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Elektro-Experimente in der Kulturwirtschaft

"Anna Gemina" aus Stuttgart sind Sonntag Abend zu Gast im Waldfrieden

Für alle, die mit guten Vibes in die neue Woche starten wollen, sind „Anna Gemina“ genau das Richtige. Die machen Musik, die aus Alltagsgeräuschen entsteht, aber dann doch sehr elektronisch klingt. Ein feines Experiment – und Sonntag Abend ist das im Connewitzer Waldfrieden zu hören.

Im Hintergrund steht ein Mann und schüttelt einen großen Holzstock. Der sieht aus wie ein Didgeridoo und macht Geräusche, als würden Glasperlen auf die Straße fallen. Daneben sein Bandkollege an der Technik. Er dreht an den Reglern, der Beat entwickelt sich langsam und trommelt alsbald gegen Wände und Brustfell. Vorn am Mikrofon dann diese Frau, die ein bisschen aussieht wie Frida Kahlo. Ihre glasklare Stimme strukturiert den Beat und erzählt mal auf Deutsch und mal auf Englisch von einfachen, aber deutlichen Emotionalitäten.

„Man sollte auf sein Herz hören“, singt sie etwa und beschreibt dazu mit langsamen und verwirrten Bewegungen ihre und vielleicht auch unsere Gedanken. Anna Gemina, das sind eigentlich Anna Illenberger, von der die poetisch–skurrilen Texte stammen und ihr Kollege Tokyo Tower, der den Rhythmus produziert. Auf der Bühne werden sie manchmal von einem Gastmusiker begleitet. Sein Name ist Marcel Engeler, der seine Schatztruhe an Musikinstrumenten auspackt und mit ganz besondern Geräuschen überrascht. Auf herkömmliche Song- und Kompositionsstrukturen nehmen sie dabei keine Rücksicht. Ihre Musik entsteht aus Alltagsgeräuschen und hört sich doch elektronisch an. Die Stuttgarter sind Sonntag Abend im Waldfrieden zu Gast. Eine gute Idee für alle, die mit guten Vibes entspannt in die neue Woche starten wollen.

„Anna Gemina”: 24.10., 21 Uhr, Waldfrieden
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