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Fleischfabrik trifft Knochenmühle

Doppelspiel: Zwei Performances ertanzen die Produktion von Körperbildern

»United States«, Foto: Damir Zizic Größeres Bild

Wie werden Körper fabriziert? In welchen Bauschritten erfolgt die soziale Konstruktion des Leibes? Oder kurz: Wie entstehen Körperbilder? Die tänzerischen Performances »Kissing Elisabeth« von Britta Wirthmüller und Hermann Heisigs und Elpida Orfanidous »United States« formulieren diese und ähnliche Fragen. Die Schaubühne verschmilzt sie zu einem Abend, an dem sich aus dem Doppelspiel allerlei Querverbindungen ergeben.

Britta Wirthmüllers Solo – sie war im vergangen Jahr mit der Produktion »Vierfüßer« im Lofft zu Gast – geht dem Undarstellbaren auf die Spur und gibt dem Unvorstellbaren einen Hauch von Abbildung. In einer Bewegung aus Auf- Abtauchen dreht sich hier alles ums Erscheinen und Verschwinden von Körpern. Unheimlich und absurd geht »United States« zu Werke. Auch Hermann Heisig ist als gebürtiger Leipziger und Publikumspreisträger beim Tanzsolo-Wettberwerb der Euro-Scene 1997 ganz und gar kein unbekannter in der Stadt. Mit der Tänzerin Elpida Orfanidou richtet das Rampenlicht auf verschiedene physisch-psychische Zustände. Nah und intim am Publikum versetzen sie sich in gasförmige Depressionen, feste Freude und flüssige Langeweile.

»Kissing Elisabeth« und »United States«, 13./14.1., 20 Uhr, Schaubühne Lindenfels, http://www.schaubuehne.com

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