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Essen & Trinken

Der Schokoladenschock

Isabelle Léonard und Alexandra Picouays stellen in Leipzig Coulants her

  Der Schokoladenschock | Isabelle Léonard und Alexandra Picouays stellen in Leipzig Coulants her

Butter, Eier und Mehl, Cointreau, Schokolade, geriebene Mandeln und Trüffelmasse – aus diesen Zutaten bäckt Alexandra Picouays am großen Tisch der Küche ihrer Chocolaterie wunderbare kleine Schokoladenkuchen, die sie Coulants nennt. »In Frankreich sagt man auch Micuit oder Fondant dazu«, klärt sie auf und wiegt die Zutaten. Dann bringt sie mit ruhiger Hand Butter Zartbitterschokolade zum Schmelzen, mischt die übrigen Zutaten (bis auf die Trüffelmasse) in einer Schüssel, vermengt sie mit der weichen Schokomasse und gibt Eier plus extra Eigelb dazu. Sieht alles ganz einfach aus. »Das ist es auch! Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Rezepte original nach Hausfrauenart sind«, ergänzt ihre Partnerin Isabelle Léonard. Der cremige, dunkle Teig sieht verlockend aus. Zu Hause hätte Autorin dieser Zeilen ganz sicher dem Finger davon probiert. Hier verkneift sie sich das, macht ihre Arbeit und stellt Fragen, zum Beispiel nach den Zutaten. »Bei der dunklen Trüffelmasse haben wir uns für eine Sorte mit Crème fraîche entschieden«, ist von Alexandra Picouays zu erfahren. Manche Zutaten liefert ein französischer Spezialhändler, das meiste aber, wie Mehl oder Freilandeier, kaufen beide in der Region ein. Nachdem die erste Schicht des Teigs in kleine Schälchen gefüllt ist, kommt darauf »eine gute Menge« der Trüffelmasse. Eine zweite Schicht Teig bedeckt alles und ab gehts in den vorgeheizten Herd. Bei 180 °C Ober- und Unterhitze backen die Küchlein nun eine knappe Viertelstunde. Als der Küchenwecker endlich klingelt, bedarf es noch einmal einiger Minuten Geduld, bis die Coulants etwas abgekühlt sind. Dann ist es so weit: mit einem Löffel teile ich den duftenden Kuchen: Aus der leicht mürben Teighülle quillt dunkel glänzende Trüffelschokolade, die wunderbar intensiv und schwer schokoladig nach einem Hauch Cointreau schmeckt. Ich pfeife drauf, dass das eine wahre Kalorienbombe ist. Mehr als ein Stück davon ist sowieso nicht zu schaffen. Wer die Küchlein nicht in der Chocolaterie verspeist, sondern für 2,80 Euro mitnimmt, sollte sie auch zu Hause vor dem Genuss erwärmen. Es lohnt sich!


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