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Wer hat das Buch?

Die Deutsche Nationalbibliothek will ihre Lücken schließen, Leipziger Bücherfreunde sollen dabei helfen

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Seit 1913 bemüht sich die Deutsche Nationalbibliothek (vormals »Deutsche Bücherei«), jedes deutschsprachige Buch in ihre Bestände aufzunehmen. Aber obwohl von jeder in Deutschland erscheinenden Publikation zwei Exemplare an sie abgeliefert werden müssen, kann die DNB ihren Sammelauftrag nicht immer erfüllen.

In ihren endlosen Regalen mit über 26 Millionen Büchern, Cds und anderen Medien klaffen Lücken. Die Gründe dafür sind vielfältig: Natürlich wird auch in den heiligen Hallen der DNB geklaut, manche Verlage versäumen die Abgabe ihrer Pflichtexemplare, gehen noch vor der letzten Mahnung Pleite, und der betreffende Titel ist inzwischen vergriffen. Um an solche Desiderate zu kommen, startet die DNB jetzt die Aktion »Wer hat das Buch?«.

Auf der DNB-Internetseite kann man im Katalog leicht recherchieren, welche Bücher fehlen. Es handelt sich dabei keineswegs nur um bibliophile Preziosen. Gesucht werden zum Beispiel auch Werke wie Walter Loos’ »Drei Beiträge zur theoretischen Physik« (Göttingen 1970) oder Hans Hass’ »Die Welt unter Wasser« (Wien 1975). Wer diese oder andere gesuchte Bücher in seiner Privatbibliothek aufstöbert, kann sie gegen einen Obolus (kleine Bücher drei, große Bücher fünf Euro), den die »Gesellschaft für das Buch« beisteuert, am 9. Oktober von 10 bis 16 Uhr am Tag der Offenen Tür der DNB abgeben.

http://www.dnb.de

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