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Editorial 04/2017

Das neue Heft ist da!

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An dieser Stelle veröffentlichen wir das Editorial der April-Ausgabe des kreuzer. Chefredakteur Andreas Raabe berichtet, was es im neuen Heft zu lesen gibt.

Das Knistern der Tonspur, das Rattern der Rollen, der scharfe Lichtschein aus dem Objektiv durchs Dunkel auf die Leinwand: Kino war schon immer eine tolle Sache. Und was wurde nicht gemunkelt über das Ende des Zaubers und der kleinen Lichtspielhäuser im Zuge der Digitalisierung des Kinowesens.

Heute kommen die Filme nicht mehr auf Rollen gespult in die Vorführräume, sondern auf einer Festplatte in einem gepolsterten Köfferchen – nebst Adapter zum Anstöpseln. Doch diese Digitalisierung nützt auch den kleinen Programmkinos – das zumindest ergaben unsere Recherchen in den Arthouse-Kinos Leipzigs. Denen geht es nämlich gar nicht so schlecht. Woran das liegt, erfahren Sie im Aufmacher unseres Titeldossiers zum Thema Kino in Leipzig ab Seite 18. Außerdem haben wir die Historie der Kinos in Leipzig erforscht, berichten über den Plan eines Filmkunsthauses in der Gottschedstraße und erzählen, wie es sich anfühlt, wenn man die mit allerlei akustischen Wunderlichkeiten gespickte Kinoorgel im Grassi-Museum spielt.

Nach dem ganzen Oscar-Trubel wollte Sandra Hüller erst mal keine Interviews mehr geben. Wir fragten trotzdem nach bei der gefeierten Schauspielerin – denn der »Toni Erdmann«-Star wohnt seit einiger Zeit wieder in Leipzig, wo sie auch schon zu Beginn ihrer Karriere arbeitete. Und zu unserer Überraschung sagte sie zu – so gab es Mitte März Staralarm beim kreuzer. Bei einem feinen Caffè Excelsior entspann sich ein interessantes Gespräch mit der tollen Frau Hüller, das Ergebnis können Sie in unserem Interview des Monats ab Seite 28 nachlesen.

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Bernd Stracke 1983, Foto: Christiane Eisler / Transit-Archiv

Wir bitten um Entschuldigung: Sehr unangenehm ist uns nämlich, dass wir im März-Heft auf unserer Letzten Seite, auf der seit einigen Monaten Geschichten über Leipziger Dichter, Denker und Künstler erzählt werden, ein falsches Bild abdruckten. Im Text ging es um Bernd Stracke, in den achtziger Jahren Sänger der legendären Leipziger Punkband Wutanfall. Über dem Text war jedoch ein Foto zu sehen von Chaos (Jürgen Gutjahr), der vor Stracke bei Wutanfall sang. Darum haben wir auf dieser Seite hier das richtige Foto nachgeliefert. Und wie der Zufall es will, beschäftigen wir uns auch gleich mit der Fotografin Christiane Eisler (Seite 114), die damals all die Punkerbilder im Leipzig vor der Wende schoss.

Das Ende unserer beliebten Kolumne »Überflüssig« auf Seite 76 im Ressort Kinder & Familie begehen wir mit einem großen Knall. Nämlich dem Verriss eines Produktes, das in seiner Symbolik kaum noch zu überbieten ist: der pinke Mädchenglobus der Firma Räthgloben aus Markranstädt.

Kommen Sie mit uns auf die helle Seite der Macht!

Andreas Raabe

chefredaktion@kreuzer-leipzig.de

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