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ACTA ad Acta again

Bilder von der Leipziger Demonstration gegen das Handelsabkommen

Kreativer Protest gegen ACTA Größeres Bild

»Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns das Netz wegklaut!«, schallte es am Samstag über den Augustusplatz. Erneut demonstrierten 1.200 Menschen gegen das internationale Handelsabkommen ACTA in der Leipziger Innenstadt.

Nachdem schon am 11. Februar Tausende auf die Straße gegangen waren, um gegen ACTA zu protestieren, hatten unter anderem die Grünen erneut zum Protest aufgerufen. Über 1.000 Demonstranten folgten dem Aufruf, Musik, die quer über den Augustusplatz schallte, ließ die Masse an Schaulustigen mit den Protestlern eins werden. Neben Parteien wie den Grünen und den Piraten oder der SPD-Jugendorganisation Jusos kamen auch Mitglieder der Occupy-Bewegung, um die Bürger Leipzigs für den Einsatz ihrer Rechte zu animieren. Mit ähnlicher Gesinnung, nur ohne Gesicht, ließen sich Träger der Guy-Fawkes-Masken blicken. Als Zeichen der Widerstandsbewegung gehören diese Masken bereits zum guten Ton. Kurz vor der Demonstration um den Stadtring begannen die Reden, in denen die Abschaffung der Kriminalisierung des digitalen Lebensstils, die Anpassung der Urheberrechte und die Abschaffung des ACTA-Gesetzeskatalogs gefordert wurden.

Schätzungsweise 200 Meter war der anschließende Protestzug lang, der sich im Uhrzeigersinn um die Leipziger Innenstadt schlängelte, während ahnungslose Beobachter mit Flyern versorgt wurden. Etwa zehn Einsatzwagen der Polizei standen bereit, doch gab der Protest trotz lautstarker Knallkörper keinen Anlass zum Einschreiten.

Einen »vollen Erfolg« nannte Jürgen Kasek, Vorstandssprecher der Grünen Leipzig, die bundesweiten Proteste. »ACTA ist vom Tisch.« Als internationales Handelsabkommen sollte ACTA der Standard zur Bekämpfung von Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen werden. Doch der Gesetzesentwurf stand aufgrund seines hohen Missbrauchspotenzials für Manipulation und wegen Eingriffs in die Privatsphäre heftig in der Kritik.

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