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Besenheide, Wein, Calendula

Für einen schönen Herbst auf dem Balkon

Jetzt kommt der Herbst. Und die Zierpflanzen auf dem Balkon wandeln sich nach der Blüte zu nunmehr ausschließlich grünblättrigen Langeweilern. Bei Nutzpflanzen ist das ebenso. Nur dass diese ihre Ureigenschaft, den Nutzen, nicht mit den welken Blütenblättern abwerfen. Viele Balkons unserer Stadt münden in die Küche. Also, denkt sich der Urbanist ohne Garten, sollten Küchenkräuter den Balkon begrünen und Gäste wie den Urbanisten selbst durch Nutzen beglücken.

Jetzt kommt der Herbst. Und die Zierpflanzen auf dem Balkon wandeln sich nach der Blüte zu nunmehr ausschließlich grünblättrigen Langeweilern. Bei Nutzpflanzen ist das ebenso. Nur dass diese ihre Ureigenschaft, den Nutzen, nicht mit den welken Blütenblättern abwerfen. Viele Balkons unserer Stadt münden in die Küche. Also, denkt sich der Urbanist ohne Garten, sollten Küchenkräuter den Balkon begrünen und Gäste wie den Urbanisten selbst durch Nutzen beglücken.

Die erste Nutzpflanze, die eine Kräuterecke auf der Terasse bezieht, ist gemeinhin der Basilikum. Aus der Kaufhalle. Aber dieses Küchenkraut ist eher rein zufällig in einem Plastepott mit Erde verpackt. Und dankt die erste Vollernte mit Wachstumsverweigerung. Eignet sich also nicht wirklich, den Balkon in eine Oase zu verwandeln. Welche Nutzpflanzen also kriege ich auf dem Balkon zum glücklichen Wachsen?

Zunächst sollte sich der Nutzen von Pflanzen auf dem Balkon nicht nur auf potenzielle Nahrungsmittel beschränken. Lavendel beispielsweise passt in fast jedes Gefäß, duftet und blüht im Sonnenlicht bis spät in den Herbst, seine Blüten kommen getrocknet in kleine Stoffbeutel und scheuchen Motten aus dem Kleiderschrank. Auch die feine Ringelblume (Calendula) mit leuchtend dunkelgelber Blüte wächst und gedeiht in Pflanzkübeln im Sonnenlicht. Und wer noch ein Selbstversorgerprojekt für den Spätsommer sucht, der kann sich aus den Blüten Ringelblumensalbe zaubern und damit die von der Gartenarbeit geschrundeten Hände weich pflegen.

Ebenso kann Sonnen- und Sichtschutz den Nutzen von Balkonpflanzen beschreiben. Hier stehen kletterfreudige Gewächse im Vordergrund. Jedoch sollte man bei natürlichem Sichtschutz immer bedenken: Wo man nicht reingucken kann, kann man meist auch nicht rausgucken.

Hier sei dem Städter Wein empfohlen. Der wächst zwar nicht rasend schnell, dafür aber nicht nur am Südhang, sondern auch gerne an Strippen und Drähten rund um den Balkon in westlicher Richtung. Wer einen architektonisch herausragenden Balkon oder gar eine Dachterrasse bewohnt und seinen Wein so in ständigem Sonnenlicht baden lässt, der kann hoffen, tatsächlich einmal Trauben zu ernten. Zum Verzehr oder zur liebevollen Weinherstellung. Auch Clematis klettert und bildet mit ihren kelchförmigen Blüten bis weit in den Herbst hinein einen wunderschönen Sichtschutz zum Nachbarn. Wächst zwischen Wein und Clematis noch Efeu, ist auch im Winter der Sichtschutz gegeben, denn Efeu macht auch bei Frost Photosynthese und gilt somit als immergrün.

Apropos immergrün: Gerne wird zur dauerhaften Balkonfarbgebung die Erika, auch Heidekraut genannt, bemüht. Zu ihrer Familie gehört auch die Besenheide. Und die ist viel schöner. Kleine, dafür aber viele Blüten und eine knorrig-buschige Erscheinung lassen die Calluna zu Recht zum Geheimtipp für den Balkonherbst 2010 werden.

Gesehen bei: saltoflorale, Katharinenstr. 11, 04109, geöffnet Mo-Sa 10-19 Uhr, Tel. 1 49 89 23, http://www.saltoflorale-leipzig.de, 1. Herbstausstellung ab 4.9.2010
Gesehen bei: Plumbago, Sporergäßchen 1, 04109, geöffnet Mo-Fr 8-19,
Sa 10-19 Uhr , Tel. 9 93 80 37
aus dem kreuzer-Heft 09.10

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