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Märchenhaftes und Schauriges

Die Kinostarts der Woche

»Hugo Cabret« Größeres Bild

Große Filme an diesem Kinodonnerstag: Martin Scorcese hat einen Kinderfilm gedreht, Agnieszka Hollands Oscar-nominierter Film wurde größtenteils in Leipzig gedreht und Ulrich Noethen gibt überzeugend den saddistischen Regisseur.

Paris in den dreißiger Jahren: Der zwölfjährige Waisenjunge Hugo (Asa Butterfield) lebt in den alten Gemäuern eines Bahnhofes. Seit sein Vater (Jude Law) bei einem Brand ums Leben gekommen ist, versteckt sich der Junge auf dem Dachboden hinter der großen Bahnhofsuhr und hält das komplexe Uhrwerk in Schuss. Eines Tages trifft er auf die neugierige Isabelle (Chloë Grace Moretz). Gemeinsam ergründen sie das Rätsel um einen Roboter und treffen den legendären Filmpionier Georges Méliès (Ben Kingsley). Mit der Verfilmung des preisgekrönten Kinderbuches von Brian Selznick »Die Entdeckung des Hugo Cabret« blickt Oscar-Preisträger Martin Scorsese auf die Anfänge des Kinos und erinnert eindrücklich an den französischen Illusionisten, Theaterbesitzer und Filmregisseur Georges Méliès, der zu den Pionieren der Filmgeschichte gehört. Das bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzte 3D-Spektakel »Hugo Cabret« (Kritik siehe kreuzer 02/2012) startet heute im CineStar.

Kurz vor dem großen Öl-Boom in Arabien, Anfang der dreißiger Jahre, schließen die beiden verfeindeten Stammesfürsten Nessib (Antonio Banderas), Emir von Hobeika, und Amar (Mark Strong), Sultan von Salmaah, einen Waffenstillstand. Als Sicherheitspuffer zwischen ihren beiden Territorien soll der sogenannte Yellow Belt dienen, eine Zone, auf die keiner von beiden je Anspruch erheben darf. Jahrelang herrscht Frieden, bis eines Tages genau in diesem Niemandsland große Ölvorkommen entdeckt werden. Der französische Filmemacher Jean-Jacques Annaud (u.a.: »Der Name der Rose« und »Sieben Jahre in Tibet«) erzählt in seinem Abenteuerepos »Black Gold« von Macht und Rivalität, Herrschaft und Ehre, Liebe und Familie. Er entführt den Zuschauer in eine Zeit, in der im Nahen Osten der Machtkampf um das schwarze Gold entfachte. Basierend auf dem Roman »Der schwarze Durst« von Hans Ruesch hat Annaud vor der spektakulären Kulisse der arabischen Wüste ein bildgewaltiges Action-Drama inszeniert, dessen Geschichte allerdings nur schwerlich die Komplexität des Themas, der Einfluss der Erdöl-Milliarden in Arabien, erfasst. Der Film startet heute im CineStar.

Für etwas Wärme in diesen kalten Wintertagen sorgen die Dardenne-Brüder mit ihrem neuen Film »Der Junge mit dem Fahrrad« (Kritik siehe kreuzer 02/2012). Darin geht es um den zwölfjährigen Cyril (Thomas Doret), der von seinem Vater auf unbestimmte Zeit in einem Kinderheim untergebracht wurde. Da Cyril nichts mehr von seinem Vater hört, beginnt er ihn zu suchen. Bei seiner verzweifelten Suche trifft er auf die Friseurin Samantha (Cécile De France), die Cyril am Wochenende Unterschlupf gewährt und ihm eine Art Zuhause bietet. Anfangs fällt es dem Jungen schwer, die Zuneigung und Gutmütigkeit Samathas anzuerkennen. Das moderne Kinomärchen der Dardenne-Brüder ist ab heute in den Passage Kinos zu sehen.

Die Schauburg zeigt ab heute den Oscar-Anwärter »In Darkness« der polnischen Regisseurin Agnieszka Holland. Die Besprechung zum Film finden sie im aktuellen Kreuzer. Unser Autor Martin Schwickert hat sich den Film »Die Unsichtbare« von Christian Schwochow über einen berüchtigten Theaterregisseur, der von seinen Schauspielschülern alles fordert, angesehen.

Weitere Kinostarts finden Sie auf unserer Homepage und im Heft.

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