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Auf ein Neues!

Am 9. Januar ist das Milieu wieder zu Gast bei Freunden

Kneiper können nicht singen! Wer will denn das sehen? Als Maike Beilschmidt das Konzept mit den singenden Gastronomen vor etwa fünf Jahren Paul Fröhlich für die naTo vorstellte, erfuhr sie erst mal viel Zweifel. Aber wenn ähnliche Events sogar in Halle an der Saale und in Hamburg Erfolg haben, dann sollte das in unserer »Weltstadt« doch auch gelingen.

Kneiper können nicht singen! Wer will denn das sehen? Als Maike Beilschmidt das Konzept mit den singenden Gastronomen vor etwa fünf Jahren Paul Fröhlich für die naTo vorstellte, erfuhr sie erst mal viel Zweifel. Aber wenn ähnliche Events sogar in Halle an der Saale und in Hamburg Erfolg haben, dann sollte das in unserer »Weltstadt« doch auch gelingen.

Bei der ersten Auflage 2007 platzte die naTo aus allen Nähten, bei der zweiten im größeren UT Connewitz schien das Ganze bereits etabliert und wieder ein Jahr später, im Januar 2009, machte die Veranstaltung rund 1.000 Fans im Werk II glücklich. Alles passte, die Akteure liefen wieder zur Hochform auf, angefeuert von einem mitreißenden Paul Fröhlich im Fellmantel, der mit seiner perfekten Performance (wie bei allem, was er anfing) zum Markenzeichen dieses Abends wurde.

Als starke Frau zog Maike Beilschmidt mit ruhiger Hand im Hintergrund die Fäden – das Dreamteam funktionierte wie am Schnürchen. Umso tiefer saß der Schock, als Paul Fröhlich im August tödlich verunglückte. So mancher trug auch das »Neujahrssingen für Gastronomen« nach dem Tod des begnadeten Entertainers mit zu Grabe. Im Sinne von Paul wäre das jedoch nicht gewesen. Also macht Maike Beilschmidt weiter und stemmt das Ganze diesmal allein – mit bewährten und neuen Partnern.

Gabi Smole vom KilliWilly und Mark Daniel von der LVZ musste sie nicht lange überreden. Die beiden gehören schließlich seit der ersten Stunde zu den »Stars« des Neujahrssingens. Gabi Smole plädierte sofort für eine Fortsetzung, denn »das ist ein Wow-Erlebnis, dort auf der Bühne zu stehen und selbst zu singen!« Mark Daniel hätte den ungezwungenen Spaß vermisst: »Man gibt dort alles, ohne Profi zu sein.« Da hat ihm Tonelli sicher einiges voraus. Der Bandleader und Sänger der Bands Feelman Soulorchester und P 70 ist sich trotzdem nicht zu fein, hier mitzumischen.

Will dieses Mal solo auftreten: Andreas Hahn vom Pilot, hier mit seinem Kollegen als Bues Brothers

Längst Blut geleckt hat auch Torsten Junghans von der Vodkaria: »Beim ersten Mal habe ich mich geärgert, nicht dabei zu sein. Das passiert mir nicht noch mal!« Ähnlich geht es wohl Miriam Kotzur und René Frechmann, die für das UT Connewitz wieder am Start sind und es »einfach aufregend finden, da zu singen«. Andreas Hahn vom Pilot reizt es, diesmal nicht zu zweit wie im vergangenen Jahr, sondern solo seine Botschaft zu verkünden. In bewährter Formation wollen Torsten Reitler und Rick Barkawitz von der Moritzbastei auftreten, vielleicht sogar im Trio. Ihre Ansage: »Man hat doch viel zu selten die Möglichkeit, sich bestens vorbereitet und äußerst gepflegt selbst auf die Schippe zu nehmen!« Wohl wahr!

Zum zweiten Mal zieht es auch Hendrik Lübbert vom Herd im Café Schiller on stage: »Das war voriges Jahr der Hammer: Du stehst da oben und 1.000 Leute kreischen dir entgegen!« Für ihn wie für alle anderen Gastronomen ist das eine schöne Gelegenheit, sich mit seinem ganzen Team locker zu machen. »Unsere Mitarbeiter sind Feuer und Flamme!« Wer nicht mitsingt, wird in die Show eingeladen. Was ihm beim ersten Mal noch gefiel? »Alle müssen sich die Zeit für die Proben echt abringen. Aber alle geben sich total viel Mühe, selbst mit kleinen Details, ihrer Garderobe, ihren Choreographien.« Das sollte man wohl auch von den SängerInnen des kreuzers erwarten, die nach einem bejubelten Solo des Verlagsleiters Egbert Pietsch 2008 und dem Schlager-Duo voriges Jahr diesmal als Chor das Publikum erobern werden.

In diesem Jahr mit Verstärkung in Form eines Chores: Das kreuzer-Schlagerduo vom letzten Jahr

Als Duett konnte Maike Beilschmidt Diana Engel und Ralf Heinecke vom Café Cantona gewinnen. Erfolgreich überreden ließen sich auch Alex Pikarski von Starbucks und Andreas Bürger vom Volkshaus, die ihrem ersten Auftritt entgegenfiebern. Last but not least formierte sich nach einem innerbetrieblichen Casting auch eine Boygroup vom GeyserHaus. Wer das Rennen machte und auf die Bühne darf, stand laut Thomas Farken bei Redaktionschluss noch nicht fest. Da Paul Fröhlich als Moderator nur schwerlich zu ersetzen sein dürfte, werden die »freischwebende Entertainerin« Andrea Höhn und der Schauspieler Stefan Ebeling der Veranstaltung als »Herr Ebeling und Frau Höhn« einen neuen Stempel aufdrücken. »Jeder von uns spielt seinen Part, ernsthaft und schräg«, freut sich Andrea Höhn auf ihre neue Rolle.

Wie immer wird live gesungen, von Rock und Pop bis Schlager ist so ziemlich alles dabei, begleitet von der Band Paratox. Und so sehen wir sie am 9. Januar alle wieder, als Dalida oder Depeche Mode, als Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Carlos Santana, Karel Gott & Darinka, Joe Cocker, Edwin Collins, Monty Python, Village People oder die Spice Girls. Ob solo, im Duett oder als ganzer Chor – beim »betreuten Singen« am 9. Januar 2010 auf der Showbühne im Werk II werden Wirte wie Redakteure ihre musikalische Seite zeigen. Maike Beilschmidt: »Das Konzept passt zu Leipzigs Szene. Es ist eine kreative Plattform für die Kneiper und ein sehr schöner Jahresauftakt.«

Neujahrssingen für Gastronomen, 9.1.2010, Werk II, Kartenreservierung unter neujahrssingen@web.de, Ticketpreis 10 €, Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
aus dem kreuzer-Heft 01.10

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