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Another Sound Is Possible?

Spendenaktion für eine Anlage im neuen Club Institut für Zukunft

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Es herrscht reges Treiben in der Leipziger Clublandschaft. Nachdem im September das Täubchenthal eröffnen soll, wird auch im Kohlrabizirkus an einer neuen Location für elektronische Musikveranstaltungen gearbeitet. Unter dem Motto »Another Sound Is Possible« sammeln die zukünftigen Clubbetreiber mit einer Crowdfunding-Aktion Geld für die spezielle Soundanlage. Unterstützt werden sie dabei von Kassem Mosse, Mix Mup und vielen anderen Künstlern.

Institut für Zukunft soll der neue Veranstaltungsort im Süden heißen, genau wie die Partycrew, die zusammen mit Leuten von Homoelektrik, Aequalis, Palette700, IO und Vertigo dieses Projekt gemeinsam stemmen will. Beziehungsweise schon zu großen Teilen gestemmt hat. Laut Informationen der Macher sei die Finanzierung des gesamten Vorhabens bereits zum jetzigen Zeitpunkt gesichert. Abgesehen vom Audio Soundsystem, für das 30.000 Euro zusammen kommen sollen. »Das Herzstück jeder Technoparty ist schließlich die Anlage«, erklärt IfZ-Sprecherin Emilia Miguez. »Wichtig ist uns nicht nur die Musik, sondern ebenso ein offenes, kreatives und tolerantes Miteinander, das man leider in vielen Clubs vergebens sucht«, so die Motivation der Crew. Unterstützer haben sich bereits jenseits des Stadtrandes gefunden, vom about blank in Berlin bis zu Knarf Rellöm aus Hamburg.

In der ersten Woche, in der die Crowdfunding-Aktion läuft, kamen bereits knapp 4.000 Euro zusammen, die mit limitierten Mixtapes von Kassem Mosse oder Mix Mup, mit Gästelisten, Beuteln oder Vinyls belohnt werden. Zeitgleich wird in den Blogs dieser Stadt schon spekuliert, wie die Zukunft hier aussehen könnte. »Freuen wird das die partyorientierten Kids der Mittelschicht, die nicht wissen, dass man die Verhältnisse nicht schöntanzen kann«, meint das Basteiblog. »Die Vorstellung vor einem Sven Marquart zu stehen und mit Händen und Füßen zu erklären, man habe doch gespendet und möchte nur gucken wofür denn eigentlich, bringt mich zum Lachen«, erklärt itsours und frohfroh findet die »die breite, ›prominente‹ Unterstützung« am beeindruckendsten.

Spenden kann man noch bis Mitte August hier. Wieso, warum und wofür zeigt das Startnext-Video.

Mehr zu den Plänen und der Diskussion um die neuen Clubs in der nächsten Ausgabe des kreuzer.

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Dein Kommentar

2 Kommentare

  1. kamille | 31. Mai 2013 | um 12:56 Uhr

    Es ist nicht gerade eine journalistische Hochglanzleistung, die unfundierten Kommentare diverser pseudointellektueller Blogs einfach zu übernehmen, um sich die Bildung einer eigenen Meinung vorzubehalten. Dass mit genau solchen voreiligen und wohl auch haltlosen Urteilen dieser Blogs die erfolgreiche Umsetzung der Crowd-Funding-Aktion vielleicht behindert wird, scheint den Kreuzer offenbar nicht zu interessieren. Wobei doch gerade jener derartige kulturelle Gebärden seiner Stadt den Rücken stärken sollte. Schwache Leistung. Es wäre begrüßenswert gewesen, zu dem Club eine genauere Recherche zu betreiben, um zu sehen, was wirklich dahintersteckt. Die Leute wohnen in eurer Stadt, warum fragt ihr sie nicht, anstatt eure Informationen aus unsouveränen Blogs zu beziehen.

  2. Onlineredaktion | 31. Mai 2013 | um 16:24 Uhr

    Liebe Kamille,
    wie unter dem Beitrag angekündigt: Die ganze Geschichte (mit genauer Recherche!) kannst Du im nächsten kreuzer lesen.
    Herzlicher Gruß aus der Redaktion!