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»Das ist ein Album und keine Single«

Der House-Musiker Mathias Kaden im Interview

Mit »Studio 10« auf Vakant hat Mathias Kaden aus Gera im September eines der House-Alben des Jahres veröffentlicht. Fachpressevertreter wie Groove und De:Bug zollten dem Thüringer jede Menge Respekt. Am Samstag kommt er nach Leipzig, um gemeinsam mit seinem besten Freund und Kollegen Daniel Stefanik sein erstes Solo-Album in der Distillery gehörig zu feiern.

Mit »Studio 10« auf Vakant hat Mathias Kaden aus Gera im September eines der House-Alben des Jahres veröffentlicht. Fachpressevertreter wie Groove und De:Bug zollten dem Thüringer jede Menge Respekt. Am Samstag kommt er nach Leipzig, um gemeinsam mit seinem besten Freund und Kollegen Daniel Stefanik sein erstes Solo-Album in der Distillery gehörig zu feiern.

Anfang der Woche war er noch in Südamerika, jetzt geht es auf eine ausgedehnte Tour durch Europa. Wir haben die Chance genutzt, dem Weltenbummler Mathias Kaden zwischendurch ein paar Fragen zu stellen.

kreuzer online: Du arbeitest sonst häufig mit Marek Hemmann zusammen, dann als Hemmann & Kaden. Worin unterscheidet sich diese Zusammenarbeit von der Arbeit allein?

MATHIAS KADEN: Solo probiere ich sehr viel aus und komme manchmal sehr vom Weg ab. Im Gegensatz dazu ist das Musikmachen mit Marek sehr konzentriert und wir sind immer einer Meinung. Zwei Köpfe sind oft besser als nur einer.

kreuzer online: Das Solo-Album von Marek Hemmann ist parallel zu deiner Platte erschienen. Habt ihr das geplant?

KADEN: Das war definitiv nicht geplant. Dass wir unsere Alben zur gleichen Zeit veröffentlicht haben, ist natürlich perfekt so. Die Platte von Marek ist einfach nur super!

kreuzer online: Dein Soloalbum ist nach dem Studio in Gera-Langenberg benannt. Wie kann ich mir dieses Studio vorstellen?

KADEN: Eigentlich ist es ein ganz normales Studio mit Gesangskabine, vielen Geräten und Instrumenten zum Produzieren. Wir haben die Hausnummer 10, deswegen »Studio 10«.

kreuzer online: Die Platte ist sehr abwechslungsreich, für mich geht es fast etwas zu viel hin und her. Ist diese Vielfalt in der Fülle an Kooperationspartnern – von Ian Simmonds über Florian Schirmacher bis Tomomi Ukumori – begründet?

KADEN: Hin und her, auf und ab. Genauso waren die letzten 10 Jahre meines DJ-Daseins. Mit meinem Album möchte ich verschiedene Epochen und Stile widerspiegeln, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Ich möchte mehr Abwechslung zeigen. Das ist ein Album und keine Single! Ich habe aus diesem Grund mit verschiedenen Künstlern zusammen gearbeitet. Natürlich ist es schön und einfach für die Ohren, immer den gleichen Stil auf einem Album zu zeigen. Aber für mich ist es keine Herausforderung.

kreuzer online: Was inspiriert dich?

KADEN: Sehr vieles, von Musik bis hin zu meiner Umwelt und sehr oft meine Reisen zu den verschiedenen Kontinenten.

kreuzer online: Du spielst am Samstag in der Distillery mit Daniel Stefanik zusammen, der oft von den gemeinsamen Dates an deiner Seite schwärmt. Wie schätzt du die Leipziger Szene ein?

KADEN: Leipzig ist immer Klasse! Ich fühle mich hier wie zu Hause. Die Szene, die ich kenne, ist sehr »underground« und super spannend für mich. Leipzig hat für mich die meisten Talente in Ostdeutschland! Ja und mit Daniel ist es immer sehr gut und inspirierend. Mein Lieblings-back2back-Kollege, einer meiner Lieblingsproduzenten und mein bester Freund!

kreuzer online: Wäre Leipzig eine Option für dich?

KADEN: Leipzig wäre im Großen und Ganzen eine Option für mich. Aber ich würde meine Freude-am-Tanzen-Familie in Jena nie verlassen.

kreuzer online: In welcher Szene verortest du dich selbst?

KADEN: Das ist schwierig zu beantworten. Ich denke, man kann trotz der vielen Genres sagen, dass ich in der House- und Techno-Szene zu Hause bin.

kreuzer online: Ist dein Solo-Album aus deiner Sicht bereits ein Erfolg?

KADEN: Für mich persönlich ist mein Album ein Erfolg, weil ich zufrieden bin und Dinge in die Realität umgesetzt habe, die ich schon immer machen wollte.

21.11., Distillery
http://www.mathiaskaden.de
Musik

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