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Müder Endboss

Oathbreaker vertonen Winterdepressionen im UT Connewitz

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Vor zwei Jahren hinterließ das belgische Quartett Oathbreaker im IfZ in heimeliger Runde eine akustische Schneise der Verwüstung und offene Münder. Und weil das so schön war, stattet die Truppe um Sängerin Caro Tanghe nun dem UT Connewitz einen Besuch ab. Das ist eine gute Idee, denn die Lokalität passt zu der morbiden und genresprengenden Virtuosität von Oathbreaker wie Arsch auf Eimer.

Möglicherweise gibt es die Band bald eine ganze Weile nicht mehr zu sehen. Man sei vom vielen Touren ausgebrannt, hieß es. Woanders würde sich das wie eine blöde Floskel anhören, angesichts der Intensität der Shows ist das aber durchaus glaubwürdig. »2017 war ein heftiges Jahr für uns als Menschen und auch als Band. Deshalb werden wir nächstes Jahr eine Pause einlegen und wahrscheinlich nicht live spielen und den Fokus auf das echte Leben legen. Wir fangen aber bald an, ein neues Album zu schreiben«, erklärt die Band auf Facebook.

Auf Koventionen steht die Band eh nicht so, insbesondere auch musikalisch. Wenn auf ein sanftes Intro ein tosender Blastbeat folgt, ist das viel mehr als das alte Leise-Laut-Spiel. Denn Oathbreaker perfektionieren eine heimsuchende Wucht und Atmosphäre, komplex und entwaffnend offensiv. Als Vorband spielt Syndrome, ebenfalls aus dem Künstler-Kollektiv Church of Ra.

Oathbreaker, Syndrome: 7.12., UT Connewitz, 20 Uhr

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