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Mit Trompeten und Selbstgebranntem

Miss Platnum kehrt auch live zu ihren rumänischen Wurzeln zurück

»I’m gonna teach you to drink like a rrrrreal girl!« -so beginnt Miss Platnums Song »Drink Sister, Drink«, der ziemlich viel aussagt über die Berliner Sängerin, die die Fähigkeit besitzt, mit ihrer Musik und ihrem ganzen Auftreten jede Party zu sprengen.

»I’m gonna teach you to drink like a rrrrreal girl!« -so beginnt Miss Platnums Song »Drink Sister, Drink«, der ziemlich viel aussagt über die Berliner Sängerin, die die Fähigkeit besitzt, mit ihrer Musik und ihrem ganzen Auftreten jede Party zu sprengen.

Man kann sich diese Frau genauso gut mit einem großen Glas Champagner in einer Berliner Nobeldisko vorstellen wie mit einer Gruppe Zigeuner und einer Flasche Selbstgebranntem vor einem rumänischen Wohnwagen. Miss Platnum personifiziert Party und Alkohol, was wohl hauptsächlich an ihrer Musik liegt. Denn Ruth Maria Renner, so Miss Platnums Geburtsname, ist privat eher schüchtern. Eine Eigenschaft, die ihr Probleme bereitete, als sie im Alter von acht Jahren aus Rumänien nach Berlin zog.

Ihr musikalisches Talent gab ihr schon damals die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und ihre wilde Seite rauszulassen. Und so ist es noch heute: Auf der Bühne explodiert Miss Platnum geradewegs. Ähnlich wie Gossips Sängerin Beth Ditto hat auch Miss Platnum die seltene Gabe, ihr Übergewicht nicht als Resultat von Faulheit, sondern als Symbol für Power darzustellen, eine Wuchtbrumme im positivsten Sinn!

Anfang September erschien Miss Platnums zweites Album »The Sweetest Hangover«. Fast spielerisch spannt sie darauf den Bogen zwischen Berliner HipHop-Beats und nach Zigeunern klingender Blasmusik, zwischen Nobelschuppen und Wohnwagenplatz, Champagner und Selbstgebranntem. Eine Mischung, wie gemacht fürs Conne Island, wo sie am 21.11. live zu sehen sein wird. Seit ihrem ersten Album »Chefa« aus dem Jahr 2007 konnte sich Miss Platnum im Vorprogramm von Seeed, den Fantastischen Vier und Peter Fox einen beachtlichen Ruf als Livemusikerin erarbeiten.

Ende November beginnt ihre aktuelle Tournee, mit dabei ist ihre neunköpfige Band. »Es gibt ein Susafon, eine Trompete und eine Posaune. Natürlich bräuchten wir eigentlich noch fünf andere Bläser, aber das ist bei uns einfach auch organisatorisch kaum zu machen, weil die Band dann so groß wäre, dass wir fast nirgendwo auftreten könnten!«, erklärt DJ Illvibe, einer der beiden Produzenten. Eigentlich reichen neun Musiker auch, schließlich gibt es ja noch die Sängerin. Und die hat mehr Kraft als fünf weitere Bläser zusammen!

Miss Platnum live: 21.11., Conne Island
Musik | aus dem kreuzer-Heft 11.09

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