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»Ja, das ist fucking bullshit!«

Videointerview mit Tocotronic

»In 15 Jahren hat diese Band nicht ein schlechtes Album produziert«, heißt es in der Kritik zu »Schall und Wahn«, unserer Platte des Monats Januar. Wie Tocotronic ihr eigenes Schaffen beurteilen, was sie von Bono halten, warum sie gegen Selbstverwirklichung sind und ob sie nach all dem Erfolg, besonders ihrer letzten Platte, noch Zweifel und Zukunftsängste plagen, erfahren Sie im folgenden Videointerview.

»In 15 Jahren hat diese Band nicht ein schlechtes Album produziert«, heißt es in der Kritik zu »Schall und Wahn«, unserer Platte des Monats Januar. Wie Tocotronic ihr eigenes Schaffen beurteilen, was sie von Bono halten, warum sie gegen Selbstverwirklichung sind und ob sie nach all dem Erfolg, besonders ihrer letzten Platte, noch Zweifel und Zukunftsängste plagen, erfahren Sie im folgenden Videointerview.

Lesen Sie hier die Rezension zur aktuellen Platte aus dem Januarheft:

Tocotronic – »Schall und Wahn«

Kleiner Tipp: »Im Zweifel für die Bitterkeit und meine heißen Tränen, bleiern wird mir meine Zeit und doch muss ich erwähnen: Im Zweifel für Ziellosigkeit – ihr Menschen hört mich rufen! – im Zweifel für Zerwürfnisse und für die Zwischenstufen …« Genau! Neue glasklare Ansagen und eindeutige Bekenntnisse der unmissverständlichen deutschen Band. Im Ernst: Das Schöne an Tocotronic, die uns auf ihrem neunten Album wieder auf das Aller-, Allerherzlichste begrüßen und uns beweihräuchern, wir seien so reizend, ist, dass man sie so schlecht versteht. Und wenn man doch mal glaubt, sie durchschaut zu haben, so wie im lustigen neuen Vers »Wer zu viel selber macht, wird schließlich dumm, ausgenommen Selbstbefriedigung«, wenn man zu wissen meint, unsere seltsame Band singt hier wieder ihre Tiraden des Protests, der Vielheit, der Ich-Auflösung oder wie sie das sonst so nennen, dann zieht immer noch ihr Kunstgriff der Unglaubwürdigkeit, der Verabscheuung alles Authentischen. Schön sind auch das Raunen und der Eunuchengesang des Songschreibers Dirk von Lowtzow und die immergleichen, lavaartig strömenden Akkorde, aus denen die Musiker stets die erhabensten Melodien herausziehen. In 15 Jahren hat diese Band nicht ein schlechtes Album produziert. »Schall und Wahn«, ich bin dir zugetan. Thomas Reinhold


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