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Das Spiel ist aus #7

Ukrainische Literaten zu Fußball und Politik – Heute: Taras Malkovych

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Die glitzernden Arenen in Lwiw, Kiew, Donezk und Charkiw mögen ein paar Spiele lang ganz Fußballeuropa überstrahlen. Für die Demokratie und Opposition jedoch leuchtet der Himmel über der Ukraine nach wie vor grau in grau. Deshalb fragten wir uns: »Was denkt eigentlich das ukrainische Volk über Fußball und Politik und die EM?« Lassen wir doch an Stelle des Volkes die Stimmen des Volkes zu Wort kommen: die ukrainischen Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker und andere Aktivisten der quicklebendigen Literaturszene des Landes. Wir baten sie, uns in ein paar Sätzen zu verraten, wie sie die Sache sehen. Und stellen Ihre Antworten in loser Folge während der EM vor.

kreuzer: Lieber Taras! Was denkt das Volk zu Politik und Fußball und zur EM?

TARAS MALKOVYCH: Ich bedaure so sehr, dass die Fußballeuropameisterschaft in der Ukraine stattfindet, während die Demokratie in diesem Land ihren größten Sturz durch die anti-ukrainischen und kriminellen Maßnahmen der derzeitigen Regierung erlebt. Dabei hätte die EURO 2012 ein gewaltiger Sprung mit Vollgas in Richtung Europa sein können. Ich hoffe aufrichtig, dass alle EU-Sanktionen gegen die Ukraine nicht die normalen Menschen in der Ukraine treffen werden. Und dass sie auch nicht zu Visaschwierigkeiten für Künstler führen, die sich bemühen die Ukraine in dem warmen Licht darzustellen, dass das Land jenseits der düsteren politischen Situation augenblicklich ausstrahlt.

Taras Malkovych (*1988) ist Übersetzer und Dichter. Der Sohn des bekannten ukrainischen Dichters Ivan Malkovych arbeitet in dessen Verlag »A-BA-BA-HA-LA-MA-HA«, einem der bekanntesten Kinderbuchverlage in der Ukraine. Taras lebt in Kiew.

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