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Wawrzynski ante Portas

Polizeipräsident wird CDU-Kandidat für das Amt des OBM

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Nach langer Suche hat die Leipziger CDU nun endlich einen Herausforderer für Burkhard Jung (SPD) gefunden: Am vergangenen Samstag wurde auf dem CDU-Kreisparteitag der Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski zu ihrem Oberbürgermeisterkandidaten gewählt.

Mit 114 zu 75 Stimmen setzte er sich gegen Volker Lux durch, der als Parteilinker gilt und derzeit Chef der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU ist. Medienberichten zufolge hatte Wawrzynski zuvor angekündigt, auch ohne die CDU als unabhängiger Kandidat antreten zu wollen.

Für Wawrzynski ist die Politik die Karriere nach der Karriere. Der 59-Jährige wäre unabhängig von seiner Kandidatur nächstes Jahr regulär in Rente gegangen. Politische Ambitionen wurden Wawrzynski indes schon länger nachgesagt. Vor allem seine Kritik an der Drogenpolitik der Stadt hatte diese Spekulationen angefacht, war aber vielfach auch als illegitime Einmischung des Polizeipräsidenten wahrgenommen worden. Dieser hatte damals bemängelt, die »Wohlfühlpolitik« der Verwaltung, etwa die Ausgabe von sauberen Spritzen an Suchtkranke, würde die Stadt für Drogenabhängige erst attraktiv machen und die Beschaffungskriminalität in die Höhe treiben.

Die Wahl zum Leipziger Oberbürgermeister findet am 27. Januar 2013 statt. Neben Wawrzynski und Amtsinhaber Jung treten außerdem die Bundestagsabgeordnete Barbara Höll (Die Linke) und der Klimaforscher Felix Eckardt (Grüne) an. Auch FDP und die Piraten haben angekündigt, mit eigenen Kandidaten in den Wahlkampf ziehen zu wollen, diese aber noch nicht vorgestellt.

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