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Kaum Schlaf beim Boss-a-nova

Chef-Allüren sind des Metallers nicht und zum Stahlfest sind’s nur ein paar Tage

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»You suffer…« – Die vergangenen Wochen wird die kreuzer-Bürobesatzung wohl unter der Rubrik »seltsame Erfahrungen« abspeichern. Lärmend-metallische Geräusche setzte das Cheredakteurbüro frei. Ein Piratentotenschädel prangte an dessen Tür. Was war geschehen?

Nun, ich musste für unseren Chef einspringen, der auf längerer Recherchetour war, und die Märzausgabe als Oberaufseher stemmen, statt nur wie sonst Galeerensklave der Heftproduktion zu sein. Und wenn ich schon auf so einem Sessel präsent sein musste, dann wollte ich mich wenigstens auch etwas einrichten.

Diese Etappe Boss-a-nova ist nun auch Ahab sei Dank – sie versüßten mir im Bandhaus mit schwer geteerten Planken und Krakengetöse einen Abend zwischen Redigieren und Verzweifeln, Thanx dafür – vorbei. Das Freischärlertum hat mich wieder und ich kann wieder Nächte zum Tag machen – und wieder ausschlafen. Und mich mit einem Holiday Hell Roast à la Vegan Black Metal Chef auf die arschfaule Haut legen.

Aber genug geklagt. Über mögliche Verbindungen von Chefsein und Metal will ich an dieser Stelle gar nicht nachdenken, sonst lande ich sofort bei Ross the Boss. Dieses True-Geschrammel will ich weder mir noch anderen antun. Todkalter Relativismus, wie ihn Ex-Vatti-Chef Ratzinger uns Ungläubigen gern zuschiebt, hin oder her, beim ästhetischem Abgrund ist Schluss. »Ein Mann aus Stein« ist auch der Titel eines Eïs-Songs. Mit dem »Wetterkreuz« auf dem Rücken werden die Bielfelder das vierte Stahlfest in der MB anführen. Als ob der Schnee derzeit nicht genug wäre, wird es mit Extreme-Ambient dann arg frostig. Geladen zu seinem verspäteten Ehrentag hat Stahlin fürderhin die Black’n’Deather von Tauthr (Kiel), AIN (Nordhausen) und CNTMPT! (Leipzig). Bevor mich der Seelenhunger mich dorthin treibt, treibe ich noch ein bisschen durch die neu erkämpften freien Welten, ohne Führer, ohne Helden. Slainte!

Stahlfest: 9.3., 20 Uhr, MB

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