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Kreativpiloten im Anflug

Die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützt wieder Kreative bei ihren unternehmerischen Ideen

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Noch bis Ende Juni können sich Kreative und Kunstschaffende aus der Region für den Preis der »Kreativpiloten« bewerben. Bares Geld gibt es dafür nicht, allerdings ein Jahr lang wertvolle Hilfe bei der Entwicklung einer unternehmerischen Idee.

Im vergangenen Jahr war Christian Bollert unter den 32 glücklichen Gewinnern. Sein Radio detektor.fm erhielt den Titel »Kultur- und Kreativpiloten Deutschlands«, neben seinem Sender wurden drei weitere Unternehmen aus Mitteldeutschland gefördert. Durch die Unterstützung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft hat Bollert nach eigenem Bekunden seine Vorstellung von Online-Radio verbessern können. »Wir waren schon ein dreiviertel Jahr auf Sendung und dann ist es natürlich eine schöne Bestätigung, diesen Preis zu gewinnen. Die Unterstützung war insofern hilfreich, als dass wir reflektieren konnten, ob unser Konzept aufgeht. Mit Hilfe des effizienten Feedbacks haben wir einiges verbessert«, so Bollert, der Geschäftsführer von detektor.fm ist, dem innovativen Online-Radio mit Sitz in Leipzig.

Organisiert und durchgeführt wird die Vergabe der Kreativpreise vom u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. und dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft im Auftrag der gleichnamigen Initiative der Bundesregierung. Die Idee dahinter: Künstler, Kulturschaffende und anderweitig Kreative haben es besonders schwer, von ihrem Schaffen und ihren Ideen irgendwann zu leben. Wer den Preis der »Kreativpiloten« gewinnt, kann durch die umfassende Unterstützung des Kompetenzzentrums einen wesentlichen Schritt weiter kommen.

»Meist scheitert es an der fehlenden Marketingstrategie oder an wichtigen Kontakten«, meint Katja Großer, die regionale Ansprechpartnerin des Kompetenzzentrums der Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Letztes Jahr bewarben sich bundesweit 750 Kreative und innovative Unternehmen um den Preis, mit ähnlichem Andrang ist auch in diesem Jahr zu rechnen. Wie beim ersten Anlauf des Projekts 2010 werden auch jetzt wieder 32 Kreativschaffende ausgezeichnet und ihre Ideen gefördert.

Die Gewinner werden ein Jahr lang von Experten des u-instituts in ihrer unternehmerischen Idee begleitet und unterstützt. Es gibt diverse Workshops und Beratungen, etwa zu Themen wie »social media« oder »Fundraising«. Sobald das Projekt steht, besuchen die Experten des u-instituts die Unternehmen und beraten auch vor Ort. »Wir unterstützen die Kreativen ganz individuell, je nachdem, was für ein Projekt sie sich ausgedacht haben und welche Strategie sie verfolgen. Es ist interessant zu beobachten, wie sich ein Unternehmen in dieser Zeit entwickelt.«, so Großer. Ihre Erfahrung: Viele Geförderte wissen nach einem Jahr besser, wie ihr unternehmerischer Anspruch aussieht und wo es hingehen soll. Wichtig seien auch die angebotenen Netzwerke, zum Beispiel Kontakte zu anderen Unternehmen der Branche oder externen Experten.

Zukünftige Kreativpiloten, die durchstarten wollen, können ihre Bewerbung noch bis einschließlich 30.06. einschicken. Zur Bewerbung gehören ein kurzer Lebenslauf, ein 30-sekündiger Videoclip und ein kurzes Schreiben, woraus hervorgehen sollte, um was für eine Geschäftsidee es sich handelt.

http://www.kultur-kreativpiloten.de

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