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Hello, my game is

Der Streetart-Aktivist Invader lädt in sein Gehirn ein

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Auf den Straßen von Paris fing Mitte der Neunziger Jahre der Künstler »Invader« damit an, Mosaike von gepixelten 8-bit-Videospielcharakteren an die Wände der Banlieues zu bringen. Damals schon waren die Kunstwerke deutlich subversiv, praktisch eine Form des öffentlichen Hackens. Ein Weilchen buk Invader dann kleinere Baguettes, bevor alles richtig durch die Decke ging. Er brachte […]

Auf den Straßen von Paris fing Mitte der Neunziger Jahre der Künstler »Invader« damit an, Mosaike von gepixelten 8-bit-Videospielcharakteren an die Wände der Banlieues zu bringen. Damals schon waren die Kunstwerke deutlich subversiv, praktisch eine Form des öffentlichen Hackens. Ein Weilchen buk Invader dann kleinere Baguettes, bevor alles richtig durch die Decke ging. Er brachte seine Arbeiten in die Savanne Tansanias und auf die International Space Station (ISS) ins Weltall.

Der Künstler betont immer wieder, wie sehr er von der Ikonografie der Videospiele aus seiner Kindheit beeinflusst ist. Da lag es nahe, eine Aufstellung im Pariser Musée en Herbe, einem Museum für Kinder, aufzuziehen. Hier darf man aber nicht nur angucken, sondern auch interaktiv anfassen. Im Eingangsbereich sind Arcade-Maschinen wie Pac-Man, Pong, Breakout und Tetris in eine Wand gebaut, sodass die Spiele vor Beginn der Ausstellung gezockt werden können. Ganz am Ende finden sich farbige, pixel-ähnliche Magneten, mit denen die Besucher ihre eigenen Invader-mäßigen Kunstwerke gestalten können. Zu der ganzen Invader-Geschichte geht es bitte hier entlang.

Vor dem Schnelldurchlauf noch dieser eindrucksvolle Trailer zu »Detroit: Become Human«:

In Kürze: Wie Spieledesigner fast vor die Hunde gehen, die schönsten WoW-Anekdoten, die radikalen Klimawandel-Lösungen in Videospielen, wenn Fans Vergewaltigungen crowdfunden, der »Epic Sax Guy« in »Dark Souls«, Gronkh muss möglicherweise bald für Streams blechen, kleine Revolten in Computerspielen, das Museumsspiel »Die Legende der Goldenen Konsole« sowie in Interview mit Andreas Lange zur Bewahrung digitaler Spiele.

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