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Wie die Axt in der Kulturlandschaft

Der bundesweite Gema-Aktionstag findet am Donnerstag auch in Leipzig statt

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Die Gema beschließt höhere Tarifabgaben. Am kommenden Donnerstag ruft ein Aktionsbündnis zur Demonstration gegen die Pläne der Verwertergesellschaft.

Es erscheint für viele Kulturschaffende wie der am längsten geplante Aprilscherz, seit es Aprilscherze gibt: Die Gema will ab dem 1. April des kommenden Jahres neue Tarifabgaben einfordern. Clubbetreiber müssen nach den neuen Tarifen oft ein Vielfaches an Abgaben leisten. Mehr als 1800 Leipziger unterzeichneten bereits die Online-Petition gegen die Pläne der Gema (Connewitz: 495, Plagwitz: 577, Südvorstadt: 735).

Am Donnerstag, 6. September, mobilisiert das Aktionsbündnis kultur-retten.de bundesweit die Kulturschaffenden zu einem Protesttag. Beginn der Leipziger Demo ist um 17 Uhr am Connewitzer Kreuz mit Gema-freier Musik und einer Auftaktkundgebung. Der Demonstrationszug zieht nach einer Zwischenkundgebung am Südplatz weiter zum Marktplatz, wo gegen 19.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Derweil heizt eine interne Mail der Gema die Debatte weiter an. Offenbar ist der Verwertergesellschaft die im Grundgesetz verankerte Versammlungsfreiheit der Bürger eher lästig. Ein rechtliches Vorgehen der Gema gegen den Aktionstag sei – so schreibt die Organisation in der Mail – „aufgrund des grundgesetzlich gewährleisteten Versammlungsrechts nicht möglich.“

http://kultur-retten.de/
http://http://www.facebook.com/events/274548642645698

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Dein Kommentar

2 Kommentare

  1. Uetzelbruetzel | 25. Oktober 2012 | um 12:25 Uhr

    GEMA ist lediglich ein Verein, der sich an seinen Mitgliedern bereichert. Darum: Austreten und nichts mehr bezahlen!!
    So naiv sich das jetzt lesen mag; das Hotel- und Gaststättengewerbe incl. Discobetreiber und sonstige Betreiber sollen doch bitteschön einfach die Gebührenzahlungen an die GEMA einstellen, bzw. „!nur noch“!! und ausschließlich unter Vorbehalt der Rückforderung bezahlen! Des weiteren besteht die Möglichkeit, die Gebühren ab 2013 wie in bisheriger Höhe weiter zu bezahlen und die darüber hinausgehende Summe erst einmal zur Seite oder auf ein extra Konto zu legen. Sämtliche Schreiben und Drohungen der GEMA mit genau der gleichen Frechheit und Arroganz beantworten und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen. Jammert nicht, wehrt euch doch endlich selbst!! Auf unsere Politiker ist doch überhaupt kein Verlass! Die sitzen in derart vielen Vorständen, es würde mich nicht wundern, wenn einige auch in den Vorständen der GEMA sitzen und damit deren Interessen vertreten. Unmöglich?! Nicht in Deutschland!!
    Wie sonst kann ein Verein derart frech agieren. Erteilt diesem Mafiakraken eine gesalzene Absage, Petitionen helfen erfahrungsgemäß überhaupt nicht. Erteilt ihm und seinen Mitarbeitern Grundstücks- und Hausverbote unter Androhung von Strafanzeige und Unterlassungsklagen. Die se können laut Urteil vom AG Bremen, AZ: 42 c 43/10 tatsächlich ausgesprochen werden. In diesem Fall betraf es zwar die GEZ, sollte sich jedoch unverändert auch auf die GEMA anwenden lassen. Probiert’s einfach.