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Klingt wie eigene Songs covern

Shout Out Louds kommen mit ihrem Schweden-Pop überraschend nach Leipzig

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Im Jahre 2007 spielten sich Shout Out Louds mit »Tonight I have to leave it« in die Herzen von ungezählten Disko-Gängern. Später in ihrer Karriere musizierten sie mit einem Teil der Duisburger Philharmoniker und haben Band of Horses mit einem ganz eigenen Cover gewürdigt. Jetzt treten sie kurzfristig im UT Connewitz auf, was nicht nur unter Disko-Gängern für Freude sorgen wird. Denn die Band verfügt über ausgewiesene Live-Qualitäten, die sie schon bei zahlreichen Festivals etwa in Roskilde und Haldern unter Beweis stellte.

Für das neue Album »Optica« durften wieder Streicher mit ins Studio. Zusätzlich hat die Band den gesamten Produktionsprozess umgestaltet. Für den Nachfolger wurde Wert auf eine demokratische, experimentierfreudige Atmosphäre gelegt. Die neuen Stücke prägten mehr als in der Vergangenheit alle Mitglieder. Bislang hatte Sänger und Gitarrist Adam Olenius die Hauptanteile am Songwriting. Diesmal probten die Schweden praktisch im Studio, was der Musik höchst zuträglich ist. »Zuhause tendiert man immer zu ähnlichen Lösungen. Im Studio hingegen hat man die ganze Palette an technischen Werkzeugen direkt vor der Nase und probiert einfach mehr aus«, erklärt Olenius.

Dementsprechend ist die aktuelle Veröffentlichung weniger verdichtet als die letzte. »Optica« besticht durch eine überbordende Ideenfülle, dicke Keyboard-Schichten und watteweiche Gitarrenlinien. Mit anderen Worten: Auch bei Shout Out Louds haben sich die 80er im Studio breitgemacht. Die Hochachtung von Kollegen wie Fleetwood Mac und Prefab Sprout dürfte den Schweden für dieses Album sicher sein. Und selbst ABBA-Vergleiche in puncto Produktion nimmt die Band sportlich, denn an denen kommt schließlich niemand vorbei, der Pop macht. Fragt sich eigentlich nur noch, wie die Gruppe dieses grandiose Produktionsmonster live umsetzen will. Olenius freut sich auf die Tour: »Es wird wahrscheinlich so klingen, als ob wir unsere eigenen Songs auf der Bühne covern, da wir zum Teil nicht mehr genau wissen, wer welchen Part bei den Aufnahmen gespielt hat. Ich hoffe, dass wir für die Auftritte keine zusätzlichen Musiker einstellen müssen. Wir machen lieber alles selbst.« Man darf gespannt sein.

Shout Out Louds – Spöken

Shout Out Louds: 29.4., 21 Uhr, UT Connewitz

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