Startseite / kreuzer plus | Stadtleben / Lipsia und die wilden Tiere

Lipsia und die wilden Tiere

Sie sind mitten unter uns. Nachdem der Mensch die Wildtiere aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben hat, erobern sie sich die Stadt. Was erwartet Leipzig, nachdem die Wildkatze zurückgekehrt ist und der Wolf durchs Umland schleicht? Eine Bestandsaufnahme

Größeres Bild

Es ist ein Tag im Sommer, als der Fuchs entscheidet, dass es so nicht weitergehen kann. Die Bauprojekte des Menschen haben seinen Lebensraum zerstört, es gibt kein Wasser mehr, die Bäume sind gefällt, die Lichtungen zubetoniert. Zusammen 
mit den anderen Tieren des Thalerwalds schließt der Fuchs einen Pakt. Sie werden einander helfen und sich nicht gegenseitig auffressen – so lange, bis ein neuer Ort zum Leben gefunden ist. Dann verlassen die Tiere den Wald.

Dieser Pakt der Wildtiere beschreibt den Plot einer europäischen Koproduktion aus den frühen neunziger Jahren. Die Fernsehserie »Als die Tiere den Wald verließen« lief in über 20 Ländern, umfasst 39 Folgen und handelt von der Odyssee einer fiktiven Gruppe wilder Tiere. Die Gründe, die sie zur Flucht bewegen, sind jedoch real…

Wie funktioniert kreuzer plus mit Laterpay?

Bei kreuzer plus veröffentlichen wir in der Regel Beiträge aus der Printausgabe des kreuzer, die ansonsten nur Käufern oder Abonnenten des Heftes zugänglich sind. Wir haben uns für das Bezahlsystem Laterpay entschieden, mit dem man auch bei anderen Online-Medien bezahlen kann. Das Prinzip: Bis zu einem Betrag von 5 Euro lesen Sie völlig kostenlos.Hier erfahren Sie mehr. Tipp der Redaktion: Hier klicken und ein Abo des gedruckten kreuzer abschließen. Der bietet nämlich noch mehr Texte, liest sich besser – und ist laut taz das »beste Stadtmagazin Deutschlands«.

Dieser Pakt der Wildtiere beschreibt den Plot einer europäischen Koproduktion aus den frühen neunziger Jahren. Die Fernsehserie »Als die Tiere den Wald verließen« lief in über 20 Ländern, umfasst 39 Folgen und handelt von der Odyssee einer fiktiven Gruppe wilder Tiere. Die Gründe, die sie zur Flucht bewegen, sind jedoch real. »Die Lebensbedingungen für wilde Tiere in offenen Landschaften verschlechtern sich durch die industrielle Landwirtschaft seit Jahren zusehends«, sagt René Sievert vom Naturschutzbund Leipzig (NABU). Die Suche nach Futter und einem neuen Revier zwinge viele Tiere dazu, auf andere Lebensräume auszuweichen. Während die Gruppe aus der Kinderserie einer Kröte zum versprochenen Weißhirschpark folgt, sind es in der Realität die Städte, in denen auch Wildtiere zunehmend heimisch werden. Denn hier haben sich die Lebensbedingungen durch Naturschutzgesetze in den letzten Jahrzehnten insgesamt verbessert.
Leipzig ist für diese Entwicklung ein gutes Beispiel. »Wir haben hier unter anderem Wildschweine, Rehe, Hasen und flächendeckend auch den Fuchs«, sagt Sievert. Hinzu kämen sogenannte »Neubürger«, wie der aus Nordamerika stammende Waschbär oder die Nutrias aus Südamerika. Die wachsende Biodiversität gelte es zu beschützen, gerade da sie Ausdruck der zunehmenden Verödung des Umlands sei.
Es fehlt der Spatz auf dem Dach
Doch auch die Artenvielfalt in der Stadt ist bedroht. Gu…
Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.
Jetzt lesen, später zahlen

Diesen Artikel
Lipsia und die wilden Tiere
0,39
EUR
Powered by

Dieser Text stammt aus dem kreuzer, Heft 01/2018. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

Anzeige

Kommentieren

Dein Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.