen und haben jetzt beide den bahn.comfort-Status, aber rückblickend verging die Zeit wie im Fluge und es war einfach langweilig.

Ein Streit in Nürnberg.

Julius: So eine lange Tournee wird man nur einmal im Leben machen, haben wir uns vorher gesagt, aber jetzt müssen wir eingestehen: Nein. Beim nächsten Mal ziehen wir zwei Monate durch, damit man auch was davon hat. Das kann doch nicht sein! Wie kann man nur so abgebrüht sein?

Christian: Nach unserem Montagabendgig in Berlin konnten wir uns für fünf Tage endlich wieder anderen Dingen widmen. Aber so sehr man sich auf den Geist geht, so schnell vermisst man sich auch. Das wird uns in Zukunft sehr oft so gehen, denn ich musste nun tatsächlich Leipzig verlassen. Sie wird die Beste bleiben. Ausgerechnet Dresden … Was tut man nicht alles fürs Geld. Da ich nun nicht mehr Christian Meyer, sondern aufgrund meines Studiumsabschlusses (Magister Germanistik, 3,5) nur noch Christian M.A.yeah genannt werden möchte, und einen lukrativen Bürojob in der total hippen Neustadt ausüben werde, wird die Einsamkeit ins Unerreichbare anschwellen.

Wir und der Osnabrücker Dom.

Julius: Ich werde dich so vermissen.

Christian: Aber ich bin doch nicht aus der Welt.

Julius: Du bist in Dresden …

Christian: Was soll’s? So schlimm wird’s wohl nicht. Sachsen ist Sachsen … Wo bitte ist der Unterschied zwischen Döbeln und Dresden, Görlitz und Chemnitz, Weisswasser und Leipzig? Alles Sachsen, alles gut drauf! JAJA. Auf jeden Fall besser als Schwaben.

Julius: Nein, das wär gemein. Stuttgart hat uns herzlich empfangen. Ausverkaufte Hütte, 250 Zuschauer, na ja, gut, beim PoetrySlam, dessen Special Guests wir sein durften.

Christian: Special zu sein ist super!

Julius: Ebenso tags darauf in Tübingen, ebenfalls ausverkauft und voller maximaler Stimmung. Scrabble und Kürbissuppe am Tag, Stuttgarts Lesebühne 7PS am Dienstagabend und noch ein wunderbarer Abend. Schwaben hat uns gut gefallen, aber leben wollen wir nur hier.

Wir und Luzern.

Beide: In unserem schönen Sachsen.

Christian: Deshalb geht’s am Ende unserer Tournee zurück zum Beginn, nach Dresden und Leipzig und dort gleich zweimal. Am Samstag wird richtig gefeiert, gleich mindestens vier Gründe gibt es dafür. Na gut, mein Geburtstag, der Studienabschluss und der neue Job sind nebensächlich, aber das Ende der Tournee muss natürlich noch mal begangen werden.

Julius: Alle 350, die auch zum Auftaktkonzert im Prager Frühling Biergarten waren, wollen wir noch mal sehen und einen bunten, lockeren Abend im Keller verleben. Es wird unsere Neukompositionen zu hören geben, dann wird der größte Orgelalleinunterhalter des Erzgebirges, MARCOS PACHALY aka MAX RADEMANN, einheizen …

Christian: … bevor meine absoluten Lieblingselektropopper MITTEKILL aus Berlin die Party zum Höhepunkt fahren werden. Danach muss noch getanzt werden zum »rennen, toben, ponies streicheln«-DJ Team und …

Wir und Bern.

Julius: … auch TJ MEYER wird sich nicht zu schade sein, ein paar seiner heißesten Playlists abzufeuern!

Christian: Nein! Ganz sicher nicht, dieser TJ ist ein Tausendsassa!

Julius: Das muss einfach schön werden.

Christian: Mein letzter Abend in Leipzig wird das hoffentlich nicht sein.

Julius: Nee, weil wir am Dienstag drauf ja gleich noch mal in der Ilse sein dürfen, um euch unsere Fotos und Videos der Tournee zu zeigen und noch manch anderes Video, welches in mehr als vier Jahren entstanden ist.

Christian: Es darf geschwelgt werden!

Julius: Ich weine.

Christian: Ich schon lange.

Beide: … und wir freuen uns auf die Zukunft mit Schampus und Flittchen! OLÉ! Christian Meyer & Julius Fischer


Tourfinalparty: 10.10., 21 Uhr, Ilses Erika
Tourreview mit Videos und Fotos von der Tour: 13.10., 21 Uhr, Ilses Erika

Und hier, zum Abschluss des Tourblogs, noch ein kleines audiovisuelles Highlight, das wir im Sommer mit Christian und Julius im Wald produziert haben.

Teil 4 des Tourblogs: http://www.kreuzer-leipzig.de/blogs/980
Teil 3 des Tourblogs: http://www.kreuzer-leipzig.de/blogs/962
Teil 2 des Tourblogs: http://www.kreuzer-leipzig.de/blogs/947
Teil 1 des Tourblogs: http://www.kreuzer-leipzig.de/blogs/939
Ein Videointerview und die Aufzeichnung einer weiteren exklusiven Waldperformance mit The Fuck Hornisschen Orchestra finden sich unter http://www.kreuzer-leipzig.de/kultur/920
Musik

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