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Virtuelle Mutprobe

Das Schulmuseum zeigt die Schule im Widerstand gegen diktatorische Regime

Wie und wie weit die strategischen Fangarmen der zwei großen deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in die Bevölkerung eingriffen, zeigt ab Februar eine Ausstellung im Schulmuseum Leipzig. »Gegen den Strom – Schule im Widerstand« ist eine Dokumentation über Schüler und Lehrer, die sich über die Gleichschaltungsmaschinerie sowohl des NS- als auch des DDR-Staatsapparates hinwegsetzten.

Wie und wie weit die strategischen Fangarmen der zwei großen deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in die Bevölkerung eingriffen, zeigt ab Februar eine Ausstellung im Schulmuseum Leipzig. »Gegen den Strom – Schule im Widerstand« ist eine Dokumentation über Schüler und Lehrer, die sich über die Gleichschaltungsmaschinerie sowohl des NS- als auch des DDR-Staatsapparates hinwegsetzten.

Schicksale wie die des Schülers Dietmar Wachtels, der zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde, weil er mehrfach auffällig wurde, indem er zusammen mit Freunden unter anderem anti-sowjetische Lieder sang und Walter Ulbricht imitierte, sind dabei keine Einzelfälle. Auch der berufliche Verlauf des Sozialdemokraten, Reformpädagogikers und Schulleiters der 55. Volksschule, Arthur Wetzig, kann als exemplarisch für die Konsequenzen widerständigen Verhaltens in einer Diktatur, in diesem Falle des NS-Regimes, gesehen werden.

Gleichzeitig ist »Gegen den Strom« aber auch eine Ausstellung über Zivilcourage. Mit Hilfe von Touchscreens kann der Besucher seinen eigenen sozialen Mut testen und Schulklassen wird in einer »Geschichts-Ralley« das Schulleben in anderen Jahrzehnten erlebbar gemacht. Diese interaktive Herangehensweise steht ganz im Sinne des Schulmuseums, das sich seit seiner Gründung auch als Lehr- und Forschungszentrum sieht.

»Gegen den Strom – Schule im Widerstand«, Schulmuseum, 1.2. – 30.6., Mo-Fr, jeweils 9-16 Uhr, Eintritt frei
Kunst

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